{"id":957332,"date":"2026-04-19T11:50:20","date_gmt":"2026-04-19T11:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/957332\/"},"modified":"2026-04-19T11:50:20","modified_gmt":"2026-04-19T11:50:20","slug":"historie-spannende-geschichten-aus-hochzoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/957332\/","title":{"rendered":"Historie: Spannende Geschichten aus Hochzoll"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/ort\/hochzoll\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Hochzoll<\/a> hat eine kurze, aber spannende Geschichte. Als Dorf und dann als Stadtteil existiert es erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Aktionsgemeinschaft Hochzoll (AGH) will jetzt die Geschichte des Stadtteils erlebbar machen. Dazu hat sie begonnen, gemeinsam mit dem Hochzoller Historiker Alfred Hausmann gro\u00dfe Infostelen zu entwerfen und an geschichtstr\u00e4chtigen Orten aufzustellen. Die beiden ersten Stelen dieses Projekts sind jetzt der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert worden. Sie kn\u00fcpfen an ein \u00e4lteres Projekt an, von dem es bereits drei Tafeln im Stadtteil gibt.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sta54793.jpg\" alt=\"Was heute ein Caf\u00e9 ist, war einmal die erste Schule, in der evangelische und katholische Kinder gemeinsam unterrichtet wurden. Die Stele erz\u00e4hlt die Geschichte.\" title=\"Was heute ein Caf\u00e9 ist, war einmal die erste Schule, in der evangelische und katholische Kinder gemeinsam unterrichtet wurden. Die Stele erz\u00e4hlt die Geschichte.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Was heute ein Caf\u00e9 ist, war einmal die erste Schule, in der evangelische und katholische Kinder gemeinsam unterrichtet wurden. Die Stele erz\u00e4hlt die Geschichte.<br \/>\n    Foto: Anna Kondratenko<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Was heute ein Caf\u00e9 ist, war einmal die erste Schule, in der evangelische und katholische Kinder gemeinsam unterrichtet wurden. Die Stele erz\u00e4hlt die Geschichte.<br \/>\n    Foto: Anna Kondratenko<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine der neuen Infotafeln steht an der Endhaltestelle der Stra\u00dfenbahnlinie 1 an der Grenze zwischen Hochzoll und <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/themen\/lechhausen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Lechhausen<\/a>. Man blickt von hier aus auf die Gel\u00e4nde der Sporterveine DJK und TSG Hochzoll. \u201eIch bin in Hochzoll aufgewachsen, habe aber erst vor Kurzem erfahren, dass dort im Zweiten Weltkrieg ein Lager f\u00fcr Zwangsarbeit war\u201c, sagt AGH-Vorsitzende Carmen Wanner-Sturm. Das Schicksal der Menschen, die dort f\u00fcr die Nazis arbeiten mussten, sei eine wichtige Episode in der Geschichte des Stadtteils.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Stele greift dieses Kapitel auf. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs arbeiteten rund 12.000 ausl\u00e4ndische Zwangsarbeiter in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a>, viele von ihnen untergebracht in bewachten Barackenlagern am Stadtrand. In Hochzoll entstand ab 1942 an der Zugspitzstra\u00dfe das sogenannte Sammellager IV. Geplant war die Unterbringung von mehreren tausend Menschen, darunter sowjetische Kriegsgefangene und sogenannte Ostarbeiter. Tats\u00e4chlich lebten dort 1944 etwa 830 Menschen unter schlechten Bedingungen.\n  <\/p>\n<p>            Zwangsarbeiter aus dem Osten lebten in einem Lager in Hochzoll<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Von hier aus wurden die Zwangsarbeiter t\u00e4glich zu ihren Arbeitspl\u00e4tzen gef\u00fchrt, vor allem in Betriebe der R\u00fcstungsindustrie auf der anderen Lechseite. Die Stele zeigt zudem historische Pl\u00e4ne und Luftbilder des Lagers und macht sichtbar, dass weniger gebaut wurde als urspr\u00fcnglich vorgesehen. Sie ordnet das Lager damit in die lokale Topografie ein und erinnert an ein lange wenig bekanntes Kapitel der Stadtteilgeschichte.