{"id":957014,"date":"2026-04-19T08:36:24","date_gmt":"2026-04-19T08:36:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/957014\/"},"modified":"2026-04-19T08:36:24","modified_gmt":"2026-04-19T08:36:24","slug":"bosch-streicht-zehntausende-jobs-wie-der-weltgroesste-autozulieferer-in-seine-tiefste-krise-stuerzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/957014\/","title":{"rendered":"Bosch streicht Zehntausende Jobs: Wie der weltgr\u00f6\u00dfte Autozulieferer in seine tiefste Krise st\u00fcrzte"},"content":{"rendered":"<p>Bosch streicht Zehntausende JobsWie der weltgr\u00f6\u00dfte Autozulieferer in seine tiefste Krise st\u00fcrzte <\/p>\n<p>19.04.2026, 09:26 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:08 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/wetzlar-hesse-germany-17-01-2020-bosch-factory-sign-in-wetzlar-germany.webp\" alt=\"wetzlar-hesse-germany-17-01-2020-bosch-factory-sign-in-wetzlar-germany\"\/>Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig. Soll hei\u00dfen: Der Konzern kann im Vergleich zur Konkurrenz nicht mithalten. TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Mit harten Einschnitten versucht der Traditionskonzern Bosch, aus der Krise zu kommen. Doch zun\u00e4chst rei\u00dft das Sanierungsprogramm ein Milliardenloch in die Bilanz. Der Wandel in der Autoindustrie ist nicht die einzige Baustelle des Konzerns. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr den Technologiekonzern Bosch war 2025 ein \u00e4u\u00dferst schwieriges Jahr. Die schw\u00e4chelnde Weltwirtschaft schlug mit Wucht auf alle Gesch\u00e4ftsbereiche der Schwaben durch. Und die Sparma\u00dfnahmen des Managements dr\u00fccken den Gewinn deutlich. Denn bevor der Abbau Tausender Stellen Wirkung zeigt, kostet er erst einmal Milliarden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im vergangenen Jahr machten die Schwaben einen Nachsteuerverlust von 363 Millionen Euro, wie aus dem Gesch\u00e4ftsbericht hervorgeht. 2024 hatte sich der Gewinn unter dem Strich bei dem Stiftungsunternehmen im Vorjahresvergleich bereits halbiert, aber immerhin noch bei rund 1,3 Milliarden Euro gelegen. Zuletzt Verlust gemeldet hatte Bosch demnach im Krisenjahr 2009.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein wesentlicher Grund f\u00fcr den Einbruch sind die Kosten f\u00fcr den Stellenabbau. Diese h\u00e4tten das Ergebnis mit 2,7 Milliarden Euro belastet, ma\u00dfgeblich in Form von hohen R\u00fcckstellungen. Au\u00dferdem wirkten auch Wechselkurseffekte, hohe Kosten, zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle und Steuereffekte belastend. Der Umsatz stieg 2025 im Vergleich zu 2024 leicht auf 91,0 Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die wirtschaftliche Realit\u00e4t spiegelt sich auch in unseren Ergebnissen wider. 2025 war ein schwieriges, teils auch schmerzhaftes Jahr f\u00fcr Bosch&#8220;, sagte Bosch-Chef Stefan Hartung bereits im Januar. Die selbstgesteckten Umsatz- und Gewinnziele habe man nicht erreicht. Aber woran lag das? Ein \u00dcberblick.<\/p>\n<p>Weltlage und &#8222;mangelnde Wettbewerbsf\u00e4higkeit&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Herausforderungen, die Bosch auf der ganz gro\u00dfen B\u00fchne besch\u00e4ftigt, sind nicht neu: Die Weltkonjunktur schw\u00e4chelt, die geopolitische Lage ist nach wie vor unsicher. Hinzugekommen sind 2025 unter anderem die US-Z\u00f6lle. Auch die Konkurrenz, gerade durch chinesische Anbieter, hat sich erheblich versch\u00e4rft. Und das nicht nur in der Automobilindustrie, die ohnehin weniger produziert als noch vor ein paar Jahren. In diesem Jahr d\u00fcrften au\u00dferdem die Folgen des Iran-Kriegs hinzukommen und das Unternehmen belasten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig. Soll hei\u00dfen: Der Konzern kann im Vergleich zur Konkurrenz nicht mithalten. Der Anspruch ist aber ein anderer. In den wesentlichen M\u00e4rkten will Bosch zu den drei f\u00fchrenden Anbietern geh\u00f6ren. Das erfordert Hartung zufolge vor allem niedrigere Kosten und nachfrageorientierte Kapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Stellenabbau kostet Milliarden<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Um das Ruder herumzurei\u00dfen, m\u00fcssen die Schwaben deutlich sparen. Allein im Zulieferbereich geht es um Milliarden. &#8222;Wir arbeiten hart an unseren Sach- und Materialkosten, wir setzen KI noch intensiver ein, um unsere Produktivit\u00e4t zu erh\u00f6hen, und wir w\u00e4gen jede Investition noch sorgf\u00e4ltiger ab&#8220;, sagte Hartung zu Jahresbeginn. Um Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Investitionskraft dauerhaft zu sichern, m\u00fcsse man die Organisation aber auch deutlich verschlanken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das