{"id":957238,"date":"2026-04-19T10:51:30","date_gmt":"2026-04-19T10:51:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/957238\/"},"modified":"2026-04-19T10:51:30","modified_gmt":"2026-04-19T10:51:30","slug":"wusste-nicht-ob-ich-je-wieder-tanzen-kann-taenzerin-aus-china-lebt-in-dresden-ihren-traum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/957238\/","title":{"rendered":"&#8222;Wusste nicht, ob ich je wieder tanzen kann&#8220; &#8211; T\u00e4nzerin aus China lebt in Dresden ihren Traum"},"content":{"rendered":"<p>Vor sechs Jahren von Peking nach Dresden<\/p>\n<p class=\"text\">\nVor sechs Jahren trifft sie eine gro\u00dfe Entscheidung: Sie will an einen Ort, der f\u00fcr zeitgen\u00f6ssischen Tanz steht. Also zieht sie aus Peking nach Deutschland. Die Wuppertaler T\u00e4nzerin Pina Bausch hatte ihr Interesse f\u00fcr Deutschland geweckt. Doch Guis Weg f\u00fchrte nicht nach Wuppertal, sondern nach Dresden, <a href=\"https:\/\/www.ardsounds.de\/episode\/urn:ard:episode:09b943af9830717e\/\" title=\"palucca\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;648f6954-80c2-4949-ae1e-741e0cc314c5&#039;,&#039;type&#039;:&#039;ard&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;palucca&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ebenfalls wegen einer ber\u00fchmten deutschen T\u00e4nzerin.<\/a> Denn in Dresden studierte sie Choreografie an der Gret Palucca Hochschule.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDoch der Neuanfang in Deutschland hatte es in sich. Die Corona-Pandemie hatte gerade begonnen und l\u00e4hmte die Kulturszene. Doch Yuexuan Gui hatte noch eine andere schwere Last zu tragen: W\u00e4hrend ihres Studiums in China hatte sie zwei Knie-Operationen durchstehen m\u00fcssen und die Genesung zog sich hin. &#8222;Ich wusste nicht, ob ich jemals wieder tanzen kann.&#8220;\n<\/p>\n<p>Internationale Tanzstadt Dresden<\/p>\n<p class=\"text\">\n<a name=\"Trotz\">Trotz<\/a> aller Widrigkeiten, sie hat es geschafft. 2022 bekommt sie den ersten Job als T\u00e4nzerin. <a name=\"Mittlerweile\">Mittlerweile<\/a> ist Dresden zur neuen Tanzheimat f\u00fcr Yuexuan Gui geworden. &#8222;Dresden ist ein Ort, an dem es wirklich viel Tanz gibt.&#8220; Ein Ort der M\u00f6glichkeiten, den sie nutzt, um als T\u00e4nzerin und Choreografin Stile zu mischen und sich mit verschiedenen K\u00fcnstlern auszutauschen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n<a name=\"Guis\">Guis<\/a> Freude am Ausprobieren kommt auch gut an bei der Dresdner Tanz-Kompanie &#8222;Miller de Nobili&#8220;. 2025 erhielten die zwei Gr\u00fcnder Maria Chiara de&#8216; Nobili und Alexander Miller den Dresdner Kunstf\u00f6rderpreis. Das Duo hat bereits bei mehreren Produktionen mit der chinesischen T\u00e4nzerin zusammengearbeitet. &#8222;Sie ist direkt und sehr offen und sucht nach viel Austausch in unserer Arbeit. Und ihre k\u00f6rperliche Leistung ist krass!&#8220;\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Ihre k\u00f6rperliche Leistung ist krass!<\/p>\n<p>Alexander Miller<br \/>\nTanz-Company &#8222;Miller de Nobili&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Kulturszene klagt \u00fcber Finanzierungsl\u00fccken<\/p>\n<p class=\"text\">\n<a name=\"Doch\">Doch<\/a> die Arbeit in der Tanzszene stellt sie auch vor Herausforderungen. Die vergangene Produktion &#8222;Hype the Pain&#8220;, an der &#8222;Miller de Nobili&#8220; mit Yuexuan Gui zusammengearbeitet haben, musste in Teilen durch Crowdfunding finanziert werden. Alexander Miller sieht gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr Dresden, um als Tanzstadt zu wachsen, doch die aktuelle deutsche Kulturpolitik w\u00fcrde das erschweren. &#8222;Sehr viele K\u00fcnstler sind wirklich am K\u00e4mpfen. Und viele, die Arbeit finden, finden sie woanders.