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Entstehungsgeschichte von Hochzoll ist die zweite Stele gewidmet. Sie steht vor der \u201eAlten Schule\u201c, in die mittlerweile ein Jugendcaf\u00e9 eingezogen ist und zeichnet den Weg vom Dorf zum heutigen Stadtteil nach.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Seit 1903 tr\u00e4gt Hochzoll seinen Namen. Zuvor war das Gebiet ein Dorf, das 1818 aus vier Streusiedlungen gebildet wurde,<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/lebensqualitaet-und-vielfalt-in-hochzoll-so-lebt-der-stadtteil-zwischen-verkehr-und-erholung-110192916\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> die entlang der Friedberger Stra\u00dfe lagen<\/a>. Diese entwickelte sich fr\u00fch zum Zentrum mit Schule, Gastst\u00e4tten und Kirchen, von denen bis heute nur noch wenige historische Geb\u00e4ude erhalten sind. Hochzoll geht auf die Zollstation an der Lechbr\u00fccke zur\u00fcck, die damals von gro\u00dfer Bedeutung war.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Stele zeigt auch die Bedeutung der Friedberger Stra\u00dfe als Verkehrsachse. Ihre Urspr\u00fcnge reichen bis in die R\u00f6merzeit zur\u00fcck, im Mittelalter war sie Teil wichtiger Verbindungen etwa Richtung M\u00fcnchen und diente auch dem Salzhandel. Selbst Viehtriebe nutzten den Weg zur Lechbr\u00fccke.\n  <\/p>\n<p>            Bereits 1875 wurde in Hochzoll eine Schule errichtet<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau der Infrastruktur: Bereits 1875 wurde an der Stra\u00dfe eine Schule errichtet. Es war die erste Schule, in der evangelische und katholische Kinder gemeinsam unterrichtet wurden und damit ein Novum in dieser Zeit. Sp\u00e4ter kamen Kirchen wie St. Matth\u00e4us und Heilig Geist hinzu. Historische Fotos und Karten auf der Stele verdeutlichen, wie sich Hochzoll entlang dieser Achse entwickelte \u2013 vom l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Ort <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/was-bekommt-man-fuer-2-4-millionen-euro-zum-beispiel-diese-luxusvilla-113942882\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">hin zum heutigen Stadtteil<\/a>.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Laufe der Zeit sollen noch weitere Stelen hinzukommen, sagt Richard Metz, der f\u00fcr das Projekt der AGH verantwortlich ist. So wolle man unter anderem am Hochzoller Bahnhof \u00fcber das Schicksal j\u00fcdischer Frauen auf dem Bahntransport berichten, werde eine Stele am ehemaligen Kino des Stadtteils aufstellen und und auch das Gasthaus Goldener Stern an der Afra-Br\u00fccke w\u00fcrdigen. Geplant ist, jedes Jahr mindestens eine der Infotafeln mit den geschichtstr\u00e4chtigen Informationen aufzustellen. Alle Infostelen werden einen QR-Code haben, mit dem man den Text noch einmal nachlesen und weitere Informationen finden kann, so Metz.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In Hochzoll gab es schon vor dem Projekt der AGH einzelne Infotafeln zur Stadteilgeschichte. So behandelt eine Tafel vor dem Rudolf Diesel Gymnasium das Leben des ber\u00fchmten Augsburger Erfinders und Ingenieurs. Eine weitere Tafel steht an  der Einm\u00fcndung zur Oberl\u00e4nderstra\u00dfe und erz\u00e4hlt die Geschichte der Rettung der Afra-Br\u00fccke vor der Sprengung durch die SS. Auch die namensgebende Grenzstation, die schon im 19. Jahrhundert abgebrochen wurde, wurde auf einer Stele verewigt.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Fridtjof Atterdal<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    86163 Hochzoll<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Stadtteil<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hochzoll hat eine kurze, aber spannende Geschichte. 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