{"id":953377,"date":"2026-04-17T19:36:23","date_gmt":"2026-04-17T19:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/953377\/"},"modified":"2026-04-17T19:36:23","modified_gmt":"2026-04-17T19:36:23","slug":"denkmalschutz-kontra-stadtentwicklung-in-duesseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/953377\/","title":{"rendered":"Denkmalschutz kontra Stadtentwicklung in D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die Frage lautete: \u201eDenkmalschutz und Stadtplanung \u2013 Wie viel Vergangenheit braucht D\u00fcsseldorfs Zukunft?\u201c Die Aktionsgemeinschaft D\u00fcsseldorfer Heimat- und B\u00fcrgervereine (AGD) und der Rheinische Verein f\u00fcr Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) versuchten gemeinsam mit Vertretern aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Denkmalexperten sowie der \u00d6ffentlichkeit, w\u00e4hrend einer Forumsveranstaltung im Palais Wittgenstein sich der Antwort anzun\u00e4hern. So entwickelte sich ein Abend im Spannungsfeld von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/denkmalschutz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Denkmalschutz<\/a> und zukunftsweisender Quartiers- und Stadtentwicklung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weder Thorsten Scheer (Professor an der Peter-Behrens-School of Arts), noch Wirtschaftshistoriker Horst A. Wessel oder Anja Schmid-Engbrodt (LVR-Amt f\u00fcr Denkmalpflege im Rheinland) negierten die Notwendigkeit, dass eine Stadt sich modernisieren sowie aktuellen und zuk\u00fcnftigen Generationen und Anforderungen gerecht werden muss. Aber die Frage ist eben, wie sie es macht, wie sie mit historischen, denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4uden umgeht. \u201eNicht selten gewinnt man den Eindruck, dass der politische und gesellschaftliche Wert der Denkmalpflege seit Einf\u00fchrung der modernen Denkmalschutzgesetze nie schlechter war als heute\u201c, sagte Reinhard Lutum (RVDL), der das Eingangsstatement der erkrankten Schmid-Engbrodt verlas. \u201eWir verlieren jeden Tag durch Umnutzungen oder Sanierungen denkmalwerte Bausubstanz und ganze Denkm\u00e4ler und damit wichtige historische Quellen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Passende Beispiele g\u00e4be es in D\u00fcsseldorf zuhauf. Wie etwa der Abriss des sogenannten \u201eTausendf\u00fc\u00dflers\u201c. Die Hochstra\u00dfe in der Innenstadt war 1962 erbaut, 1993 unter Denkmalschutz und 2013 abgerissen worden. \u201eDas war ein Ingenieurbauwerk von europ\u00e4ischem Rang\u201c, urteilte Scheer. \u201eIn direkter Nachbarschaft zum Drei-Scheiben-Haus und dem Schauspielhaus gelegen, symbolisierte der Tausendf\u00fc\u00dfler D\u00fcsseldorfs pr\u00e4genden Dreiklang von Industrie-, Kultur- und Verkehrsstadt und war damit charakterbildend f\u00fcr die Landeshauptstadt.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weiterhin werde f\u00fcr die Entwicklung D\u00fcsseldorfs historisch bedeutungsvolle Substanz demoliert. \u201eZuletzt erwies sich die Entscheidung der Stadt \u00fcber die Umr\u00fcstung der Gasbeleuchtung auf Strom als denkmalfachliches Desaster\u201c, so Schmid-Engbrodt. Jetzt bliebe abzuwarten, was unter anderem mit der denkmalgesch\u00fctzten Oper und der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/theodor-heuss-bruecke\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Theodor-Heuss-Br\u00fccke<\/a> passiere. Und ob das historische Luisen-Gymnasium angesichts klammer kommunaler Kassen verkauft wird.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">B\u00fcrgermeister Fabian Zachel, der auch stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses f\u00fcr Planung und Stadtentwicklung ist, hatte aufmerksam zugeh\u00f6rt und bekannte, an diesem Abend viel gelernt zu haben. \u201eDie Stadt der Zukunft beruht auf ihrer Historie. Wie kriegen wird das \u00fcberein?\u201c, fragt Zachel. \u201eJeder Entscheidungstr\u00e4ger im Rat der Stadt macht sich Gedanken, niemand trifft leichtfertige Entscheidungen. Wir m\u00fcssen die Geschichte erhalten und abw\u00e4gen, wie wir mit unseren Ressourcen umgehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zachel hatte auch direkt ein Beispiel f\u00fcr das Spannungsfeld zwischen Geschichte, Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung parat. \u201eIn der Verl\u00e4ngerung der Theodor-Heuss-Br\u00fccke steht das Sprinter-Werk, in das Mercedes viele Millionen investiert\u201c, so Zachel. \u201eDas Sprinter-Werk ist die gr\u00f6\u00dfte Industrieansiedlung, die D\u00fcsseldorf noch hat. Wir m\u00fcssen in die Verkehrsinfrastruktur investieren, auch um die 5500 Arbeitspl\u00e4tze abzusichern.\u201c Dass die Theodor-Heuss-Br\u00fccke als Teil der viel ger\u00fchmten \u201eD\u00fcsseldorfer Br\u00fcckenfamilie\u201c schon mal als <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/weltkulturerbe\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weltkulturerbe<\/a> ins Spiel gebracht wurde, sei da eher ein untergeordnetes Argument.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So richtig aufl\u00f6sen konnte der AGD-Abend das Spannungsfeld nicht. Einig war man sich aber, dass in D\u00fcsseldorf die Zusammenarbeit zwischen Denkmalschutz, Lokalpolitik und Verwaltung gut laufe \u2013 auch wenn nicht immer alle Seiten ihre Ansichten w\u00fcrden durchsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Frage lautete: \u201eDenkmalschutz und Stadtplanung \u2013 Wie viel Vergangenheit braucht D\u00fcsseldorfs Zukunft?\u201c Die Aktionsgemeinschaft D\u00fcsseldorfer Heimat- und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":953378,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[15910,207545,3364,23922,3536,207546,29,3405,207544,30,19146,1209,2802,97253,61755,3749],"class_list":["post-953377","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-abend","tag-agd","tag-de","tag-denkmalpflege","tag-denkmalschutz","tag-denkmalschutzgesetze","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-engbrodt","tag-germany","tag-lvr","tag-nordrhein-westfalen","tag-rheinland","tag-schmid","tag-spannungsfeld","tag-zachel"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116421734411460847","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/953377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=953377"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/953377\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/953378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=953377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=953377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=953377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}