{"id":954406,"date":"2026-04-18T05:42:15","date_gmt":"2026-04-18T05:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/954406\/"},"modified":"2026-04-18T05:42:15","modified_gmt":"2026-04-18T05:42:15","slug":"spionagetunnel-in-berlin-warum-die-aufgeflogene-operation-gold-fuer-die-cia-doch-ein-erfolg-war","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/954406\/","title":{"rendered":"Spionagetunnel in Berlin: Warum die aufgeflogene \u201eOperation Gold\u201c f\u00fcr die CIA doch ein Erfolg war"},"content":{"rendered":"<p>Am 22. April 1956 entdeckten sowjetische und ostdeutsche Beh\u00f6rden den Berliner Spionagetunnel. Die \u201eOperation Gold\u201c war eine der aufwendigsten Spionageaktionen im Kalten Krieg. Ein sensationeller Fund wirft ein neues Licht auf das Geheimdienstprojekt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Erfolge wollen gefeiert werden \u2013 vor allem, wenn es sich um wahre Triumphe handelt. Genau einen solchen Sieg errangen DDR und Sowjetunion am fr\u00fchen Morgen des 22. April 1956: Am s\u00fcd\u00f6stlichsten Zipfel West-Berlins fanden sie einen Tunnel auf ostdeutschem Gebiet, vollgestopft mit modernster Abh\u00f6rtechnologie. Gebaut hatte den Stollen der US-Geheimdienst CIA, um unterirdische Kommunikationskabel anzuzapfen.<\/p>\n<p>Nur einen Tag sp\u00e4ter fand eine internationale Pressekonferenz vor Ort statt, und in den folgenden Fr\u00fchlingswochen \u00fcberschlug sich die kommunistische Propaganda geradezu. Die drei West-Sektoren der geteilten Stadt standen als \u201eAgenten-Nest\u201c da, aus dem heraus der \u201efriedliebende Warschauer Pakt\u201c unterminiert w\u00fcrde. F\u00fcrwahr ein Triumph.<\/p>\n<p>Was lag also n\u00e4her, als ein Album mit den eindrucksvollsten Aufnahmen aus dem Tunnel anzulegen? Eine Art \u201eCoffeetable-Book\u201c, das man Vorgesetzten und Kollegen mehr oder minder unauff\u00e4llig vorf\u00fchren konnte? Dass die DDR-Staatssicherheit ein solches Fotobuch zusammenstellen lie\u00df, ist seit Jahrzehnten bekannt; es ist in den Best\u00e4nden der \u201eZentralen Auswertungs- und Informationsgruppe\u201c \u00fcberliefert, die direkt dem Chef des SED-Geheimdienstes unterstellt war. Dieses Album umfasst 26 Seiten und 59 einzelne Bilder; die Erl\u00e4uterungen auf stabilem grauem Karton schrieb jemand mit wei\u00dfem Stift von Hand.<\/p>\n<p>Das Original wird heute im Alliiertenmuseum Berlin gezeigt; ein Scan ist auf der Website des Bundesarchivs verf\u00fcgbar. Dort kann man auch lesen, dass der damals zweite Mann der Stasi, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article148379839\/Erich-Mielke-Karriere-des-Stasi-Chefs-begann-mit-Mord.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article148379839\/Erich-Mielke-Karriere-des-Stasi-Chefs-begann-mit-Mord.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erich Mielke<\/a>, dieses Album am 25. April 1956 an den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article256177156\/Walter-Ulbricht-Es-muss-demokratisch-aussehen-aber-wir-muessen-alles-in-der-Hand-haben.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article256177156\/Walter-Ulbricht-Es-muss-demokratisch-aussehen-aber-wir-muessen-alles-in-der-Hand-haben.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">faktischen SED-Chef Walter Ulbricht<\/a> schickte \u2013 nicht ohne ihn zu bitten, es bei der n\u00e4chsten Sitzung zur\u00fcckzugeben. Mielke hatte Ulbrichts Vertrauen, w\u00e4hrend Stasi-Chef Erich Wollweber vom Kreml ernannt worden war.