{"id":96494,"date":"2025-05-09T08:45:09","date_gmt":"2025-05-09T08:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96494\/"},"modified":"2025-05-09T08:45:09","modified_gmt":"2025-05-09T08:45:09","slug":"muell-chaos-soll-geordnet-werden-aenderung-bei-der-karlsruher-abfallsammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96494\/","title":{"rendered":"\u201eM\u00fcll-Chaos\u201c soll geordnet werden \u2013 \u00c4nderung bei der Karlsruher Abfallsammlung"},"content":{"rendered":"<p>Thema \u201eVollservice\u201c<\/p>\n<p>Die geplante \u00c4nderung (Details weiter unten), soll am Dienstag, 27. Mai 2025, im Gemeinderat beraten und beschlossen werden. Die \u00c4nderung schaffe \u201eeine neue Ausgestaltung und pr\u00e4zise Definition des zuk\u00fcnftig im Stadtgebiet Karlsruhe geleisteten Service\u201c, so die Stadt Karlsruhe in ihrer Mitteilung. \u201eVollservice\u201c nennt sich der Service, den Karlsruherinnen und Karlsruher im Stadtgebiet (nicht jedoch in Randgebieten und im Umland) gewohnt sind\/waren: Also die Tonnen vom Standort im oder am Geb\u00e4ude holen, eventuell (wie fr\u00fcher) mit Schl\u00fcssel die Haust\u00fcre aufschlie\u00dfen oder klingeln, die Tonnen zum Fahrzeug bringen, entleeren &#8211; und sie wieder an den Standort zur\u00fcckbringen.<\/p>\n<p>Bebauung der Stadt sorgt f\u00fcr Schwierigkeiten<\/p>\n<p>Der externe \u201eDienstleister\u201c hatte durch Auslegung der Formulierung in der Ausschreibung bei der Wertstoff-Entsorgung das Thema zu einem Stadt-weiten und massiven \u00c4rgernis in der B\u00fcrgerschaft gemacht \u2013 durch nicht abgeholte Tonnen, ignorierte Standorte, nicht Klingeln, die Weigerung, Standorte mit Stufen zu holen, weitere Wege zu bedienen, mitunter auch durch das Nicht-Zur\u00fcckstellen der Tonnen &#8230; Kurzum: Das zust\u00e4ndige Dezernat der Stadt Karlsruhe machte unterm Strich wie der Gemeinderat keine gute Figur bei dem gesamten Thema \u2013 denn in der Folge murrten (zurecht) neben den B\u00fcrgern auch die st\u00e4dtischen \u201eM\u00fcllwerker\u201c ob der zun\u00e4chst unterschiedlichen Behandlung.<\/p>\n<p>Die \u00c4nderung bei der Abholung hatte dann Folgen f\u00fcr die Haushalte in Karlsruhe! Nicht \u00fcberraschend bei einer fast durchgehenden Bebauung in einer Stadt, die \u00fcberwiegend in den vorigen Jahrhunderten erbaut wurde; das sorgt schon alleine durch die Bauweise damals f\u00fcr andere \u201eRahmenbedingungen\u201c \u2013 wie unter anderem Treppen zum Eingang, Hinterh\u00e4user, enge Bebauung, keine Stellpl\u00e4tze\/Platz f\u00fcr Tonnen vor dem Haus etc.<\/p>\n<p>Jetzt soll es ab September besser werden &#8230;<\/p>\n<p>Was fr\u00fcher in Karlsruhe \u2013 nicht in den Randgebieten \u2013 schon \u00fcblich war, soll nach einem positiven Entscheid durch den Gemeinderat dann k\u00fcnftig f\u00fcr die meisten Haushalte (mit ge\u00e4nderten Parametern) \u201ewieder funktionen\u201c: Der Vollservice, also das Holen und Zur\u00fcckstellen von zweir\u00e4drigen Abfallbeh\u00e4ltern, auf maximal 35 Meter Entfernung zwischen Fahrbahnrand und Standplatz bis zu zehn Stufen und 5 Prozent Steigung. Eingeschlossen sei auch die Vorgabe, im Rahmen des Vollservice mitunter an den Haust\u00fcren der Geb\u00e4ude zu klingeln.<\/p>\n<p>Die angestrebte \u201eNeuregelung\u201c wurde im Betriebsausschuss vorberaten, zudem wurde diese \u201eNeuordnung\u201c des Vollservice dem Vorstand des \u201eArbeitskreises Karlsruher B\u00fcrgergemeinschaft\u201c vorab vorgestellt. Im Laufe des Monats Mai werden dazu auch die Ortschaftsr\u00e4te eingebunden, bevor der Gemeinderat \u00fcber das neue Konzept final entscheiden muss.