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch Yuexuan Gui kann sich nicht Dresden allein als Tanzort leisten. Im vergangenen Jahr war sie die H\u00e4lfte ihrer Zeit in ganz Deutschland und sogar dem Ausland unterwegs, um an Produktionen zu arbeiten. Es sei nicht einfach, seinen Lebensunterhalt mit Tanz zu verdienen. Umso mehr frustriert sie, dass es sehr schwer sei, einem Nebenjob nachzugehen. Als freiberufliche T\u00e4nzerin aus dem Ausland habe sie die Erfahrung gemacht, dass ihr Aufenthaltstitel das kaum m\u00f6glich macht.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Sehr viele K\u00fcnstler sind wirklich am K\u00e4mpfen. Und viele, die Arbeit finden, finden sie woanders.<\/p>\n<p>Alexander Miller<br \/>\nTanz-Company &#8222;Miller de Nobili&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Tanzen als Kulturgut der UNESCO<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;<a name=\"Dresden\">Dresden<\/a> ist eine Tanzstadt. Und der moderne Tanz ist als Kulturgut von UNESCO anerkannt. Da hat die Stadt auch eine Verantwortung&#8220;, sagt Professorin Katharina Christl, Rektorin der Palucca Hochschule. Auch sie nimmt wahr, dass die Dresdner Kunstszene finanziell zu k\u00e4mpfen hat. Das h\u00e4nge nat\u00fcrlich mit den K\u00fcrzungen von Kulturbudgets zusammen, aber auch die globale Wirtschaftslage beeinflusse die Tanzszene.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Der moderne Tanz ist als Kulturgut von UNESCO anerkannt. Da hat die Stadt auch eine Verantwortung.<\/p>\n<p>Prof. Katharina Christl<br \/>\nRektorin Palucca Hochschule <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nGerade in Dresden sieht sie aber noch einen anderen Aspekt. Beispielsweise <a href=\"https:\/\/automuseum-stuttgart.de\/mercedes-benz-traegt-mit-mehr-als-sechs-millionen-euro-zu-einer-lebendigen-kultur-in-stuttgart-bei\/\" title=\"Millionen\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;4c81426d-3a4d-4d25-adef-022826fcc612&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Millionen&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Stuttgart bek\u00e4me die Kulturszene mehr als sechs Millionen Euro<\/a> aus der privaten Autobranche. Das sei in Dresden ein bisschen anders. Die Dresdner Professorin ist dankbar, dass es auch in ihrer Stadt viel Unterst\u00fctzung aus der Privatwirtschaft gibt. Es g\u00e4be aber einfach nicht so gro\u00dfe Konzernstandorte.\n<\/p>\n<p>Tanzen trotz allem<\/p>\n<p class=\"text\">\nYuexuan Gui gibt die Hoffnung nicht auf. Sie mag die Idee, dass ein Niedergang auch zu einem Neuanfang werden kann. Eine Erfahrung, die sie selbst schon machen musste. Deshalb sei ihr Traum vom Tanzen auch mit 30 Jahren noch lange nicht zu Ende.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAktuell arbeitet sie an dem Projekt &#8222;Vision Danceable&#8220;, das sie Ende April im Societaetstheater pr\u00e4sentieren wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor sechs Jahren von Peking nach Dresden Vor sechs Jahren trifft sie eine gro\u00dfe Entscheidung: Sie will an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":957239,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[50873,3364,29,2386,30,189108,80,8345,81,14,208180,859,9768,208179,92145],"class_list":["post-957238","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-contemporary-dance","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-germany","tag-gret-palucca","tag-kultur","tag-kulturfoerderung","tag-mdr","tag-nachrichten","tag-palucca-hochschule","tag-sachsen","tag-tanzen","tag-tanzszene","tag-zeitgenoessischer-tanz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116430994595440503","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/957238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=957238"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/957238\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/957239"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=957238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=957238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=957238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}