<\/p>\n<p>Doch bei diesem Album handelte es sich nicht um die einzige derartige Dokumentation. Der r\u00fchrige <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.berliner-unterwelten.de\/index.html\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.berliner-unterwelten.de\/index.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Verein Berliner Unterwelten<\/a> legt zum 70. Jahrestag der Entdeckung des Tunnels einen Bildband vor, in dem ein weiterer, bislang vollkommen unbekannter Fotobericht des Tunnels abgedruckt ist (Dietmar Arnold \/ Helmut M\u00fcller-Enbergs: \u201eOperation Gold. Der Spionagetunnel in Berlin\u201c. Bebra-Verlag. 224 S., 24 Euro).<\/p>\n<p>Dieser Report umfasst auf 121 Seiten 108 durchgez\u00e4hlte sowie sieben weitere Bilder. Ferner sind die Erl\u00e4uterungen sehr viel umfangreicher und mit Maschine geschrieben. Erstellt wurde diese Fassung offenbar 1956\/57 von Mitarbeitern des Instituts f\u00fcr Kriminalistik der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin; sie griffen dabei zur\u00fcck auf das Material einer Kommission aus sowjetischen und ostdeutschen Experten, also sicher Geheimdienstmitarbeitern, die unmittelbar nach der Entdeckung des Tunnels gebildet worden war. Empf\u00e4nger war Karl Maron, seit 1955 DDR-Innenminister.<\/p>\n<p>Vor dem Rei\u00dfwolf gerettet<\/p>\n<p>Wem der eisenharte Kommunist dieses Album zeigte, bleibt unbekannt. Jedenfalls befand sich die Dokumentation Ende 1989 in einem Bestand des Ministeriums des Inneren der DDR, der als \u201enicht mehr ben\u00f6tigt\u201c vernichtet werden sollte. Ein ungenannt bleibender Mitarbeiter \u201ebrachte es jedoch nicht \u00fcbers Herz, diese Rarit\u00e4t der Vernichtung anheimzugeben\u201c, schreiben die Autoren des Bandes, Unterwelten-Chef Dietmar Arnold und der Geheimdienstexperte Helmut M\u00fcller-Enbergs. Also steckte er das Album \u201ein einem unbemerkten Moment kurzerhand in seine Aktentasche\u201c. Viele Jahre sp\u00e4ter kam dieses einzigartige St\u00fcck an das Vereinsarchiv der Berliner Unterwelten \u2013 und jetzt an die \u00d6ffentlichkeit. Der sensationelle Fund lenkt zum 70. Jahrestag der Entdeckung das Augenmerk auf eine der spannendsten Geheimdienstoperationen im Deutschland des Kalten Krieges.<\/p>\n<p>Schon im von den Siegerm\u00e4chten aufgeteilten Wien hatte der britische Geheimdienst Bodenkabel abgeh\u00f6rt, \u00fcber die sowjetische Dienststellen kommunizierten \u2013 diese Operation lief sogar bereits seit 1948 und bis zum R\u00fcckzug aller Besatzungstruppen im Zuge der Neutralisierung \u00d6sterreichs 1955. Daher lag es nahe, eine \u00e4hnliche Aktion im gleichfalls unter den vier M\u00e4chten aufgeteilten Deutschland zu versuchen, konkret: in Berlin.<\/p>\n<p>Ernst wurde das Vorhaben im Sp\u00e4tsommer 1953. Die Briten und ihre US-Kollegen erfuhren, dass die Sowjets drei Fernmeldekabel der alten Reichspost mit den Nummern 150, 151 und 152 f\u00fcr sich nutzten. Aus alten deutschen Unterlagen wussten die Geheimdienstler, dass diese drei Str\u00e4nge im Ortsteil Altglienicke im sowjetischen Sektor unter der Sch\u00f6nefelder Chaussee verliefen \u2013 nur wenige hundert Meter vom Ortsteil Rudow im US-Sektor entfernt. Mit einem rund \u201e1800 Fu\u00df\u201c langen Tunnel k\u00f6nnte man sie erreichen und anzapfen. Die Idee hatte Charme: Am 20. Januar 1954 genehmigte CIA-Direktor Allen Dulles das Vorhaben.