{"id":963152,"date":"2026-04-21T22:53:34","date_gmt":"2026-04-21T22:53:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/963152\/"},"modified":"2026-04-21T22:53:34","modified_gmt":"2026-04-21T22:53:34","slug":"schwedischer-geheimdienst-russlands-wirtschaft-stehe-vor-schock-oder-rezession","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/963152\/","title":{"rendered":"Schwedischer Geheimdienst: Russlands Wirtschaft stehe vor Schock oder Rezession"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbsp<b>Dimitri Kavalerov<\/b>\n<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            21\/04\/2026 &#8211; 21:00 MESZ\n            <\/p>\n<p>Moskau verf\u00e4lscht seit langem systematisch Wirtschaftsstatistiken, um ein Bild der Stabilit\u00e4t und Funktionalit\u00e4t abzugeben. Russland versucht so, den Westen im Allgemeinen und insbesondere die Verb\u00fcndeten der Ukraine davon zu \u00fcberzeugen, dass die russische Wirtschaft der Belastung durch Sanktionen und Milit\u00e4rausgaben standgehalten hat. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Dies erkl\u00e4rte Thomas Nilsson, der Leiter des schwedischen Milit\u00e4rgeheimdienstes, in einem Interview mit der <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/04a9d05d-2502-44d4-b7e0-041aaa4f83cd?syn-25a6b1a6=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Financial Times<\/a> (FT) unter Berufung auf die von seiner Beh\u00f6rde ermittelten Daten.<\/p>\n<p><strong>Inflation und Defizit: in der Realit\u00e4t h\u00f6her als auf dem Papier<\/strong><\/p>\n<p>Laut Nilsson liegt die reale Inflationsrate in Russland n\u00e4her am Leitzinssatz von 15 Prozent als an der offiziellen Sch\u00e4tzung der russischen Zentralbank von 5,86 Prozent.<\/p>\n<p>Schweden stimmt auf Grundlage dieser Daten mit der<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/02\/04\/bnd-analyse-russland-militaer-verteidigungshaushalt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> j\u00fcngsten Einsch\u00e4tzung des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND)<\/a> \u00fcberein, wonach Russland die H\u00f6he seines Haushaltsdefizits um etwa 30 Milliarden Dollar zu niedrig angibt.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Langfristige Rezession oder Schock&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>In dem Interview mit der FT sagte der Chef des schwedischen Milit\u00e4rgeheimdienstes, dass der russische Wirtschaftssektor durch den Anstieg der \u00d6lpreise im Zuge des Nahostkonflikts nicht gest\u00e4rkt worden sei. <\/p>\n<p>Er sch\u00e4tzte hingegen, dass ein Barrel russisches Ural ein Jahr lang 100 Dollar kosten m\u00fcsse, um das Haushaltsdefizit zu decken, und noch l\u00e4nger, um andere wirtschaftliche Probleme zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>&#8222;Die russische Wirtschaft kann nur eines von zwei Szenarien durchlaufen: eine langfristige Rezession oder einen Schock&#8220;, sagte Nilsson. &#8222;In beiden F\u00e4llen wird sie ihren Abw\u00e4rtstrend fortsetzen und in eine finanzielle Katastrophe st\u00fcrzen.&#8220;<\/p>\n<p>Ihm zufolge lebe Russland jetzt &#8222;in Schulden&#8220;. Stockholm hat demnach Finanzindikatoren registriert, die auf eine bevorstehende Bankenkrise hindeuten k\u00f6nnten. Nilsson erkl\u00e4rte jedoch nicht im Detail, um welche Indikatoren es sich handelt.<\/p>\n<p>Schweden setzt sich aktiv f\u00fcr die baldige Einf\u00fchrung des n\u00e4chsten Sanktionspakets gegen Russland ein. Eine Verschiebung auf diesem Weg <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/02\/23\/schwedens-aussenministerin-verzogerungen-russland-sanktionen-fehlschlag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bezeichnete <\/a>es zuvor als &#8222;ein Scheitern f\u00fcr Europa&#8220;.