{"id":96693,"date":"2025-05-09T10:33:10","date_gmt":"2025-05-09T10:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96693\/"},"modified":"2025-05-09T10:33:10","modified_gmt":"2025-05-09T10:33:10","slug":"dresden-festival-fuer-hip-hop-und-street-art-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/96693\/","title":{"rendered":"Dresden: Festival f\u00fcr Hip Hop und Street Art gestartet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erstes Festival des neuen House of Urban Culture<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch Felix Ro\u00dfberg, Teil der preisgekr\u00f6nten Breakdance-Crew The Saxonz, schaut sich die Location schon einmal an. Zusammen mit dem Jugendhilfe-Tr\u00e4ger Spike, dem Musiklabel NewDef und anderen Gruppen ist er Teil des House of Urban Culture und somit ehrenamtlicher Mitorganisator des Festivals.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr ihn ist die <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/podcast\/feature\/feature-hiphop-ddr-dresden-100.html\" title=\"Elbtal-Bronx: Breaken, Platten und Graffitti \u2013 HipHop-History in Dresden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">s\u00e4chsische Hip Hop-Kultur<\/a> etwas Besonderes. &#8222;Es gibt einen Oststil, der sehr kraftvoll ist&#8220;, erz\u00e4hlt er. Im Breakdance h\u00e4tten sie diese Kraft in die Details ihrer Akrobatik gesteckt. Er freue sich aber auch darauf, von den anderen K\u00fcnstlern, auch von Graffiti und DJ-Sets, neue Inspiration zu bekommen.\n<\/p>\n<p>Hip Hop<strong> in Dresden zum Entdecken und Erleben<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Festival soll nicht nur zur Inspiration und Vernetzung dienen, sondern auch Interessierte ansprechen, die bisher nicht so sehr mit der Szene in Verbindung gekommen sind, erz\u00e4hlt Ellen Demnitz-Schmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des House of Urban Culture. Auch sie ist vor Ort und f\u00fchrt die letzten Telefonate, damit zum Festivalstart auch alles steht.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wir wollen zeigen, wie die Kultur lebt.<\/p>\n<p>Ellen Demnitz-Schmidt, Mitorganisatorin des Festivals &#8222;All4\/1&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nEs sei die erste gro\u00dfe Veranstaltung des House of Urban Culture, erz\u00e4hlt sie: &#8222;Wir machen das relativ kurzfristig und wollen zeigen, wie die Kultur lebt.&#8220; Sie hat das House of Urban Culture im vergangenen Jahr mit Felix Ro\u00dfberg gegr\u00fcndet. &#8222;Wir wollten Hip Hop unter ein Label fassen, Synergien herstellen und best\u00e4rken, die sowieso schon da sind.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Graffiti\"><strong>Graffiti<\/strong><\/a><strong> und Street Art in aller Vielf\u00e4ltigkeit<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr das Konzept der Veranstaltung zust\u00e4ndig ist der Jenaer K\u00fcnstler Enrico Sutter. Er lobt die Vielf\u00e4ltigkeit der rund 20 Graffiti-K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler, die ihre Werke in der Halle ausstellen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEin Highlight ist f\u00fcr ihn, dass die bekannte Bautzener K\u00fcnstlerin MadC ihre Gem\u00e4lde ausstellt: Seit 30 Jahren arbeitet sie schon als Sprayerin, inzwischen geh\u00f6rt sie zu den bekanntesten Graffiti-K\u00fcnstlerinnen der Welt. Ihre ausgestellten Bilder erinnern an Kalligrafie.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBesonders hebt Sutter auch Andy K hervor, den er den &#8222;dienst\u00e4ltesten&#8220; Dresdner <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten-leicht\/woerterbuch\/glossar-street-art-100.html\" title=\"Street Art\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Street Artist<\/a> nennt: Er fing Ende der 1980er-Jahre zu spr\u00fchen an. &#8222;Erst hat er das klassische Name Writing gespr\u00fcht, sich dann aber entwickelt zu collagenhafter Technik und bastelt surreale, absurde, groteske Collagen&#8220;, w\u00fcrdigt er die Arbeit seines Sprayer-Kollegen. Andy K arbeite mit alten recycelten Materialien, andere drucken sich ihre Kunstwerke zuhause selbst \u2013 die Szene sei vielf\u00e4ltig.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch Konzepteur Enrico Sutter selbst arbeitet k\u00fcnstlerisch und spr\u00fcht Graffiti, seit dem Alter von 13 Jahren. &#8222;Das war sofort meine Welt. Ich habe mich komplett damit identifiziert&#8220;, erinnert er sich zur\u00fcck. F\u00fcr ihn hatte Graffiti spr\u00fchen in den Neunzigern noch eine andere Konnotation, wurde mit Drogen und fast ausschlie\u00dflich mit Kriminalit\u00e4t verbunden. &#8222;Dabei hat das bei mir nie eine Rolle gespielt. F\u00fcr mich war das gr\u00f6\u00dfte Highlight: Wie sieht mein n\u00e4chstes gespr\u00fchtes Bild aus?&#8220;, wendet er ein. \u00dcber das Graffiti spr\u00fchen fand er zur Bildenden Kunst, studierte in Paris, Berlin und Dresden.\n<\/p>\n<p><a name=\"Jugendliche\"><strong>Hip<\/strong><\/a><strong> Hop als M\u00f6glichkeit zur Teilhabe f\u00fcr Jugendliche<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nSozialarbeiter Jens Hilgner kennt diese Geschichten \u2013 sie geh\u00f6ren zum Alltag seiner Arbeit mit Kindern und Urban Art beim Jugendhilfe-Tr\u00e4ger Spike. &#8222;Hip Hop ist mehr als nur Szene f\u00fcr mich&#8220;, meint er. &#8222;Es ist auch Methode, Kinder und Jugendliche zu empowern, Teilhabe zu erm\u00f6glichen.