{"id":960758,"date":"2026-04-20T23:16:15","date_gmt":"2026-04-20T23:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/960758\/"},"modified":"2026-04-20T23:16:15","modified_gmt":"2026-04-20T23:16:15","slug":"olympia-referendum-in-hamburg-alle-fragen-und-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/960758\/","title":{"rendered":"Olympia-Referendum in Hamburg: Alle Fragen und Antworten"},"content":{"rendered":"<p>Am 31. Mai 2026 entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Referendum, ob die Stadt offiziell am Bewerbungsverfahren f\u00fcr die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 teilnimmt. Auf dem Wahlzettel steht der folgende Satz: &#8222;Ich bin daf\u00fcr, dass sich der Deutsche Olympische Sportbund mit der Freien und Hansestadt Hamburg als Austragungsort um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele f\u00fcr die Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewirbt&#8220;. Dar\u00fcber k\u00f6nnen die Hamburgerinnen und Hamburger mit &#8222;Ja&#8220; oder &#8222;Nein&#8220; votieren.<\/p>\n<p>Das Olympia-Referendum ist erfolgreich, wenn mehr Hamburgerinnen und Hamburger mit &#8222;Ja&#8220; stimmen als mit &#8222;Nein&#8220;. Zudem braucht es eine ausreichend hohe Wahlbeteiligung. Mindestens ein F\u00fcnftel der Wahlberechtigten muss sich f\u00fcr die Olympia-Bewerbung aussprechen. Dabei wird die Zahl der Wahlberechtigten der vorangegangenen B\u00fcrgerschaftswahl zugrunde gelegt: 1.313.043 (Quelle: Statistikamt Nord). Entsprechend braucht es mindestens 262.609 Ja-Stimmen. <\/p>\n<p>Die Ausz\u00e4hlung kann am 31. Mai live bei NDR.de, im NDR Fernsehen und NDR H\u00f6rfunk verfolgt werden. Das Statistikamt Nord will gegen 18.30 Uhr die ersten Ergebnisse pr\u00e4sentieren. Nach der vollst\u00e4ndigen Ausz\u00e4hlung verk\u00fcndet der Landeswahlleiter das vorl\u00e4ufige Endergebnis. Das amtliche Endergebnis des Olympia-Referendums liegt sp\u00e4testens am 25. Juni vor.<\/p>\n<p>Wie bei der B\u00fcrgerschaftswahl sind alle Einwohner und Einwohnerinnen Hamburgs mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit stimmberechtigt, die am 31. Mai mindestens 16 Jahre alt sind und zudem seit mindestens drei Monaten in Hamburg leben. <\/p>\n<p>Das Olympia-Referendum ist vorrangig eine Briefwahl. Ende April werden die Abstimmungsbenachrichtigungen bereits inklusive der Briefwahlunterlagen an alle Stimmberechtigten verschickt. Die Briefwahlunterlagen m\u00fcssen also nicht gesondert beantragt werden. Eine Wahl ist aber auch am Tag selbst in sogenannten Abstimmungsstellen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Vergleichbar der Wahlbezirke ist Hamburg f\u00fcr das Olympiareferendum in 178 Abstimmbezirke eingeteilt. In jedem Abstimmbezirk wird es eine Abstimmungsstelle geben. Diese sind in den Abstimmungsbenachrichtigungen, die im April verschickt werden, einsehbar. Anders als bei Wahlen kann man sich die Abstimmungsstelle frei aussuchen. So kann beispielsweise ein Stimmberechtigter aus Eimsb\u00fcttel auch in Altona oder Bergedorf abstimmen.<\/p>\n<p>Am 26. September stimmt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf einer Mitgliederversammlung in Baden-Baden \u00fcber den deutschen Olympia-Kandidaten ab. Neben Hamburg gibt es auch Initiativen in Berlin, M\u00fcnchen und der Region Rhein-Ruhr. Die beteiligten Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben ebenfalls ein Referendum vor sich (19. April). In Berlin stimmt noch das Abgeordnetenhaus \u00fcber eine Bewerbung f\u00fcr die Sommerspiele ab. In M\u00fcnchen gab es bereits ein erfolgreiches Referendum: 66,4 Prozent stimmten mit &#8222;Ja&#8220;. Der DOSB geht davon aus, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) fr\u00fchestens 2027 eine Entscheidung \u00fcber die Vergabe der Spiele f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat eine Evaluierungskommission eingesetzt, die die deutschen Bewerber anhand einer sogenannten Bewertungsmatrix beurteilen wird. Dabei werden in verschiedenen Kategorien Punkte vergeben. Eine Kategorie ist dabei das Ergebnis eines Referendums. Je h\u00f6her die Zustimmung, desto mehr Punkte gibt es.