<\/p>\n<p>Welches freilich bereits vor Baubeginn verraten war. Denn bei den britischen Partnern arbeitete als stellvertretender Chef der zust\u00e4ndigen \u201eSektion Y\u201c in London ein gewisser George Blake. Beim Geheimdienst MI6 glaubte man, dass der Sohn einer Niederl\u00e4nderin und eines \u00c4gypters mit britischem Pass ein Doppelagent sei \u2013 ein entlarvter sowjetischer Spion, der unter der eigenen Kontrolle stand. Tats\u00e4chlich jedoch war Blake ein Dreifachagent: ein entlarvter sowjetischer Spion, der sich im Auftrag des KGB als von den Briten kontrolliert ausgab, tats\u00e4chlich aber weiter f\u00fcr Moskau arbeitete. Nach ersten Hinweisen ab Herbst 1953 \u00fcbergab der Verr\u00e4ter mit dem Decknamen \u201eDiomid\u201c am 12. Februar 1954 die vollst\u00e4ndige Tunnelplanung \u2013 also mehr als ein Jahr, bevor im Fr\u00fchjahr 1955 die Anzapfung der drei Fernkabel gelang.<\/p>\n<p>Der Bau des Stollens war eine logistische Meisterleistung: Zuerst wurde das notwendige Grundst\u00fcck gepachtet, um dort angeblich eine Radarstation zu errichten. Dann wurde, 2,80 bis f\u00fcnf Meter unter der Oberfl\u00e4che, der 436 Meter lange Tunnel gegraben, abgest\u00fctzt durch 948 Rundb\u00f6gen aus f\u00fcnf Millimeter starkem Stahlwellblech; die innere H\u00f6he betrug 1,94 Meter. Jeder der Rundb\u00f6gen bestand aus f\u00fcnf Segmenten, die nach entsprechendem Vortrieb von knapp einem halben Meter mit der bereits bestehenden R\u00f6hre verschraubt wurden. Etwa ein Achtel des Aushubs blieb, in S\u00e4cken verpackt, zur Stabilisierung der W\u00e4nde im Stollen.<\/p>\n<p>Nach Fertigstellung des Tunnels und erfolgter Anzapfung (die Angaben in verschiedenen Geheimdienstunterlagen weichen deutlich voneinander ab) konnten etwa 368.000 sowjetische Telefongespr\u00e4che mitgeschnitten werden, dazu 18.000 Magnetb\u00e4nder voller Fernschreiben. Die auf Russisch gef\u00fchrte Kommunikation wurde vollst\u00e4ndig transkribiert und ausgewertet, weitere etwa 75.000 Gespr\u00e4che auf Deutsch nur bei offensichtlicher Bedeutung.<\/p>\n<p>Obwohl man in Moskau wusste, was geschah, speisten die Sowjets in die abgeh\u00f6rten Leitungen keine Desinformation ein. Im Gegenteil: Der KGB hielt seine Kenntnisse gegen\u00fcber dem Nachrichtendienst der Roten Armee, dem GRU, strikt geheim; deshalb benutzten Sowjetgener\u00e4le die vermeintlich sicheren Kabel ohne jede Einschr\u00e4nkung f\u00fcr ihre vertrauliche Kommunikation. Der Grund war einfach: Die CIA h\u00e4tte wohl aufgrund anderer Quellen jede noch so aufwendig gestrickte Desinformationskampagne rasch aufgedeckt \u2013 und damit w\u00e4re unweigerlich Blake ins Visier geraten, die extrem wertvolle KGB-Quelle in London.<\/p>\n<p>So erfuhren die Briten und Amerikaner aus ihrer \u201eOperation Gold\u201c genannten Abh\u00f6raktion unz\u00e4hlige hochgeheime Informationen: \u00fcber die bevorstehende Aufstellung der Nationalen Volksarmee der DDR 1955, \u00fcber die Konkurrenz zwischen milit\u00e4rischen und Politoffizieren in der sowjetischen Armee oder \u00fcber den XX. Parteitag der KPdSU einschlie\u00dflich der bis dahin unvorstellbaren Kritik Nikita Chruschtschows an Josef Stalin \u2013 was als eigene Sondermeldung mit der \u00dcberschrift \u201eChruschtschow verunglimpft Stalin\u201c weitergegeben wurde. Das Material gew\u00e4hrte zudem Einblicke in die Aufstellung sowjetischer Nuklearwaffen in der DDR und die Vorbereitung der Bodentruppen des Ostblocks im Falle eines Angriffs auf den Westen und viele andere Themen. So wurde auch bekannt, dass die Sowjets ihrerseits von Potsdam aus ein Kabel abh\u00f6rten, das die USA zur Kommunikation benutzten.