&#8220; Gerade jetzt, wo viele Stellen weggek\u00fcrzt w\u00fcrden, sei ein Festival wie das &#8222;All 4\/1&#8220; wichtig.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Hip Hop ist eine Methode, um Kinder und Jugendliche zu empowern.<\/p>\n<p>Jens Hilgner, Mitorganisator &#8222;All4\/1&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nHilgner und der Verein Spike e.V. werden auf dem Festival Kunst- und Breakdance-Workshops, gerade f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/haushalt-kuerzung-kind-geld-schulstreik-100.html\" title=\"Dresden will Millionen k\u00fcrzen: Was das f\u00fcr Kinder und Jugendliche bedeuten w\u00fcrde\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kinder und Familien<\/a>, anbieten und wollen damit auch der breiteren Bev\u00f6lkerung einen Zugang zu Hip Hop erm\u00f6glichen. &#8222;Hip Hop ist mittlerweile salonf\u00e4hig&#8220;, sagt Hilgner stolz. &#8222;Und dann ist es nichts schlimmes, wenn mein Kind zu einem Breaking Workshop geht, sondern es ist toll, es ist beliebt.&#8220; F\u00fcr ihn sei Hip Hop eine Methode der Sozialarbeit, Zugang zu den Kindern und <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/dresden-radebeul\/theater-premiere-droge-faust-buergerbuehne-kultur-news-100.html\" title=\"B\u00fcrgerb\u00fchne Dresden: Goethes &quot;Faust&quot; als Theater \u00fcber Drogen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jugendlichen<\/a> zu bekommen und ihnen bei ihrer Weiterentwicklung zu helfen.\n<\/p>\n<p><a name=\"Engagement\"><strong>Eine<\/strong><\/a><strong> Herausforderung: Finanzen und R\u00e4umlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr das Festival wie f\u00fcr das House of Urban Art arbeiten sie alle ehrenamtlich. Auch die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler bekommen keine Gagen f\u00fcr ihre T\u00e4nze, die Ausstellung ihrer Musik, ihr DJ-ing.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEinzig eine Spendenbox wird aufgestellt, deren Erl\u00f6s dem House of Urban Art zugutekommen soll. Das House of Urban Art wie die Hip Hop-Szene leben von ehrenamtlicher Arbeit: Eine <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/haushalt-kuerzung-kind-geld-schulstreik-100.html\" title=\"Dresden will Millionen k\u00fcrzen: Was das f\u00fcr Kinder und Jugendliche bedeuten w\u00fcrde\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00f6ffentliche F\u00f6rderung<\/a> durch die Stadt sieht Ellen Demnitz-Schmidt weit weg, wenn, dann suche man nach privaten F\u00f6rderungen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSelbst ein B\u00fcro hat das House of Urban Art noch nicht. Urspr\u00fcnglich war im Gespr\u00e4ch, die Organisation in der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/robotron-kantine-kunst-ausstellung-ostrale-kultur-news-100.html\" title=\"Robotron-Kantine: Ostrale soll 2025 trotz Geldmangel stattfinden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Robotron-Kantine<\/a> anzusiedeln. &#8222;Wir sind konzeptionell mit an diesen Ort gedacht, mitten in der Stadt, wir haben den Skatepark vor der T\u00fcr, Graffitiw\u00e4nde sollen hier entstehen&#8220;, erz\u00e4hlt Demnitz-Schmidt, wendet dann aber ein: &#8222;Wir werden hier keine B\u00fcros und keine dauerhaften R\u00e4ume haben.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDaf\u00fcr sei noch zu unklar, wie lange die <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/stadtrat-robotron-kantine-sanierung-entscheidung-kultur-news-108.html\" title=\"Dresden: Robotron-Kantine bekommt doch F\u00f6rderung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sanierung der Robotron-Kantine<\/a> wirklich dauern w\u00fcrde. Und so sind sie noch auf der Suche nach R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr dauerhafte Ausstellungen. Laut Demnitz-Schmidt sei das aber wegen der derzeitigen Mietpreise eindeutig Zukunftsmusik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erstes Festival des neuen House of Urban Culture Auch Felix Ro\u00dfberg, Teil der preisgekr\u00f6nten Breakdance-Crew The Saxonz, schaut&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":96694,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[2076,24052,3364,29,2386,30,12530,15408,80,66,2075,81,2138,859,29612,39169,3699],"class_list":{"0":"post-96693","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-ausstellung","9":"tag-breakdance","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-dresden","13":"tag-germany","14":"tag-graffiti","15":"tag-hip-hop","16":"tag-kultur","17":"tag-kulturnachrichten","18":"tag-kunst","19":"tag-mdr","20":"tag-rap","21":"tag-sachsen","22":"tag-street-art","23":"tag-urban-art","24":"tag-veranstaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114477426495503473","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96693"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96693\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/96694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=96693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=96693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}