{"id":954085,"date":"2026-04-18T02:34:27","date_gmt":"2026-04-18T02:34:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/954085\/"},"modified":"2026-04-18T02:34:27","modified_gmt":"2026-04-18T02:34:27","slug":"nrw-hochschulen-legen-erstmals-gemeinsame-klimabilanz-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/954085\/","title":{"rendered":"NRW-Hochschulen legen erstmals gemeinsame Klimabilanz vor"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum erfassen die NRW-Hochschulen ihre Treibhausgasemissionen \u00fcberhaupt gemeinsam? Was war daran besonders herausfordernd?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Henning Moldenhauer: Mit dem Klimaschutzgesetz hat sich das Land NRW zum Ziel gesetzt, dass die Verwaltung bis 2030 bilanziell klimaneutral werden soll. Die Hochschulen nehmen laut Gesetz eine Vorbildfunktion in eigener Verantwortung wahr und haben sich daher unter anderem f\u00fcr eine gemeinsame Bilanzierung der Treibhausgasemissionen entschieden. Diese erm\u00f6glicht k\u00fcnftig Einblicke in die Emissionen der Hochschulen und erf\u00fcllt auch die gesetzlichen Berichtspflichten. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Daten dabei helfen k\u00f6nnen, geeignete Ma\u00dfnahmen zur Emissionsreduktion zu entwickeln und deren Wirksamkeit zu messen.<\/p>\n<p>Das Land stellt uns f\u00fcr die gemeinsame Bilanzierung sein Datenerfassungs- und Berichts-Tool zur Verf\u00fcgung. Dieses musste jedoch an die Belange der Hochschulen angepasst werden. Damit hatten wir in der Arbeitsgruppe, zu der sich die Verantwortlichen der einzelnen Hochschulen zusammengeschlossen haben, viel zu tun. Die zahlreichen Dienstreisen und die verschiedenen Geb\u00e4ude sind Beispiele f\u00fcr die Besonderheiten von Hochschulen. Eine weitere Herausforderung war immer das Abw\u00e4gen zwischen der Genauigkeit des Berichts und dem Aufwand der Erhebung.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wie hoch fallen die Gesamtemissionen aus? Und wie sieht die Bilanz speziell f\u00fcr die TU Dortmund aus?<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesamtemissionen der Hochschulen in NRW belaufen sich in den Jahren 2019 und 2021 auf rund 564.000 Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalente. Das entspricht den Jahresemissionen von etwa 56.400 Personen in Deutschland. Umgerechnet in ein Volumen w\u00e4ren das 94.000 Hei\u00dfluftballons, gef\u00fcllt mit CO\u2082 \u2013 also fortlaufend alle drei Stunden an jeder Hochschule in NRW ein Ballonstart. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden im Jahr 2020 mit 494.000 Tonnen geringere Emissionen verzeichnet. Wir warten nun darauf, dass die Daten von 2022 und 2023 final gepr\u00fcft sind, um erste Tendenzen zu erkennen. Im Sommer beginnt dann die Datenerfassung f\u00fcr 2024. Ziel ist es, in den n\u00e4chsten Jahren aktuellere Daten zu liefern. In der Regel liegen die Daten des vergangenen Jahres jedoch erst zur Mitte des Folgejahres vollst\u00e4ndig vor.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die TU Dortmund kann ich beispielhaft ebenfalls das Jahr 2021 nennen. Die Gesamtemissionen lagen bei knapp 26.000 Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalenten, wovon rund 53 Prozent auf die W\u00e4rmeversorgung mit Erdgas, 45 Prozent auf die Stromversorgung mit \u00d6kostrom und weniger als zwei Prozent auf die hochschuleigene Mobilit\u00e4t entfielen.<\/p>\n<p><strong>Was lernen wir daraus f\u00fcr k\u00fcnftige Klimaschutzma\u00dfnahmen?<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal macht die Bilanz transparent, wo wir stehen. In Zukunft werden wir besser darstellen k\u00f6nnen, wie sich unser Campus entwickelt. Aktuell erkennen wir beispielsweise, dass wir und viele andere NRW-Hochschulen bei der W\u00e4rme noch sehr abh\u00e4ngig von Erdgas sind. Das werden wir \u00e4ndern, unter anderem mit einer <a href=\"https:\/\/www.tu-dortmund.de\/nachrichtendetail\/wichtiger-schritt-auf-dem-weg-zur-nachhaltigen-waermeerzeugung-60708\/\" title=\"Zur Newsmeldung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neuen Pelletanlage, die nachhaltig W\u00e4rmeenergie aus Holzabf\u00e4llen erzeugt<\/a>. Auch die neue Universit\u00e4tsbibliothek wird den Energiemix am Campus erweitern. Hier wird eine W\u00e4rmepumpe mit Geothermie verbaut. Durch den gemeinsamen Bilanzierungsprozess lernen wir au\u00dferdem von anderen Hochschulen, da wir so mit den Kolleg*innen in NRW regelm\u00e4\u00dfig im Austausch sind. Das k\u00f6nnte dabei helfen, Ma\u00dfnahmen in Zukunft schneller und ggf. auch gemeinsam umzusetzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nachhaltigkeit.tu-dortmund.de\/\" target=\"_blank\" class=\"deviant btn icon-btn btn-external\" title=\"Nachhaltigkeit an der TU Dortmund\" rel=\"nofollow noopener\">Mehr zur Nachhaltigkeit an der TU Dortmund<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wirtschaft.nrw\/themen\/klimaschutz\/klimaschutz-hochschulen\" target=\"_blank\" class=\"deviant btn icon-btn btn-external\" title=\"Klimaschutz an Hochschulen\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Zum Gesamtbericht der Hochschulen<\/a><\/p>\n<p><strong>Ansprechpartner f\u00fcr R\u00fcckfragen:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Warum erfassen die NRW-Hochschulen ihre Treibhausgasemissionen \u00fcberhaupt gemeinsam? Was war daran besonders herausfordernd? 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