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Nicht alles ist so schrecklich&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Aber nicht jeder teile Schwedens Einsch\u00e4tzung des Zustands der russischen Wirtschaft, schreibt die Financial Times. <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/publications\/weo\/issues\/2026\/04\/14\/world-economic-outlook-april-2026?path=publications%25252Cweo%25252Cissues%25252C2026%25252C04%25252C14%25252Cworld-economic-outlook-april-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Internationale Berechnungen<\/a> stimmen weitgehend mit der Prognose der russischen Zentralbank \u00fcberein, wonach sich die Inflation bis Ende dieses Jahres auf etwa 5 Prozent verlangsamen wird. Der IWF geht in seinem Bericht vom April von 5,6 Prozent aus.<\/p>\n<p>Auf einer k\u00fcrzlich abgehaltenen <a href=\"http:\/\/kremlin.ru\/events\/president\/news\/79558\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Regierungssitzung zu wirtschaftlichen Fragen<\/a> r\u00e4umte auch Wladimir Putin die negative Dynamik ein. Er stellte fest, dass es sich um &#8222;allgemein erwartete Trends&#8220; handelt, und wies das Ministerkabinett an, diese zu \u00fcberwinden und das Wachstum anzukurbeln. <\/p>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident selbst brachte den Abschwung mit dem &#8222;Kalender, dem Wetter, den so genannten saisonalen Faktoren&#8220; der Winterperiode in Verbindung und bezog sich dabei auf die Meinung von Experten. Mit dem Vorbehalt, dass dies &#8222;bei weitem nicht nur&#8220; die &#8222;Gesch\u00e4fts- und Investitionst\u00e4tigkeit im Lande&#8220; bestimmt.<\/p>\n<p><strong>Nichts mit dem Krieg zu tun?<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem Beginn der gro\u00df angelegten russischen Invasion in der Ukraine, so sagen Kreml-unabh\u00e4ngige Experten, hat sich Moskau auf den milit\u00e4risch-industriellen Komplex verlassen und die zivile Wirtschaft effektiv geopfert. Gleichzeitig bringen weder Putin, noch die zust\u00e4ndigen Minister, noch die Wirtschaftsakteure in der \u00d6ffentlichkeit die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den Sanktionen in Verbindung und verweisen auf &#8222;makro\u00f6konomische&#8220; und &#8222;saisonale&#8220; Faktoren. <\/p>\n<p>Der Leiter des Ministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung, Maxim Reschetnikow, gab allerdings offen zu, dass die Ressourcen in der Wirtschaft &#8222;weitgehend ersch\u00f6pft&#8220; sind, w\u00e4hrend der leitende Direktor der Sberbank, Michail Matownikow, erkl\u00e4rte, dass sich die Wirtschaft &#8222;nicht nur verlangsamt, sondern bereits r\u00fcckl\u00e4ufig ist&#8220; und vor einer Welle von Kreditausf\u00e4llen warnte.<\/p>\n<p>Der schwedische Geheimdienstchef Nilsson prognostizierte seinerseits, dass Russland bei einer Stabilisierung der \u00d6lpreise und einem Waffenstillstand im Nahen Osten neue Schwierigkeiten bei der Finanzierung der K\u00e4mpfe in der Ukraine riskiere. Er wies darauf hin, dass das derzeitige Wirtschaftsmodell des Landes nicht in der Lage sei, den Verlust von Ausr\u00fcstung an der Front zu kompensieren, und dass die meisten russischen Verteidigungsindustrien, mit Ausnahme der Drohnenproduktion, nach wie vor unrentabel, von Korruption geplagt und von staatlichen Krediten abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspDimitri Kavalerov Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 21\/04\/2026 &#8211; 21:00 MESZ Moskau verf\u00e4lscht seit langem systematisch Wirtschaftsstatistiken, um ein Bild&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":963153,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,972,4043,4044,850,100006,307,12,1319,1712,306],"class_list":["post-963152","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-rezession","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russische-wirtschaft","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-schweden","tag-ukraine-krieg","tag-wladimir-putin"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116445158491938333","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/963152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=963152"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/963152\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/963153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=963152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=963152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=963152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}