{"id":96366,"date":"2025-05-09T07:37:10","date_gmt":"2025-05-09T07:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96366\/"},"modified":"2025-05-09T07:37:10","modified_gmt":"2025-05-09T07:37:10","slug":"us-reaktionen-auf-neuen-papst-erstaunen-begeisterung-und-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96366\/","title":{"rendered":"US-Reaktionen auf neuen Papst: Erstaunen, Begeisterung &#8211; und Kritik"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 09.05.2025 09:16 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Viele Amerikaner freuen sich \u00fcber den ersten Papst aus den USA. Doch gerade im Trump-Lager sind die Reaktionen verhalten &#8211; denn als Kardinal kritisierte Prevost die US-Fl\u00fcchtlingspolitik.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/ralf-borchard-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Ralf Borchard\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/borchard-ralf-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00dcberraschung, Erstaunen, aber auch Freude und Begeisterung pr\u00e4gen die ersten Reaktionen in den USA auf den neuen Papst Leo XIV. &#8222;Es ist aufregend&#8220;, sagt eine Frau auf der Stra\u00dfe in Washington. Und ihre Freundin erg\u00e4nzt: &#8222;Ich habe immer geh\u00f6rt, sie w\u00e4hlen niemals einen Amerikaner.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Ich denke, wer auch immer Papst wird, wo auch immer er herkommt, er sollte immer die gleiche Unterst\u00fctzung haben&#8220;, meint ein anderer Mann. &#8222;Es ist ziemlich cool&#8220;, sagt eine weitere Passantin &#8211; eine Katholikin. &#8222;Aber wir m\u00fcssen abwarten, wie er handelt.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Alle haben immer gesagt, die USA sind zu gro\u00df&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEdward Beck, katholischer Priester, kennt Robert Prevost &#8211; jetzt Leo XIV. &#8211; aus gemeinsamen College-Jahren in Chicago. Er habe nie geglaubt, zu erleben, dass ein Amerikaner Papst wird, so Beck im Fernsehsender CNN: &#8222;Alle haben immer gesagt, die USA sind zu gro\u00df und m\u00e4chtig in der Weltpolitik. Das kann nicht auch noch durch einen amerikanischen Papst verst\u00e4rkt werden.&#8220; Aber seine Qualit\u00e4ten und seine Lebensgeschichte \u00fcberstrahlten offenbar alles, sodass es keine Rolle mehr gespielt habe, sagte Beck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPater Robert Hagan ist wie der neue Papst Augustiner und seit Jahrzehnten mit ihm befreundet. &#8222;Er ist ein Br\u00fcckenbauer&#8220;, sagte Hagan bei CNN. &#8222;Er steht f\u00fcr Hoffnung, er ist unglaublich intelligent, aber nie von oben herab. Er nutzt seine F\u00e4higkeiten in einer Weise, die Menschen aufrichtet. So hat er sein ganzes Leben gewirkt, als Augustiner, Missionar, Priester. Und er wird es bestimmt genauso als Heiliger Vater und Papst tun.&#8220;<\/p>\n<p>    Nicht nur US-Amerikaner, auch Lateinamerikaner<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch der katholische Kirchenhistoriker Mark Lewis meint: Die Kardin\u00e4le, die diesen Papst gew\u00e4hlt haben, h\u00e4tten ihn nicht nur als US-Amerikaner gesehen, sondern genauso als Lateinamerikaner. In Peru war Prevost zwei Jahrzehnte als Missionar und Kardinal t\u00e4tig &#8211; und besitzt daher auch die peruanische Staatsb\u00fcrgerschaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor allem aber seine Erfahrung in hoher Funktion im Vatikan selbst habe gez\u00e4hlt: &#8222;Seine Pers\u00f6nlichkeit steht deutlich st\u00e4rker im Vordergrund als seine Nationalit\u00e4t, auch mehr als die vielen Sprachen, die er spricht&#8220;, so Lewis bei CNN.<\/p>\n<p>    Kritik von rechten Trump-Fans<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump betonte in seiner ersten Reaktion dennoch die Herkunft des neuen Papstes. &#8222;Zum ersten Mal einen Papst aus den Vereinigten Staaten von Amerika zu haben, ist eine gro\u00dfe Ehre&#8220;, so Trump. Auf die Frage, ob er den neuen Papst bald treffen wolle, sagte Trump: Ja, das habe er vor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllerdings sind nicht alle im Trump-Lager begeistert. Die ultrarechte Influencerin Laura Loomer, die offenbar gro\u00dfen Einfluss auf den Pr\u00e4sidenten hat, beschimpfte ihn als &#8222;Marxisten&#8220; und &#8222;Anti-Trump&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGrund d\u00fcrfte sein, dass sich Prevost als Kardinal kritisch \u00fcber die &#8222;America First&#8220;-Politik der US-Regierung ge\u00e4u\u00dfert hatte. Im Februar hatte er Vizepr\u00e4sident JD Vance &#8211; der selber Katholik ist &#8211; deutlich von einem theologischen Standpunkt aus kritisiert: Vance hatte in einem Interview \u00fcber ein &#8222;christliches Konzept&#8220; referiert, &#8222;das besagt, dass man seine Familie liebt, dann seinen N\u00e4chsten, dann seine Gemeinschaft, dann seine Mitb\u00fcrger, und danach erst den Rest der Welt&#8220;. Prevost teilte daraufhin auf der Plattform X einen Meinungsbeitrag: &#8222;JD Vance liegt falsch: Jesus fordert uns nicht auf, unsere Liebe zu anderen zu bewerten&#8220;, hie\u00df es da.<\/p>\n<p>    Es gibt auch kritische Stimmen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd auch aus einem anderen Grund gibt es kritische T\u00f6ne in den USA. Organisationen, die Missbrauchs-Opfer vertreten, verweisen auf Berichte, nach denen Prevost in fr\u00fcheren Jahren ungen\u00fcgend auf Vorw\u00fcrfe gegen Geistliche reagiert habe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKim Daniels unterrichtet katholische Soziallehre an der Georgetown University in Washington. Sie nimmt den neuen Papst in gewisser Weise in Schutz: &#8222;Er hat offenbar in fr\u00fcheren Jahren in einer Art und Weise reagiert, wie es damals in der katholischen Kirche Standard war&#8220;, so Daniels bei PBS.\u00a0&#8222;Ich setze jetzt darauf, dass er die notwendige Sensibilit\u00e4t f\u00fcr das Thema mitbringt &#8211; das hei\u00dft: null Toleranz, volle Verantwortung und Transparenz in die Debatte bringen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.05.2025 09:16 Uhr Viele Amerikaner freuen sich \u00fcber den ersten Papst aus den USA. 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