{"id":964313,"date":"2026-04-22T10:07:15","date_gmt":"2026-04-22T10:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/964313\/"},"modified":"2026-04-22T10:07:15","modified_gmt":"2026-04-22T10:07:15","slug":"was-es-bei-den-72-internationalen-kurzfilmtagen-oberhausen-zu-sehen-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/964313\/","title":{"rendered":"Was es bei den 72. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen zu sehen gibt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In seinem zweiten Jahr kann das neue F\u00fchrungsduo der Kurzfilmtage <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/oberhausen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oberhausen<\/a> schon vor der Er\u00f6ffnung einen Rekord verbuchen. Die k\u00fcnstlerische Leiterin Madeleine Bernstorff und die kaufm\u00e4nnische Leiterin Susannah Pollheimder freuen sich \u00fcber mehr als 7600 Wettbewerbseinreichungen von Filmemacherinnen und -machern aus 124 L\u00e4ndern. So viele waren es noch nie. Die Auswahljury hat daraus 121 Kurzfilme aus 48 L\u00e4ndern \u2013 von Sri Lanka bis <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kanada\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kanada<\/a> \u2013 ausgesiebt, und die gibt es nun vom 28. April bis 3. Mai 2026 im Programm der 72. Ausgabe des \u00e4ltesten Kurzfilmfestivals der Welt zu sehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Motto lautet dieses Jahr: \u201eDen Katastrophen der Welt begegnen\u201c. \u201eDie Kurzfilmtage suchen in ihren Wettbewerben nach neuen Stimmen und Bildsprachen, l\u00e4sst sich Madeleine Bernstorff zitieren. Man zeige \u201eArbeiten, die uns \u00fcberrascht haben, deren Qualit\u00e4t unverkennbar ist \u2013 die uns in ihrer Komplexit\u00e4t anstrahlen.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im internationalen Wettbewerb, dem gr\u00f6\u00dften und \u00e4ltesten des Festivals, treten 50 Filme aus 36 L\u00e4ndern an, die in neun Programmen in der Oberhausener Lichtburg gezeigt werden. 28 davon sind als Weltpremiere zu sehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Bandbreite reicht von Experimental- bis zu klassischen Spielfilmen. Ein Thema, das sich durch viele Filme zieht, ist Migration und Exil \u2013 vom jahrzehntelangen Kampf einer eingewanderten Familie um die US-Staatsb\u00fcrgerschaft (\u201ePrayer for All Simple Things\u201c, Kanada) bis zur virtuellen R\u00fcckkehr eines jungen Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine in seine Heimat \u2013 per Roboterhund (\u201eVydkrytyi svit \u2013 Homecoming\u201c, Ukraine). Spannend d\u00fcrfte auch \u201ean open field\u201c des s\u00fcdafrikanisch-deutschen Regisseurs Teboho Edkins werden. Er besucht den Absturzort des Ethiopian-Airlines-Flugs 302, in dem auch sein Bruder ums Leben kam, und untersucht Trauerrituale in einem nahen Dorf.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">17 Filme laufen im deutschen Wettbewerb, zw\u00f6lf als Weltpremieren. Mehr als die H\u00e4lfte der Filmemacher hat einen Migrationshintergrund. Im Programm ist zum Beispiel der Film \u201eEin neues Wort\u201c zu sehen, der eine historische Begebenheit zur Grundlage nimmt: 1970 suchte der WDR in einem Wettbewerb ein neues Wort f\u00fcr \u201eGastarbeiter\u201c und stellte eine kuriose Liste von Preisen in Aussicht \u2013 von einem Auto \u00fcber einen Teppichboden inklusive Verlegung bis zur Runde Stammtischbier. Im Film macht ein M\u00fcnchner Chor langj\u00e4hriger Arbeitsmigranten meist t\u00fcrkischer Herkunft unter viel Gel\u00e4chter einen Songtext daraus und l\u00e4sst die Filmemacherin Cana Bilir-Meier dabei zusehen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Allein f\u00fcr den NRW-Wettbewerb erreichten das Team 260 Einreichungen, neun wurden ausgew\u00e4hlt. Drei Filme kommen von der Kunsthochschule f\u00fcr Medien in K\u00f6ln, aber Beitr\u00e4ge aus D\u00fcsseldorf, Dortmund, Wuppertal und M\u00fclheim\/Ruhr zeigen, dass NRW eine breit aufgestellte Szene hat.