hei\u00dft: Es muss am Personal gespart werden. Allein im Zulieferbereich will Bosch in den kommenden Jahren rund 22.000 Stellen streichen. Au\u00dferdem gibt es Abbaupl\u00e4ne in anderen Bereichen, unter anderem bei der Hausger\u00e4tetochter BSH und der Sparte f\u00fcr Elektrowerkzeuge. Um langfristig beim Personal sparen zu k\u00f6nnen, muss Bosch richtig tief in die Tasche greifen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ende 2025 besch\u00e4ftigte die Gruppe rund 412.774 Menschen auf der ganzen Welt &#8211; 5.085 weniger als ein Jahr zuvor. Dabei zeigte sich eine Verschiebung von Europa in andere Weltregionen. \u00dcberproportional von der Entwicklung betroffen war Deutschland, wo knapp 30 Prozent der Besch\u00e4ftigten arbeiten. Insgesamt waren es hier zuletzt 122.968 Menschen &#8211; und damit 6.681 oder gut f\u00fcnf Prozent weniger als zum Ende des Vorjahres.<\/p>\n<p>Zukunftsprojekte werfen (noch) wenig ab<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bosch investiert seit Jahren Milliarden in die Zukunft. E-Mobilit\u00e4t, Software f\u00fcr das automatisierte Fahren, Wasserstoff, W\u00e4rmepumpen, bestimmte Chips &#8211; in all diesen Bereichen wollen die Schwaben k\u00fcnftig gut aufgestellt sein und Geld verdienen. Bisher geht die Rechnung aber nicht auf. Die Zukunftsfelder m\u00fcssen nach wie vor erheblich vorfinanziert werden. &#8222;Das zehrt an den Ertr\u00e4gen, zumal die Durststrecke mit der verz\u00f6gerten Marktdurchdringung neuer Technologien l\u00e4nger ist als urspr\u00fcnglich erwartet&#8220;, sagte Finanzchef Markus Forschner im Januar.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bosch hat also zahlreiche innovative Produkte im Schaufenster stehen. Aber es greifen weniger Kunden zu als urspr\u00fcnglich erwartet. Dazu geh\u00f6ren Produkte und Komponenten f\u00fcr Elektroautos. Es gibt aber auch andere Beispiele: Bereits seit l\u00e4ngerem haben die Schwaben einen pr\u00e4mierten Brennstoffzellen-Antrieb f\u00fcr Lastwagen im Angebot. Die Nachfrage ist nach der Pleite des Hauptkunden aber \u00fcberschaubar. Bis sich das System auszahlt, d\u00fcrften Jahre vergehen.<\/p>\n<p>Kauflaune der Menschen ist im Keller<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bosch ist nicht nur der weltgr\u00f6\u00dfte Autozulieferer. Die Produkte des Konzerns finden sich auch in zahlreichen Haushalten. Viele Menschen halten wegen der mauen Wirtschaftslage ihr Geld aktuell aber lieber zusammen. K\u00fchlschr\u00e4nke, Back\u00f6fen, Waschmaschinen, Elektrowerkzeuge und Gartenger\u00e4te verkauften sich zuletzt schlechter. Die Konsumg\u00fcterindustrie sei von einer andauernden Marktschw\u00e4che gepr\u00e4gt. Nur in diesem Bereich ging der Umsatz 2025 zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wenn doch geshoppt wird, dann oft g\u00fcnstiger &#8211; und bei Anbietern aus Fernost. Gerade in Deutschland k\u00f6nne man zum Beispiel beobachten, dass weniger und preiswertere K\u00fcchen gekauft werden, sagte Hartung. Mit sp\u00fcrbaren Folgen f\u00fcr die Hausger\u00e4tetochter BSH, deren deutsche Werke nicht ausgelastet sind.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zu BSH geh\u00f6ren die Handelsmarken Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau. Mit fast identischen Problemen hat auch die Elektrowerkzeug-Sparte zu k\u00e4mpfen. Die Folge sind auch dort Werksschlie\u00dfungen in Deutschland, Stellenabbau und eine Verlagerung der Produktion ins Ausland.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de,  Julian Weber, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bosch streicht Zehntausende JobsWie der weltgr\u00f6\u00dfte Autozulieferer in seine tiefste Krise st\u00fcrzte 19.04.2026, 09:26 Uhr Artikel anh\u00f6ren(07:08 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":957015,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[371,2909,175,170,169,29,30,186871,208129,171,174,19726,173,172,55],"class_list":["post-957014","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-autoindustrie","tag-bosch","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-germany","tag-iran-krieg","tag-konzernumbau","tag-markets","tag-maerkte","tag-stellenabbau","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116430464177362155","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/957014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=957014"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/957014\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/957015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=957014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=957014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=957014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}