{"id":952956,"date":"2026-04-17T15:14:16","date_gmt":"2026-04-17T15:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/952956\/"},"modified":"2026-04-17T15:14:16","modified_gmt":"2026-04-17T15:14:16","slug":"freunde-sagen-ueber-muenchner-amokfahrer-farhad-n-aus-und-sind-schockiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/952956\/","title":{"rendered":"Freunde sagen \u00fcber M\u00fcnchner Amokfahrer Farhad N. aus und sind schockiert"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie aus dem Nichts nimmt der Angeklagte Farhad N. seine Brille ab, wischt sich die Tr\u00e4nen aus den Augen und klopft sich anschlie\u00dfend ein paar Mal auf den Kopf, um die Fassung wiederzuerlangen. Ausschlaggebend f\u00fcr diesen seltenen Gef\u00fchlsausbruch ist die Aussage eines ehemaligen Freundes, der neben einem weiteren guten Bekannten als Zeuge vor dem Oberlandesgericht M\u00fcnchen geladen ist. Die zwei berichteten von ihrer Beziehung zu Farhad N., bevor dieser durch eine Amokfahrt zwei Menschen t\u00f6tete und mehr als 40 verletzte.\n  <\/p>\n<p>            Farhad N. verabschiedet sich bei Zeugen mit Tauhid-Finger-Emoji<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/muenchen-amokfahrt-in-muenchen-der-zufall-machte-sie-zu-opfern-105982051\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Am 13. Februar 2025 raste der heute 25-j\u00e4hrige Afghane<\/a> mit einem wei\u00dfen Mini-Cooper in eine Verdi-Demonstration in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchen<\/a> und richtete ein Blutbad an. Und bis jetzt schwebt die gro\u00dfe Frage im Raum, wieso sich Farhad N. zu dieser Tat hinrei\u00dfen lie\u00df. Eine Frage, die auch in seinem Bekanntenkreis schwer zu erkl\u00e4ren ist. \u201eFarhad war ein motivierter Sportler, zudem h\u00f6flich und religi\u00f6s keineswegs radikal. Dass er so was machen w\u00fcrde, konnte sich niemand vorstellen\u201c, berichtet der erste Zeuge. Der 27-j\u00e4hrige Afghane lernte Farhad N. 2017 in der Schule kennen und freundete sich mit ihm an.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Allerdings habe er sechs Monate vor der Tat den Kontakt abgebrochen, da der Angeklagte ihm 500 Euro schuldete, diese aber nicht zur\u00fcckzahlte. Wof\u00fcr er das Geld brauchte, wisse der Zeuge bis heute nicht. Auf WhatsApp und anderen sozialen Medien blockierte er dann zun\u00e4chst Farhad N. und zeigte sich, nachdem er ihm wieder gefolgt war, schockiert \u00fcber seine Aktivt\u00e4ten. \u201eIn einem Post forderte er die Menschen auf, beten zu gehen und hinterlegte das Ganze mit religi\u00f6ser Musik.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Am Tag vor der Tat habe er ihm schlie\u00dflich dann den Geldbetrag \u00fcberwiesen. Dazu bekam der Zeuge eine Textnachricht, in der Farhad N.  \u201eGott sei mit dir\u201c schrieb und sich mit einem Tauhid-Finger-Emoji verabschiedete. Diesen Fingerzeig benutzen muslimische Extremisten oft als Symbol. \u201eSo etwas hat er zuvor nie gemacht, das war schon seltsam. Vielleicht hat ihm jemand das Gehirn manipuliert\u201c, sagt der Zeuge. Trotzdem habe er sich nichts dabei gedacht und am n\u00e4chsten Tag sei der Schock riesig gewesen.\n  <\/p>\n<p>            Amokfahrer Farhad N. folgte in sozialen Medien immer \u00f6fter religi\u00f6sen Seiten<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/ueberlebender-der-amokfahrt-auf-verdi-demo-in-muenchen-sagt-aus-mein-erster-gedanke-war-er-hat-nicht-ueberlebt-113595090\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Der n\u00e4chste Zeuge zeigte sich ebenfalls verst\u00f6rt \u00fcber die Amokfahrt,<\/a> doch er habe leichte Anzeichen einer Ver\u00e4nderung bei Farhad N. wahrgenommen. Der ebenfalls aus Afghanistan stammende 24-J\u00e4hrige war f\u00fcnf Jahre lang mit dem Angeklagten befreundet und stellte in der Zeit vor der Tat fest, dass sich der Social-Media-Auftritt von eben jenem deutlich gewandelt hatte. \u201eEr folgte auf Instagram komischen Seiten mit Imamen aus verschiedenen L\u00e4ndern\u201c, so der Zeuge. Die Frage des Richters, ob er sich in Richtung Radikalismus entwickelte, verneint der Zeuge jedoch.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vielmehr betont er, dass Farhad N. unter anderem die Machenschaften der Taliban in seinem Heimatland verurteilte und sich zudem f\u00fcr afghanische M\u00e4nner sch\u00e4mte, die in Deutschland Frauen vergewaltigten. Deshalb habe diese Entwicklung \u00fcberhaupt nicht zu ihm gepasst. Auch Drogen oder Alkohol seien nie sein Ding gewesen, eigentlich sei immer nur das Bodybuilding im Mittelpunkt gestanden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auffallend an der Aussage ist aber die Tatsache, dass sich Farhad N. von dem 24-J\u00e4hrigen ebenfalls Geld lieh und dieses erst kurz vor der Tat zur\u00fcckzahlte. Zuvor hat der Angeklagte laut dem Zeugen die Freundschaft f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt, da er nicht am Freitagsgebet teilgenommen habe. Am 13. Februar versuchte der mutma\u00dfliche Attent\u00e4ter dennoch, den Zeugen zweimal anzurufen, dieser habe aber kein Netz gehabt und danach von dem Ereignis erfahren.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Sichtlich aufgew\u00fchlt verfolgt der Angeklagte die Aussage seines Bruders. Als dieser von Farhad N.s \u00c4ngsten w\u00e4hrend der Flucht aus Afghanistan berichtet, flie\u00dfen bei ihm die Tr\u00e4nen. Wie der Zeuge heute zu seinem Bruder stehe, will der Richter sp\u00e4ter wissen. Die Antwort: \u201eIch bin sehr, sehr traurig, ich verstehe nicht, warum er so etwas gemacht hat.\u201c Bis Ende Juni sind weitere Prozesstermine angesetzt. (mit dpa)\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Johannes Kiser<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    M\u00fcnchen<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Amokfahrt<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie aus dem Nichts nimmt der Angeklagte Farhad N. seine Brille ab, wischt sich die Tr\u00e4nen aus den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":952957,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[7451,17872,10174,772,29,1050,30,152,15158,1268,18329,966,672],"class_list":["post-952956","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-afghanistan","tag-amokfahrt","tag-attentat","tag-bayern","tag-deutschland","tag-gehirn","tag-germany","tag-instagram","tag-mini-cooper","tag-muenchen","tag-oberlandesgericht-muenchen","tag-schule","tag-whatsapp"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116420704160638951","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/952956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=952956"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/952956\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/952957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=952956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=952956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=952956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}