{"id":958918,"date":"2026-04-20T04:33:51","date_gmt":"2026-04-20T04:33:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/958918\/"},"modified":"2026-04-20T04:33:51","modified_gmt":"2026-04-20T04:33:51","slug":"kiel-fuer-bewerbung-als-olympischer-segelstandort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/958918\/","title":{"rendered":"Kiel f\u00fcr Bewerbung als olympischer Segelstandort"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von Kiel haben sich f\u00fcr eine Olympiabewerbung der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt entschieden. Bei dem B\u00fcrgerentscheid votierten 63,5 Prozent der Stimmberechtigten daf\u00fcr, dass sich die Stadt f\u00fcr k\u00fcnftige Spiele in Deutschland als Segelstandort empfiehlt \u2013 sei es 2036, 2040 oder 2044.<\/p>\n<p>Die Wahlbeteiligung lag bei dem Entscheid bei 29,1 Prozent. Die Entscheidung \u00fcber den deutschen Bewerber soll auf einer au\u00dferordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September getroffen werden.<\/p>\n<p>\u00abDieses Ergebnis ist ein starkes Zeichen und gibt uns ganz viel Power und R\u00fcckenwind\u00bb, sagte Kiels scheidender Oberb\u00fcrgermeister Ulf K\u00e4mpfer, der im n\u00e4chsten Jahr als Spitzenkandidat der SPD in den Landtagswahlkampf geht: \u00abHeute ist nur ein Zwischenschritt. Wir m\u00fcssen uns schon noch in den kommenden Wochen und Monaten richtig ins Zeug legen, damit der B\u00fcrgerentscheid etwas gebracht hat.\u00bb<\/p>\n<p>Hamburgs B\u00fcrgermeister: \u00abStarkes Signal\u00bb<\/p>\n<p>Landtagspr\u00e4sidentin Kristina Herbst (CDU) erg\u00e4nzte: \u00abDas klare Votum der Kielerinnen und Kieler f\u00fcr Olympia in unserer Landeshauptstadt ist ein starkes Signal f\u00fcr Zusammenhalt, Engagement und die Sportbegeisterung in unserem Land.\u00bb<\/p>\n<p>Hamburgs B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD) sprach von einem \u00abstarken Signal im Wettbewerb der Regionen um die bedeutendste Sportveranstaltung der Welt\u00bb. Er setzt \u00abauf ein ebenso positives Ergebnis im Referendum am 31. Mai in Hamburg\u00bb.<\/p>\n<p>Kritik \u00e4u\u00dferte erneut der Kreisverband Kiel der Linken: \u00abDer gr\u00fcn-roten Rathauskooperation ist es nicht gelungen, eine \u00fcberzeugend gro\u00dfe Mehrheit f\u00fcr Olympia zu begeistern und ihr selbst gestecktes Ziel von 70 Prozent Zustimmung zu erreichen.\u00bb<\/p>\n<p>Neben Berlin bem\u00fchen sich Hamburg, M\u00fcnchen und die Region Rhein-Ruhr, der deutsche Kandidat zu werden. Nationaler Konkurrent von Kiel als Standort f\u00fcr olympische Segelregatten ist Rostock-Warnem\u00fcnde.<\/p>\n<p>Hamburg hat sich bereits f\u00fcr Kiel ausgesprochen. Sollte Berlin zum Hauptaustragungsort gew\u00e4hlt werden, will die Bundeshauptstadt die Segelwettbewerbe in Mecklenburg-Vorpommern austragen lassen.<\/p>\n<p>In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel fanden die Segelwettbewerbe bereits bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin und 1972 in M\u00fcnchen statt.<\/p>\n<p>G\u00fcnther sieht St\u00e4rkung f\u00fcr Tourismus und Wirtschaft<\/p>\n<p>Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) betonte vor dem Referendum, dass er in einer Austragung der Wettk\u00e4mpfe einen \u00abriesigen Gewinn\u00bb f\u00fcr das Land sieht. So w\u00fcrden die Olympischen Spiele Tourismus und Wirtschaft im Norden st\u00e4rken.<\/p>\n<p>\u00abUnser Vorteil mit dem Standpunkt Kiel ist, dass hier schon sehr viel Know-how, Logistik und Infrastruktur f\u00fcr die Ausrichtung gro\u00dfer Sportereignisse und Volksfeste vorhanden sind\u00bb, sagte G\u00fcnther. Das olympische Konzept der Stadt stelle au\u00dferdem sicher, dass alles, was f\u00fcr Olympia neu entsteht, langfristig der Bev\u00f6lkerung zugutekommt.<\/p>\n<p>Olympia kann Entwicklung Kiels vorantreiben<\/p>\n<p>Kiels k\u00fcnftiger Oberb\u00fcrgermeister, Samet Yilmaz, misst der Olympiabewerbung zudem strategische Bedeutung bei. Sie k\u00f6nne den Ausbau von Infrastruktur, Mobilit\u00e4t und Stadtentwicklung vorantreiben. \u00abDurch zus\u00e4tzliche Mittel von Bund und Land lassen sich Projekte, die ohnehin geplant sind, schneller und besser umsetzen, ohne den st\u00e4dtischen Haushalt allein zu belasten\u00bb, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker.<\/p>\n<p>Ein Blick auf die vergangene Olympia-Austragung im Jahr 1972 zeige, was m\u00f6glich ist: \u00abDamals hat der Bund den Gro\u00dfteil der Kosten \u00fcbernommen und Infrastruktur geschaffen, von der Kiel bis heute profitiert\u00bb, erkl\u00e4rte Yilmaz. Olympia d\u00fcrfe kein Selbstzweck sein, sondern m\u00fcsse den Alltag der Menschen sp\u00fcrbar verbessern. Yilmaz tritt sein Amt am 21. April an und l\u00f6st damit Oberb\u00fcrgermeister Ulf K\u00e4mpfer (SPD) ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von Kiel haben sich f\u00fcr eine Olympiabewerbung der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt entschieden. 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