<\/p>\n<p>Hamburg wirbt bei seiner Olympia-Kandidatur vor allem mit Spielen der kurzen Wege und mit Nachhaltigkeit. Der HSV soll auch ohne Olympia-Zuschlag eine neue Arena bekommen, die deutlich mehr Zuschauer als das Volksparkstadion fassen soll und bei den Spielen als Leichtathletik-Stadion genutzt werden k\u00f6nnte. Das Olympische Dorf soll in Altona entstehen und danach als ohnehin geplante <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Science-City-Bahrenfeld-Erst-Wohnungsbau-dann-S-Bahnanbindung,sciencecity124.html\" title=\"Science City Bahrenfeld: Erst Wohnungsbau, dann S-Bahnanbindung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Science City&#8220;<\/a> sowie Wohnraum genutzt werden. <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/sport\/mehr_sport\/olympia-bewerbung-so-realistisch-ist-hamburger-konzept-wirklich,olympia-426.html\" title=\"Olympia-Bewerbung - So realistisch ist das Hamburger Konzept wirklich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eine Einordnung wie realistisch das Hamburger Konzept ist, finden Sie hier<\/a>.<\/p>\n<p>Der Hamburger Senat hat gemeinsam mit externen Finanzgutachtern am 11. M\u00e4rz das<a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/politik-und-verwaltung\/aktuelles\/hamburg-legt-finanzkonzept-fuer-olympische-und-paralympische-spiele-vor--1155198\" title=\"Hamburg legt Finanzkonzept f\u00fcr Olympische Spiele vor\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> finanzielle Rahmenkonzept f\u00fcr die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele vorgestellt<\/a>. Den gr\u00f6\u00dften Teil der Kosten machen demnach die Organisations- und Durchf\u00fchrungskosten aus. Zum sogenannten Durchf\u00fchrungsbudget geh\u00f6ren s\u00e4mtliche Ausgaben f\u00fcr die direkte Organisation und Durchf\u00fchrung der Wettk\u00e4mpfe. Kosten insbesondere f\u00fcr tempor\u00e4re Infrastruktur, Dienstleistungen, Personal, Technologie, Marketing und Kommunikation z\u00e4hlen dazu. Dieser Posten bel\u00e4uft sich der Kalkulation zufolge auf 4,8 Milliarden Euro. Dazu kommen Kosten in H\u00f6he von rund 1,3 Milliarden Euro, die der Senat als sogenanntes Investitionsbudget veranschlagt. Darin enthalten sind Ma\u00dfnahmen, die \u00fcber die eigentliche Durchf\u00fchrung der Spiele hinaus einen langfristigen Nutzen f\u00fcr die Stadt haben sollen. Dabei geht es unter anderem um den Umbau oder die Modernisierung von Sportst\u00e4tten sowie Infrastrukturma\u00dfnahmen im Bereich \u00d6ffentlicher Nahverkehr. Die geplanten Einnahmen der Veranstaltungen sollen 4,9 Milliarden Euro betragen. Sie setzen sich zusammen aus Beitr\u00e4gen des Internationalen Olympischen Komitees aus der internationalen Vermarktung (Medienrechte und weltweites Sponsorenprogramm) sowie nationalen Sponsoring-, Ticketing-, Hospitality- und Lizenzierungserl\u00f6sen. Die Linke kritisiert dagegen erhebliche finanzielle Risiken. Sie hatte in der B\u00fcrgerschaft <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/hamburg-linke-fordert-kosteneinschaetzung-fuer-olympische-spiele,olympiabewerbung-106.html\" title=\"Hamburg: Linke fordert Kosteneinsch\u00e4tzung f\u00fcr Olympische Spiele \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein Gutachten des Rechnungshofes beantragt<\/a>. Das wurde jedoch von einer Mehrheit abgelehnt.<\/p>\n<p>Kiel ist als Partnerstadt fester Bestandteil im Hamburger Olympiakonzept. Segeln, Handball und Rugby w\u00fcrden bei einer erfolgreichen Bewerbung Hamburgs in Kiel stattfinden. Bei dem B\u00fcrgerentscheid am 19. April <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/sport\/mehr_sport\/buergerentscheid-in-kiel-mehrheit-fuer-eine-olympia-bewerbung,olympia-618.html\" title=\"B\u00fcrgerentscheid in Kiel - Klare Mehrheit f\u00fcr eine Olympia-Bewerbung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">haben 63,5 Prozent der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger f\u00fcr eine Olympia-Bewerbung gestimmt<\/a>. Auch in den Konzepten M\u00fcnchens und der Rhein-Ruhr-Region sind die Segelwettbewerbe in der Kieler F\u00f6rde vorgesehen. Nur Berlin setzt beim Segeln auf <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/sport\/mehr_sport\/olympia-bewerbung-berlin-setzt-beim-segeln-auf-warnemuende,olympia-480.html\" title=\"Olympia-Bewerbung: Olympia-Bewerbung: Berlin setzt beim Segeln auf Warnem\u00fcnde\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rostock-Warnem\u00fcnde<\/a>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 31. 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