{"id":96604,"date":"2025-05-09T09:43:11","date_gmt":"2025-05-09T09:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96604\/"},"modified":"2025-05-09T09:43:11","modified_gmt":"2025-05-09T09:43:11","slug":"zwischen-diktatur-und-demokratie-buch-beleuchtet-handeln-der-stader-stadtverwaltung-zur-ns-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96604\/","title":{"rendered":"Zwischen Diktatur und Demokratie: Buch beleuchtet Handeln der Stader Stadtverwaltung zur NS-Zeit"},"content":{"rendered":"<p>Offenbar f\u00fcr verdiente Nazis gebaut: die Ostmarkstra\u00dfe in Stade<\/p>\n<p>Stade im Wandel der Zeiten: Von der unsicheren Demokratie \u00fcber das NS-Regime bis zum Neuanfang in der Bundesrepublik. In kaum mehr als zwei Jahrzehnten erlebte die Hansestadt tiefgreifende politische Umbr\u00fcche \u2013 und mittendrin: die Stadtverwaltung. Dr. Anne Lena Meyer geht diesem bewegten Kapitel erstmals umfassend auf den Grund. Ihre Dissertation ist jetzt als Buch\u00a0erschienen: \u201eDemokratie und Diktatur vor Ort: &#8222;Die Stadtverwaltung Stade und ihr Personal von der Weimarer Republik zur Bundesrepublik (1926\u20131952)&#8220;. Die Monografie wirft einen tiefgr\u00fcndigen Blick auf ein bislang wenig erforschtes Kapitel der Stader Vergangenheit.<\/p>\n<p><b>Quer durch wechselnde politische Systeme<\/b><br \/>Wie reagierte eine Stadtverwaltung auf politische Umbr\u00fcche wie den \u00dcbergang von der Weimarer Republik zum NS-Regime und schlie\u00dflich zur jungen Bundesrepublik? Welche Spuren hinterlie\u00df die Ideologie der Nationalsozialisten im allt\u00e4glichen Verwaltungshandeln? Und: Wurden diese Spuren nach dem Krieg konsequent aufgearbeitet \u2013 oder eher verwischt? Diesen Fragen geht Meyer in ihrer Dissertation nach \u2013 faktenreich, kritisch und mit viel Gesp\u00fcr f\u00fcr die lokalen Auswirkungen gro\u00dfer Geschichte.<\/p>\n<p>Stades braune Vergangenheit wird erforscht<\/p>\n<p><b>Zwischen Anpassung und Aufarbeitung<\/b><br \/>Ein Beispiel, das Meyer nennt, ist der Umgang mit dem j\u00fcdischen Friedhof in Stade. Doch auch strukturelle Ver\u00e4nderungen in der Beh\u00f6rde und die politische Steuerbarkeit der Verwaltung stehen im Fokus. Es geht nicht nur um Schuld und Verantwortung, sondern auch um Kontinuit\u00e4t und Wandel \u2013 um das Spannungsfeld zwischen Anpassung, Mitgestaltung und sp\u00e4terer demokratischer Erneuerung.<\/p>\n<p><b>Anerkennung f\u00fcr eine &#8222;Pionierstudie&#8220;<\/b><br \/>B\u00fcrgermeister S\u00f6nke Hartlef betonte bei der Buchpr\u00e4sentation, die k\u00fcrzlich im Stader Rathaus stattfand: &#8222;Ich pers\u00f6nlich finde interessant, dass Frau Dr. Meyer in ihrer Forschung 26 Jahre beleuchtet \u2013 also nicht nur die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus.&#8220; Die Leser w\u00fcrden erfahren, wie die Stadtverwaltung auf politische Verh\u00e4ltnisse reagierte, die sich zwischen 1926 und 1952 mehrfach grundlegend ge\u00e4ndert haben.\u00a0Die Leiterin des Stadtarchivs, Dr. Christina Deggim, hob hervor, dass hier eine &#8222;Pionierstudie&#8220; vorgelegt worden sei, die &#8222;die Stader Geschichte in der Stadtgeschichtsforschung etablieren wird&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p><b>Ein Buch zur richtigen Zeit<\/b><br \/>Erschienen ist das Werk exakt 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Stade \u2013 ein symbolischer Moment, der deutlich macht: Aufarbeitung h\u00f6rt nicht an historischen Jahrestagen auf. Gerade der lokale Blick auf Verwaltung und Machtstrukturen hilft, Geschichte begreifbar zu machen.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"1.777003484\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/752809_L.webp\"\/><\/p>\n<p>Das Buch umfasst 424 Seiten, enth\u00e4lt 39 Abbildungen und ist f\u00fcr 38 Euro im Buchhandel und beim Stader Stadtarchiv erh\u00e4ltlich (ISBN: 978-3-938528-19-8).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Offenbar f\u00fcr verdiente Nazis gebaut: die Ostmarkstra\u00dfe in Stade Stade im Wandel der Zeiten: Von der unsicheren Demokratie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":96605,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-96604","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114477229932859674","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96604"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96604\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/96605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=96604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=96604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}