{"id":953165,"date":"2026-04-17T17:20:31","date_gmt":"2026-04-17T17:20:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/953165\/"},"modified":"2026-04-17T17:20:31","modified_gmt":"2026-04-17T17:20:31","slug":"augsburger-museum-gibt-leihgaben-aus-der-antike-in-eine-grosse-ausstellung-nach-rom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/953165\/","title":{"rendered":"Augsburger Museum gibt Leihgaben aus der Antike in eine gro\u00dfe Ausstellung nach Rom"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eF\u00fcr uns ist es ein erhebender Moment\u201c, sagt Sebastian Gairhos, \u201ewenn sich die Zentrale in der Peripherie meldet.\u201c Die Zentrale, das ist Rom, die Peripherie meint <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a>. Im Klartext: Das Museo della Civilt\u00e0 in Rom hat in Augsburg beim R\u00f6mischen Museum angefragt, ob man ein Objekt der hiesigen Sammlung als Leihgabe f\u00fcr eine geplante Antiken-Ausstellung erhalten k\u00f6nne. Verst\u00e4ndlich, dass Stadtarch\u00e4ologie-Chef und R\u00f6mer-Experte Gairhos da der Stolz \u00fcberkommt, denn es ist ja nun wirklich nicht so, dass in Rom selbst Mangel an Artefakten aus der Zeit des R\u00f6mischen Reiches herrschen w\u00fcrde. Aber das Museo della Civilt\u00e0, direkt dem italienischen Kulturministerium unterstellt, wollte eben ein ganz besonderes St\u00fcck pr\u00e4sentieren, und das gibt es nur in Augsburg.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eNegotium \u2013 Il Business dell\u2019Imperio Romano\u201c (frei \u00fcbersetzt: Handel \u2013 Warenfluss im R\u00f6mischen Reich) lautet der Titel der gro\u00df dimensionierten Ausstellung, die im Herbst in der Ewigen Stadt an den Start gehen soll. Wie aber kommt daf\u00fcr Augsburg ins Spiel? Die Stadt am Lech besitzt eine Reihe hochkar\u00e4tiger steinerner Reliefs, pr\u00e4sentiert einige davon auch in seinem R\u00f6mischen Museum, welches bekannterma\u00dfen mangels eines eigenen Hauses derzeit im Zeughaus unterkommen muss. Hier ist unter anderem das Kalksteinrelief eines Grabdenkmals mit der Darstellung eines Weintransport ausgestellt, und ebendieser Reliefs wegen meldeten sich die Museumsleute aus Rom vor einigen Wochen bei Sebastian Gairhos.\n  <\/p>\n<p>            Ein Ochsenkarren mit vielen Details<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Grabdenkmal z\u00e4hlt zu den bekanntesten Objekten des R\u00f6mischen Museums. Ein Karren, beladen mit einem Weinfass, wird von zwei Ochsen gezogen, die Darstellung ist herausragend in ihrer Detailfreude, in der Gestaltung des R\u00e4derwerks an dem Karren, der Haltung des Kutschers, ja selbst dem auf dem Weinfass thronenden kleinen Hund mit hechelnder Zunge.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Was aber, so erz\u00e4hlt es Gairhos, die Museumskollegen aus Rom nicht wussten: Dass Augsburg aus seiner Zeit als r\u00f6mische Provinzhauptstadt Augusta vindelicum noch weitere hochkar\u00e4tige steinerne Darstellungen des \u201eBusiness dell\u2019Imperio Romano\u201c, des antiken Berufs- und Gesch\u00e4ftslebens, zu bieten hat. Ob die r\u00f6mischen Kollegen noch Weiteres sehen wollten?\n  <\/p>\n<p>            M\u00e4nner, die sich gegen Stoffe stemmen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Etwa das Relief einer Textilballenverschn\u00fcrung, welches ebenfalls einst ein Grabmal in Augusta vindelicum zierte. Ungemein lebensecht sind hier vier Arbeiter dargestellt, die mit erheblichem Kraftaufwand an Seilen zerren und mit Stangen hantieren, um einen \u00fcbermannsgro\u00dfen Stoffballen zum Transport zu verschn\u00fcren, w\u00e4hrend ein danebenstehender die Ausfuhr der Ware notiert.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Oder, weiteres Beispiel, die beiden Reliefs zu Seiten eines monumentalen Steinblocks, auch dies \u00dcberrest eines Grabdenkmals. Auf der einen Seite ist hier die Szene eines Weinausschanks mit viel Detailgenauigkeit in den Stein getrieben, w\u00e4hrend gegen\u00fcberliegend quasi das Hinterzimmer des Ausschanks dargestellt ist, wo es bei drei mit Geld und Rechnung t\u00e4tigen Figuren um das \u201eBusiness des Weinhandels in gro\u00dfem Stil\u201c (Gairhos) geht.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Ausstellungsmacher aus Rom mussten nicht erst lange \u00fcberzeugt werden. Und so werden nicht nur die Wein transportierenden Ochsen, sondern auch die beiden anderen Darstellungen \u00a0zur Leihe ins Museo della Civilt\u00e0 gegeben. Alle im Original, selbst der wuchtige Block mit den beiden Weinverkaufsszenen, der in der Toskanischen S\u00e4ulenhalle des Augsburger Zeughauses aufgrund seines Gewichts nur in (Kunststoff-)Kopie gezeigt werden kann.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass die drei Berufsdarstellungs-Reliefs des R\u00f6mischen Museums Augsburg nun zu Ausstellungszwecken nach Rom geholt werden, ist f\u00fcr Sebastian Gairhos ein Zeichen daf\u00fcr, welche Qualit\u00e4t den <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/kultur\/frisch-enthuellt-bedeutendes-mosaik-aus-augsburgs-roemischer-vergangenheit-113650105\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburger Objekten<\/a> im internationalen Ma\u00dfstab beigemessen wird. Denn die St\u00fccke aus Augsburg werden in der Ausstellung zusammen mit 500 weiteren Exponaten aus italienischen und internationalen Museen zu sehen sein.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eNegotium\u201c wird in Rom auf zwei Orte verteilt werden, auf das Museo della Civilt\u00e0 im Stadtviertel EUR sowie auf die Engelsburg im Zentrum der Stadt. Die Schau soll im Oktober beginnen und bis Januar 2027 laufen. Wem bis Rom der Weg zu weit ist und wer die so bedeutenden Augsburger Reliefdarstellungen trotzdem sehen will, der hat dazu bis zu ihrem Abtransport noch Gelegenheit an ihrem jetzigen Standort in des Toskanischen S\u00e4ulenhalle des Zeughauses (ge\u00f6ffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr).\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Stefan Dosch<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Rom<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eF\u00fcr uns ist es ein erhebender Moment\u201c, sagt Sebastian Gairhos, \u201ewenn sich die Zentrale in der Peripherie meldet.\u201c&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":953166,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[90219,680,148761,772,3364,29,548,663,3934,207456,30,13,113339,207454,14,15,207455,21058,141688,12,207453],"class_list":["post-953165","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-antike","tag-augsburg","tag-augusta","tag-bayern","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-gairho","tag-germany","tag-headlines","tag-lech","tag-museo","tag-nachrichten","tag-news","tag-riesenschau","tag-rom","tag-roemermuseum","tag-schlagzeilen","tag-steinrelief"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116421199668154211","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/953165","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=953165"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/953165\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/953166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=953165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=953165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=953165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}