<\/p>\n<p>Der KGB wartete auf eine \u201eg\u00fcnstige\u201c Gelegenheit<\/p>\n<p>Allerdings sollten aus dem Leck nat\u00fcrlich nicht endlos Informationen an die Gegenseite im Kalten Krieg gesp\u00fclt werden. Also wartete der KGB auf eine \u201eg\u00fcnstige\u201c Gelegenheit, um den Stollen vermeintlich \u201ezuf\u00e4llig\u201c zu entdecken und das dann propagandistisch zu nutzen. Sie ergab sich am 16. April 1956: Nach heftigen Regenf\u00e4llen in der Region Berlin liefen viele Sch\u00e4chte mit Telefon- und Telegrafenkabeln voll. Vom 17. bis zum 22. April waren zwei der drei angezapften Fernkabel zeitweise au\u00dfer Betrieb; die Abh\u00f6rspezialisten der CIA registrierten, dass sowjetische Nachrichtensoldaten und ostdeutsche Posttechniker versuchten, die Verbindungen wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Genau um 0.50 Uhr am 22. April bemerkte der Beobachtungsposten auf der Radarstation, dass auf der Sch\u00f6nefelder Chaussee im Abstand von je einem Meter gegraben wurde. Gegen zwei Uhr morgens stie\u00df man auf die Anzapfkammer, in der sicherheitshalber ein Mikrofon installiert war. Um 2.10 Uhr waren russische Stimmen zu h\u00f6ren: Die Sowjets hatten den Tunnel entdeckt.<\/p>\n<p>Ganz nebenbei entlarvt Mitautor M\u00fcller-Enbergs den im vereinigten Deutschland jahrelang hofierten Ex-Stasigeneral Markus Wolf posthum als L\u00fcgner. Dessen verschiedene, stets dramatische Geschichten \u00fcber die angebliche Entdeckung des Tunnels sind das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wurden. Leider fehlt weiterhin eine seri\u00f6se Biografie dieses begnadeten Selbstdarstellers und DDR-Verteidigers.<\/p>\n<p>Kaum weniger spannend als Bau und Nutzung des Tunnels ist, was nach seiner Entdeckung daraus wurde. Etwa drei Monate dauerte die Propagandakampagne von Sowjets und SED, dann verloren beide das Interesse an dem Coup und zerst\u00f6rten die R\u00f6hre auf ihrer Seite der Grenze; Blechteile der Abst\u00fctzung wurden auf einem Truppen\u00fcbungsplatz der NVA weiterverwendet, wo sie 2012 wieder auftauchten. Auf West-Berliner Seite verlangte das Bezirksamt Neuk\u00f6lln von mehreren Eigent\u00fcmern des Grundst\u00fccks nacheinander, die Reste der R\u00f6hre auf eigene Kosten beseitigen zu lassen \u2013 weil keine Baugenehmigung vorgelegen hatte. Gl\u00fccklicherweise geschah nichts, und so konnten nach dem Fall der Mauer unter dem ehemaligen Todesstreifen zwei Reste der R\u00f6hre geborgen werden.<\/p>\n<p>Mit der Ver\u00f6ffentlichung der bislang unbekannten Dokumentation f\u00fcr DDR-Innenminister Maron und den kenntnisreichen Aufs\u00e4tzen von Helmut M\u00fcller-Enbergs und Dietmar Arnold d\u00fcrfte die Erforschung der \u201eOperation Gold\u201c vollendet sein. Die CIA war \u00fcbrigens mit der sowjetischen Propaganda gar nicht unzufrieden: Zwar ging die teure Aktion nicht mehr weiter, aber daf\u00fcr konnte man dem Kongress in allen Details zeigen, wof\u00fcr das viele Geld f\u00fcr den Geheimdienst ausgegeben wurde. So gesehen war der Spionagetunnel erfolgreich gescheitert.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/sven-felix-kellerhoff\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/sven-felix-kellerhoff\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Sven Felix Kellerhoff <\/b><\/a><b>ist Leitender Redakteur bei WELTGeschichte. Zu seinen Themenschwerpunkten z\u00e4hlen der Nationalsozialismus, die SED-Diktatur, linker und rechter Terrorismus sowie Verschw\u00f6rungstheorien.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 22. 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