{"id":964004,"date":"2026-04-22T07:05:18","date_gmt":"2026-04-22T07:05:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/964004\/"},"modified":"2026-04-22T07:05:18","modified_gmt":"2026-04-22T07:05:18","slug":"wie-wuppertal-grundschulraeume-multifunktional-nutzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/964004\/","title":{"rendered":"Wie Wuppertal Grundschulr\u00e4ume multifunktional nutzt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Der Ausbau der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Wuppertal soll voranschreiten. Doch weil das nicht \u00fcberall einfach und vor allem schnell m\u00f6glich ist, setzt die Stadt auf andere Raumnutzungskonzepte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMultifunktionale Raumnutzung\u201c nennt sich das Projekt, das seit 2022 Grund- und F\u00f6rderschulen in Wuppertal begleitet, den Herausforderungen des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung aktiv zu begegnen. Das Konzept soll es erm\u00f6glichen, Schulr\u00e4ume den ganzen Tag \u00fcber zu nutzen \u2013 im Unterricht am Vormittag als auch bei der Nachmittagsbetreuung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie solche Konzepte erarbeitet werden, war etwa am Dienstagvormittag in der St\u00e4dtischen Katholischen Grundschule Sankt Antonius in Barmen zu sehen. Wichtig: Alle Beteiligten, ob Lehrkr\u00e4fte, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, oder p\u00e4dagogische Kr\u00e4fte, sollen selbst in die Planung eingebunden werden. Moderiert und beraten werden die teilnehmenden Schulen der aktuellen Staffel des Projekts durch das Schulbaub\u00fcro \u201eRaumbildung\u201c aus Hamburg, das sich in einem entsprechenden Vergabeverfahren durchgesetzt hatte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die aktuell dritte Staffel legt den Fokus auf die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler: Unter der Leitung von Tobias Ortel von \u201eRaumbildung\u201c erarbeiten gut 20 Kinder der Klassen eins bis vier in Workshops ihre W\u00fcnsche und Bedarfe f\u00fcr das Leben und Lernen im offenen Ganztag, die in die neuen Raumkonzepte mit einflie\u00dfen. Ortel erkl\u00e4rte den Kindern, was zu tun war \u2013 und gleich machten sich alle ans Werk: Ein gew\u00fcnschtes M\u00f6belst\u00fcck ungef\u00e4hr im Ma\u00dfstab 1:20, das sie an ihrem pers\u00f6nlichen Lern- und Bildungsort brauchen, sollten sie bauen. Ob mit sogenanntem \u201ePlaymais\u201c, Papier oder Eierkartons \u2013 der Kreativit\u00e4t und Bastellaune der Kinder waren keine Grenzen gesetzt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass jedes Kind in der Gruppe eigene Vorlieben beim Lernen hat, zeigte sich schnell. Einige setzen eher auf viel Bewegung an Spielger\u00e4ten, andere wollen eher bequeme R\u00fcckzugsorte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob baulich oder in Sachen Ausstattung: In der Nachmittagsbetreuung gibt es ganz andere Anforderungen bei den R\u00e4umen, erkl\u00e4rten Konrektorin Monika Labisch und Julia Eisenbach vom Stadtbetrieb Schulen, die sich des Projekts angenommen hat. \u201eWer wei\u00df das besser als diejenigen, die den ganzen Tag hier arbeiten?\u201c, so Eisenbach.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Projekt verlaufe schrittweise. Erst werden ein bis zwei R\u00e4ume ver\u00e4ndert, dann gegebenenfalls nachgebessert und bei anderen R\u00e4umen nachgezogen. Tobias Ortel erz\u00e4hlt, dass auch immer mehr Austausch auch zwischen den Schulen stattfindet. Das best\u00e4tigt auch die Stadtverwaltung: \u201eDas Projekt hat jetzt schon eine Ausstrahlungswirkung auf andere Schulen, die sich selbstst\u00e4ndig mit dem Thema befassen\u201c, hei\u00dft es in einer entsprechenden Mitteilung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bis Ende des Schuljahres soll das Projekt auf 14 teilnehmende Schulen ausgeweitet sein, aktuell nehmen f\u00fcnf weitere Grundschulen teil. 1500 bis 2000 OGS-Pl\u00e4tze habe man bereits schaffen k\u00f6nnen, berichtet Julia Eisenbach. \u201eDer Trend geht hin zum selbstreflektierten Unterricht. Die Kinder machen sich immer mehr Gedanken dar\u00fcber, was sie zum Lernen brauchen\u201c, erkl\u00e4rt sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Nachmittage beim OGS-Konzept bestehen nicht nur aus Hausaufgabenbetreuung, sondern auch aus Mittagessen, Spielen und AGs. \u201eEs ist ein sehr offenes Programm\u201c, so Konrektorin Monika Labisch, die sich zufrieden mit dem Projekt zeigt. \u201eAuch das ist n\u00e4mlich Bildung.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neu errichtete Schulen in Wuppertal sollen zu 100 Prozent auf das Konzept OGS ausgerichtet sein \u2013 Planung und Bau brauchen allerdings bekannterma\u00dfen ihre Zeit. Zum Schuljahr 2026\/2027 kann der nun geletende Rechtsanspruch auf Offenen Ganztag in der Stadt nicht vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt werden. Bei den Schulgeb\u00e4uden in Wuppertal handelt es sich oftmals um Flurschulen der Jahrhundertwende oder der 70er-Jahre, die dem heutigen Bedarf entsprechend zu wenig Platz f\u00fcr die vielf\u00e4ltige Nutzung bieten, teilt das st\u00e4dtische Presseamt mit. Es handele sich bei diesem Projekt nicht um ein Sparmodell, sondern eher eine Erleichterung. Dabei werden P\u00e4dagogik und Architektur verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eF\u00fcr den Offenen Ganztag brauchen wir andere Raumnutzungskonzepte. Wie wir vorhandene Kapazit\u00e4ten besser nutzen und aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen, erarbeiten wir gemeinsam mit allen Beteiligten an den Grundschulen in diesem Projekt \u2013 und das mit Erfolg\u201c, teilt Bildungsdezernentin Annette Berg mit. \u201eDas hilft uns sehr, das Angebot f\u00fcr den Offenen Ganztag in den bestehenden Geb\u00e4uden auszuweiten.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach einer Stunde Bastelzeit konnten die Kinder ihre Ideen und Kreationen vorstellen und erl\u00e4utern. Die Ergebnisse waren ebenso kreativ wie aufschlussreich, denn ein Gro\u00dfteil der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler w\u00fcnscht sich gern einen Ort, an dem man es sich bequem machen oder an den man sich ganz allein zur\u00fcckziehen kann.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Andererseits waren Ger\u00e4te und Fl\u00e4chen zum Spielen ebenso beliebt wie solche zum Ausruhen. Gebastelt wurden Kletterger\u00fcste, eine Yogaecke oder auch eine Slackline zum Balancieren. Doch auch der klassische Stuhl, Schreibtisch und eine Tafel waren in den Vorstellungen vieler Kinder weiter vorhanden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Ausbau der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Wuppertal soll voranschreiten. 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