{"id":95268,"date":"2025-05-08T21:30:12","date_gmt":"2025-05-08T21:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/95268\/"},"modified":"2025-05-08T21:30:12","modified_gmt":"2025-05-08T21:30:12","slug":"streiks-drohen-klares-signal-in-urabstimmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/95268\/","title":{"rendered":"Streiks drohen \u2013 klares Signal in Urabstimmung"},"content":{"rendered":"<p>Urabstimmung <\/p>\n<p>93,5 Prozent der Ford-Mitarbeiter bereit zum Streik<\/p>\n<p>Aktualisiert am 08.05.2025 &#8211; 22:47 UhrLesedauer: 2 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2025\/05\/ZrfyIu6x8xa0\/0x209:4000x2250\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/autos-auf-dem-koelner-ford-werk-symbolfoto.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/autos-auf-dem-koelner-ford-werk-symbolfoto.jpg\" alt=\"Autos auf dem K\u00f6lner Ford-Werk (Symbolfoto).\" title=\"Autos auf dem K\u00f6lner Ford-Werk (Symbolfoto).\" width=\"4000\" height=\"2250\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex w-full max-w-full h-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/zoom-in.f7dae02f.svg.svg+xml\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Autos auf dem K\u00f6lner Ford-Werk (Symbolfoto). (Quelle: IMAGO\/Ying Tang\/imago)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Beim Autobauer Ford kommt es in K\u00f6ln wohl zu Arbeitsniederlegungen. Bei einer hohen Wahlbeteiligung f\u00e4llt das Votum der Gewerkschaftsmitglieder deutlich aus.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Beim Autobauer Ford r\u00fcckt in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/koeln\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00f6ln<\/a> erstmalig ein harter Arbeitskampf in greifbare N\u00e4he. Wie die IG Metall mitteilte, sprachen sich 93,5 Prozent der bei Ford t\u00e4tigen IG-Metall-Mitglieder in einer Urabstimmung f\u00fcr den Einsatz &#8222;von allen gewerkschaftlichen Mitteln, einschlie\u00dflich Streiks&#8220; aus, um Forderungen f\u00fcr arbeitnehmerfreundliche Regelungen in einem neuen Sozialtarifvertrag Nachdruck zu verleihen. <\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Mindestzustimmung von 75 Prozent wurde damit deutlich \u00fcbertroffen. Die Wahlbeteiligung habe bei 95,7 Prozent gelegen. &#8222;Die Leute im Betrieb stehen hinter uns&#8220;, sagte der Sprecher der IG Metall bei Ford K\u00f6ln, David L\u00fcdtke. Nach dem klaren Votum ber\u00e4t die Gewerkschaft nun ihr weiteres Vorgehen, in der kommenden Woche k\u00f6nnten Streiks folgen \u2013 in welchem Umfang, ist unklar. Bereits im M\u00e4rz und April hatte es an dem Standort Warnstreiks gegeben. Die neuen Arbeitsniederlegungen d\u00fcrften intensiver und hartn\u00e4ckiger sein.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Wir sind entschlossen, diesen Auftrag der Kolleginnen und Kollegen umzusetzen&#8220;, sagte die 1. Bevollm\u00e4chtigte der IG Metall K\u00f6ln-Leverkusen, Kerstin Klein, mit Blick auf das Ergebnis der Urabstimmung. &#8222;Ford muss sich jetzt bewegen \u2013 sonst ziehen wir das durch.&#8220; Die Gewerkschafterin warnte das Management, dass ein harter Arbeitskampf auch Schaden f\u00fcr das Nutzfahrzeuggesch\u00e4ft in Europa bringen k\u00f6nnte, &#8222;ganz zu schweigen von dem Imageverlust, den das f\u00fcr Ford bedeuten w\u00fcrde&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es w\u00e4re laut IG Metall das erste Mal, dass es bei Ford in K\u00f6ln nach einer Urabstimmung zu Arbeitsniederlegungen kommt. Bei anderen, lange zur\u00fcckliegenden Befragungen war es direkt danach doch noch zu einer Einigung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft gekommen. Ford hat in der Stadt circa 11.500 Besch\u00e4ftigte, die meisten von ihnen sind Gewerkschaftsmitglieder.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Deutschlandtochter des US-Konzerns stellt in K\u00f6ln zwei Elektro-Automodelle her, deren Verkauf schleppend verl\u00e4uft. Die Investition von knapp zwei Milliarden Euro, mit der Ford sein K\u00f6lner Werk auf Elektrokurs gebracht hat, hat sich bislang nicht ausgezahlt. Das Deutschlandgesch\u00e4ft bleibt verlustreich.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Um Kosten zu senken, m\u00f6chte das Management in K\u00f6ln bis Ende 2027 2.900 Stellen abbauen. Allerdings ist es hierbei auf die Zustimmung des Betriebsrats angewiesen, da eine erst vor zwei Jahren abgeschlossene Vereinbarung noch bis 2032 gilt: Sie schlie\u00dft betriebsbedingte K\u00fcndigungen aus.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Verdi fordert hohe Abfindungen f\u00fcr Mitarbeitende, die das Unternehmen verlassen oder deren Gesch\u00e4ftsbereich an externe Dienstleister ausgelagert wird, sowie einen finanziellen Schutz f\u00fcr die verbliebenen Besch\u00e4ftigten, sollten die Ford-Werke in die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/insolvenz\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Insolvenz<\/a> rutschen. Das ist bislang zwar nur Theorie, aber seit der Aufk\u00fcndigung einer B\u00fcrgschaft durch die US-Mutter m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Da die Verhandlungen zu einem neuen Sozialtarifvertrag in einer Sackgasse waren, rief die IG Metall zur Urabstimmung auf und bekam dabei den erhofften R\u00fcckenwind. Nun kann die Gewerkschaft zu Streiks aufrufen \u2013 entweder befristet oder unbefristet. Ein Ford-Sprecher sagte als Reaktion auf die Urabstimmung, man respektiere das Recht auf Streik und setze weiter auf konstruktive Verhandlungen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die IG Metall teilte allerdings mit, dass die Verhandlungen ausgesetzt seien, bis der Arbeitgeber ein abschlussf\u00e4higes Angebot vorlege.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Urabstimmung 93,5 Prozent der Ford-Mitarbeiter bereit zum Streik Aktualisiert am 08.05.2025 &#8211; 22:47 UhrLesedauer: 2 Min. 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