<\/p>\n<p>Blick auf die \u00c4nderungen<\/p>\n<p>In einem ersten Schritt sollen die \u00c4nderungen bei der Abholung vom Standplatz der Abfallsammelbeh\u00e4lter f\u00fcr Restm\u00fcll, Bioabfall und Papier\/Pappe (nicht Wertstoff) ab September 2025 greifen. Ab dem 1. Januar 2027 soll dann als zweiter Schritt eine Wahlm\u00f6glichkeit zwischen Teilservice und Vollservice eingef\u00fchrt werden \u2013 durchaus ein Kostenfaktor!<\/p>\n<p>\u201eDie neue Regelung geht \u00fcber die bisherigen, engeren Festlegungen der Abfallentsorgungssatzung deutlich hinaus\u201c, betont die zust\u00e4ndige B\u00fcrgermeisterin Bettina Lisbach. \u201eDamit k\u00f6nnen wir weiterhin einen Vollservice in bekanntem Umfang f\u00fcr 93,5 % der Standpl\u00e4tze erm\u00f6glichen.\u201c Dies entspreche etwa 34.600 Standpl\u00e4tzen von zwei-r\u00e4drigen Abfallbeh\u00e4ltern und werde im gesamten Karlsruher Stadtgebiet umgesetzt. F\u00fcr die vier-r\u00e4drigen Beh\u00e4lter soll die neue Regelung nicht gelten.<\/p>\n<p>Ausnahme: Innenst\u00e4dte<\/p>\n<p>Ausgenommen von den \u00c4nderungen beim Vollservice sollen zudem die Kernstadtgebiete in der Karlsruher Innenstadt, in M\u00fchlburg und in Durlach sein. Aufgrund des hohen Fu\u00dfg\u00e4ngeraufkommens, der Vielzahl an Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben sowie zur Wahrung eines repr\u00e4sentativen Stadtbildes soll die Leistung in diesen Gebieten weiterhin in vollem Umfang erbracht werden. Eine klare Ansage, denn wohl kaum jemand mag an \u201eM\u00fclltonnen-Barrieren\u201c vorbei durch die Stadt schlendern oder gar Slalom in die Gesch\u00e4fte um M\u00fclltonnen laufen! Ganz abgesehen davon, dass die Bebauung mancher Viertel die Menge der notwendigen Stellpl\u00e4tze auf der Stra\u00dfe f\u00fcr die M\u00fclltonnen gar nicht zul\u00e4sst!<\/p>\n<p>Und nicht \u201esatzungskonforme\u201c Standorte?<\/p>\n<p>F\u00fcr die wird mehr Aufwand notwendig \u2013 oder es wird teurer! Denn f\u00fcr Standorte, die \u00fcber diese geplanten Vorgaben (oben genannt) hinausgehen \u2013 das seien etwa 2.400 Standpl\u00e4tze oder 6,5 %) \u2013 werde dann kein Vollservice angeboten. Wo Standorte diesen neuen Vorgaben nicht entspr\u00e4chen, \u201ek\u00f6nnen alternative, den neuen Kriterien entsprechende Standpl\u00e4tze auf privatem Grund eingerichtet werden\u201c, so die Stadtverwaltung. Was bei enger Bebauung wohl nicht immer so einfach umsetzbar sein wird. Hier sind aber auch Verwaltung und Gemeinderat in der Pflicht, die in den vergangenen Monaten etliche Bauprojekte in Karlsruhe in Sachen \u201eNachverdichtung\u201c auf den Weg gebracht haben. Da ist \u2013 quasi st\u00e4dtisch verordnet \u2013 der \u00c4rger schon vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Denn die Haltung der st\u00e4dtischen \u201eM\u00fcllwerker\u201c ist deutlich: Falls kein alternativer Standplatz m\u00f6glich ist, wird \u201eeine Bereitstellung der Abfallbeh\u00e4lter f\u00fcr Restm\u00fcll, Bioabfall und Papier\/Pappe notwendig\u201c. \u00dcbersetzt hei\u00dft das, dass Bewohner\/Eigent\u00fcmer sich um eine (wohl kostenpflichtige) L\u00f6sung k\u00fcmmern m\u00fcssen! Ob durch Hausverwaltung, Hauseigent\u00fcmer, Helfer oder durch beauftragte Dienstleister. Noch zu kl\u00e4ren \u2013 und dar\u00fcber gab das zust\u00e4ndige Dezernat noch keine Info \u2013 in welchem Zeitrahmen die Tonnen dann bereitgestellt und weggebracht werden m\u00fcssen. Denn sonst sind viele Fl\u00e4chen vor den H\u00e4usern in betroffenen Gebieten nur noch tempor\u00e4re Stellpl\u00e4tze f\u00fcr M\u00fclltonnen (siehe Bild)!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Thema \u201eVollservice\u201c Die geplante \u00c4nderung (Details weiter unten), soll am Dienstag, 27. 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