{"id":96666,"date":"2025-05-09T10:17:09","date_gmt":"2025-05-09T10:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96666\/"},"modified":"2025-05-09T10:17:09","modified_gmt":"2025-05-09T10:17:09","slug":"handelskonflikt-mit-den-usa-deutschland-begeht-einen-riesenfehler-im-streit-mit-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96666\/","title":{"rendered":"Handelskonflikt mit den USA: Deutschland begeht einen Riesenfehler im Streit mit Trump"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-05\/handelskonflikt-usa-zoll-deutschland-wirtschaftspolitik-europa\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>                        Inhalt<\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Deutschland begeht einen Riesenfehler im Streit mit Trump<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-05\/handelskonflikt-usa-zoll-deutschland-wirtschaftspolitik-europa\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Poltisch erpressbar<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eine der dringendsten Priorit\u00e4ten<br \/>\nder neuen Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz ist die St\u00e4rkung Europas, um eine<br \/>\ngemeinsame Antwort auf Donald Trumps Handelskonflikt zu formulieren. Denn das Verhalten<br \/>\nder EU wird entscheidend daf\u00fcr sein, ob sich China mit seinem Streben nach einem<br \/>\nmultilateralen Handelssystem oder Trumps <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> mit der Zerst\u00f6rung dieses Systems<br \/>\ndurchsetzen werden. Entweder stehen Deutschland und Europa bei dieser<br \/>\nessenziellen Frage f\u00fcr die Weltgemeinschaft an der Seite Chinas \u2013 oder an der<br \/>\nSeite der USA. Eine dritte Option gibt es nicht. Deutschland und Europa k\u00f6nnen<br \/>\nnicht neutral in diesem Konflikt sein.\u00a0\u00a0 <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein Kardinalfehler der alten Bundesregierung<br \/>\nund der Europ\u00e4ischen Kommission war es, <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> nachzugeben, indem sie anders<br \/>\nals China nicht strikt mit Gegenz\u00f6llen dagegengehalten haben, sondern auf<br \/>\nVerhandlungen setzen. Trump ist es dadurch gelungen, das wirtschaftliche Desaster<br \/>\nin einen politischen Sieg zu<br \/>\nverwandeln \u2013 obwohl sein Handelskonflikt die Finanzm\u00e4rkte in Aufruhr versetzt und er zum<br \/>\nwirtschaftlichen Abschwung der USA beitr\u00e4gt. Dieser Fehler k\u00f6nnte das Ende der multilateralen Weltordnung im<br \/>\nBereich Handel und Wirtschaft bedeuten und die Demokratie weiter aush\u00f6hlen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zuerst zu den Fakten: Nach ersten<br \/>\nStrafz\u00f6llen auf Autos, Stahl, Aluminium und andere Produkte hat Donald Trump Anfang<br \/>\nApril individuelle Strafz\u00f6lle gegen einzelne Volkswirtschaften verh\u00e4ngt \u2013 20<br \/>\nProzent auf alle Importe aus der EU, 34 Prozent auf Importe aus China und zum<br \/>\nTeil noch deutlich h\u00f6here Z\u00f6lle f\u00fcr andere L\u00e4nder. Der wirtschaftliche Schaden<br \/>\ndurch die direkten Auswirkungen der Z\u00f6lle ist dabei das geringere Problem. Der<br \/>\nwirkliche Schaden des &#8222;Liberation Day&#8220;, wie Donald Trump diesen Tag zynisch<br \/>\nnennt, besteht darin, dass er das Ende der multilateralen Weltordnung im<br \/>\nBereich Wirtschaft und Handel markiert.\n<\/p>\n<p>        Wirtschaft k\u00f6nnte Trump in die Knie zwingen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Alle globalen wirtschaftlichen<br \/>\nAbkommen, die auf Nichtdiskriminierung und Gleichbehandlung und dadurch auf<br \/>\nWettbewerb und Fairness beruhen, sind damit null und nichtig. Donald Trump<br \/>\nhat mit dieser Entscheidung die Weltwirtschaftsordnung der vergangenen 75 Jahre<br \/>\nzerst\u00f6rt \u2013 sofern er mit seinem Vorgehen durchkommt und sich nun mit<br \/>\nbilateralen Abkommen behaupten kann.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es k\u00f6nnte aber auch anders kommen:<br \/>\nDie von Trump angek\u00fcndigte 90-t\u00e4gige Pause reduziert die Z\u00f6lle auf immer noch<br \/>\nhohe zehn Prozent. Diese Pause war nicht freiwillig, sondern wurde Donald Trump<br \/>\ndurch die Kapitalm\u00e4rkte aufgezwungen. Die B\u00f6rsen, vor allem in den USA, sind<br \/>\nals Reaktion auf den Handelskonflikt eingebrochen und haben Milliardenwerte<br \/>\nzerst\u00f6rt, insbesondere bei den hochverm\u00f6genden US-Oligarchen, die das R\u00fcckgrat von<br \/>\nTrumps MAGA-Bewegung bilden. Schlimmer noch: US-Staatsanleihen haben als<br \/>\nResultat ein St\u00fcck weit ihren Status als weltweit sicherster Verm\u00f6genswert<br \/>\nverloren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dies wird h\u00f6here Zinsen zur Folge<br \/>\nhaben \u2013 nicht nur f\u00fcr den US-amerikanischen Staat zur Bedienung seiner Schulden, sondern auch<br \/>\nh\u00f6here Kreditzinsen f\u00fcr Unternehmen und B\u00fcrger in den USA. Eine hohe Inflation,<br \/>\nder Verlust von Kaufkraft und Wohlstand, Rezession, Arbeitslosigkeit und die<br \/>\nVernichtung privater Verm\u00f6gen sind das unweigerliche Resultat. Die gr\u00f6\u00dften<br \/>\nVerlierer dieser Politik sind US-B\u00fcrger, die in strukturschwachen Regionen<br \/>\nleben und weniger Qualifikation, Einkommen und Mobilit\u00e4t haben \u2013 also allen<br \/>\nvoran die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler von Donald Trump.