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In \u201eBeneath the Night\u201c hadert ein K\u00f6lner U-Bahn-Fahrer damit, dass er zum Gesicht einer \u00d6PNV-Werbekampagne gemacht wurde. In \u201eBorderland\u201c begeben sich zwei Filmemacher auf eine Reise durch NRW, um die Tagebau-L\u00f6cher mit Wasser aufzuf\u00fcllen oder KI-generierte Wildschweine \u00fcber Fu\u00dfballpl\u00e4tze zu jagen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dem Ende des klassischen Musikfernsehens zum Trotz wird in Oberhausen bereits zum 28. Mal der Preis f\u00fcr das beste deutsche Musikvideo verliehen. Der Wettbewerb geh\u00f6rt traditionell zu den publikumstr\u00e4chtigsten Programmen. Die Regisseure m\u00fcssen zwar aus Deutschland stammen, die Musik aber nicht. Deshalb findet sich unter den elf Beitr\u00e4gen auch der Clip zum Song \u201eThe Way Through The Woods\u201c von den britischen Pop-Ikonen Pet Shop Boys, den ein Berliner in Szene gesetzt hat. Ungew\u00f6hnlicherweise gibt es auch drei dokumentarische Musikvideos und Filme, die eine normale Songl\u00e4nge von rund drei Minuten weit \u00fcbersteigen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr alle Altersstufen, sogar f\u00fcr Kinder ab drei Jahren, ist im Wettbewerb gesorgt, dessen 34 Beitr\u00e4ge aus 21 L\u00e4ndern morgens in vier Kinos\u00e4len zu sehen sind \u2013 neben der Lichtburg im Gloria, Star und Sunset. Die Bandbreite reicht von fantastischen Animationen f\u00fcr die Kleinsten \u00fcber Bilder vom Leben von Kindern in Kolumbien, Nepal oder Peru bis hin zum Ausbruch aus vorgegebenen Strukturen und einer Teenager-Schwangerschaft im Programm ab 16.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Themenprogramm \u201ebased on true events?\u201d untersuchen die Kurzfilmtage das Verh\u00e4ltnis von Realit\u00e4t und Fiktion im (dokumentarischen) Film. Zu sehen ist unter anderem eine Auswahl von fr\u00fchen Kurzfilmen Werner Herzogs, die seit den 1960er-Jahren oft zuerst in Oberhausen gezeigt wurden und in denen die \u201eWahrheitsmethode\u201c des Filmemachers, eine spannende Mischung aus Dokumentar- und Spielfilmelementen, sichtbar wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In seinem zweiten Jahr kann das neue F\u00fchrungsduo der Kurzfilmtage Oberhausen schon vor der Er\u00f6ffnung einen Rekord verbuchen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":964314,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1838],"tags":[126769,120157,3364,29,3715,3448,92,11548,29367,122505,47129,197304,30,209539,48528,11495,120254,209536,3413,29850,1209,3728,209538,209540,4412,209535,209537],"class_list":["post-964313","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duisburg","tag-kurzfilmtage","tag-begegnen","tag-de","tag-deutschland","tag-duisburg","tag-festivals","tag-film","tag-filme","tag-filmemacher","tag-filmemacherin","tag-filmemacherinnen","tag-filmemachers","tag-germany","tag-jugendfilmwettbewerb","tag-katastrophen","tag-kurzfilme","tag-kurzfilmen","tag-kurzfilmfestivals","tag-laendern","tag-leiterin","tag-nordrhein-westfalen","tag-oberhausen","tag-spielfilmelementen","tag-spielfilmen","tag-wettbewerb","tag-wettbewerbseinreichungen","tag-wettbewerbsprogramm"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116447809074271246","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/964313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=964313"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/964313\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/964314"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=964313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=964313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=964313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}