\n<\/p>\n<p>             Handelsstreit mit den USA        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/06\/handelsstreit-usa-china-strafzoelle-export\" data-ct-label=\"Handelsstreit mit den USA: Das war&#039;s mit dem fairen Welthandel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Handelsstreit mit den USA:<br \/>\n                        Das war&#8217;s mit dem fairen Welthandel<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/16\/china-us-zoelle-donald-trump-wirtschaftspolitik\" data-ct-label=\"China: In Endspielstimmung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    China:<br \/>\n                        In Endspielstimmung<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/16\/zollpolitik-donald-trump-usa-dollar-waehrung-krise\" data-ct-label=\"Zollpolitik von Donald Trump: Die Welt ist ein bisschen zu gro\u00df f\u00fcr ihn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Zollpolitik von Donald Trump:<br \/>\n                        Die Welt ist ein bisschen zu gro\u00df f\u00fcr ihn<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein solches Szenario w\u00fcrde mit<br \/>\nhoher Wahrscheinlichkeit den Verlust beider Kammern des US-Kongresses bei den<br \/>\nZwischenwahlen im n\u00e4chsten Jahr bedeuten \u2013 und damit das politische Ende Donald<br \/>\nTrumps und seiner MAGA-Bewegung. Auch viele Trump-W\u00e4hler w\u00fcrden dadurch<br \/>\nerkennen, dass Kooperation, Konsens und Demokratie essenzielle Grundlagen auch<br \/>\nf\u00fcr ihren wirtschaftlichen Wohlstand sind.\n<\/p>\n<p>        Bilaterale Abkommen w\u00fcrden Trump in die H\u00e4nde spielen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dieses Szenario wird jedoch<br \/>\nunwahrscheinlich, wenn <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-04\/100-tage-trump-usa-demokratie-verfassung-widerstand\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump seinen wirtschaftlichen Irrsinn<\/a> durch<br \/>\nbilaterale Abkommen in einen politischen Sieg umwandeln kann. Der entscheidende Akteur ist dabei die Europ\u00e4ische Union. Denn China hat sich richtigerweise<br \/>\nentschieden, Donald Trump nicht nachzugeben, sondern mit gleich hohen Z\u00f6llen zu<br \/>\nantworten. Chinas Volkswirtschaft ist nicht nur in etwa so gro\u00df wie die der<br \/>\nUSA, sondern der chinesische Staat h\u00e4lt auch gro\u00dfe Mengen an US-Staatsanleihen<br \/>\nals W\u00e4hrungsreserven.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Verkauf eines Teils dieser Reserven d\u00fcrfte die Zinsen<br \/>\nin den USA deutlich steigen lassen und damit die US-Wirtschaft in eine<br \/>\nschmerzhafte Rezession treiben. Nun liegt es an der EU: Wenn sie anders als<br \/>\nChina Trumps Forderung nachgibt und mit ihm ein bilaterales Abkommen aushandelt,<br \/>\ndann unterst\u00fctzt sie explizit das Ende des Multilateralismus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Deutschland begeht einen Riesenfehler im Streit mit Trump Seite 2Poltisch erpressbar&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":96667,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,106,663,158,39167,13,14,15,12,4017,4018,4016,1492,64,4019,4020,55,381],"class_list":{"0":"post-96666","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-handelskonflikt-mit-den-usa","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-united-states","19":"tag-united-states-of-america","20":"tag-us","21":"tag-us-zoelle","22":"tag-usa","23":"tag-vereinigte-staaten","24":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","25":"tag-wirtschaft","26":"tag-wirtschaftspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114477363528948137","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96666","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96666"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96666\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/96667"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96666"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=96666"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=96666"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}