{"id":966978,"date":"2026-04-23T11:51:49","date_gmt":"2026-04-23T11:51:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/966978\/"},"modified":"2026-04-23T11:51:49","modified_gmt":"2026-04-23T11:51:49","slug":"110-meter-trennen-wal-vom-tieferen-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/966978\/","title":{"rendered":"110 Meter trennen Wal vom tieferen Wasser"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-sc113=\"\"> 23. April 2026 \u2013 Mara Schwarzenberger <\/p>\n<p _ngcontent-sc113=\"\">Der vor der Insel Poel im Kirchsee festsitzende Buckelwal hat die Nacht \u00fcberstanden, zeigt aber kaum Bewegung. Retter \u00fcberarbeiten ihren Plan und ein Lastkran aus Hamburg ist unterwegs. Noch trennen ihn 110 Meter vom tiefen Wasser.<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Der Buckelwal liegt schon seit vielen Tagen vor der kleinen Ostsee-Insel Poel fest. Helfer versuchen, den Weg in tieferes Wasser freizumachen. Ein zweiter Bagger ist auf dem Weg.<\/p>\n<p>Rettungsrinne soll gebaut werden<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Das private Einsatzteam zur Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals versucht, dem Tier einen Weg in tieferes Wasser zu erm\u00f6glichen. Dazu solle eine 110 Meter lange, zehn Meter breite und rund zwei Meter tiefe Rinne von der derzeitigen Liegeposition des Wals in tieferes Fahrwasser geschaffen werden, sagte der Chef des an der Aktion beteiligten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Daf\u00fcr sei der Einsatz eines zweiten Baggers vorgesehen. Die Arbeiten w\u00fcrden ungef\u00e4hr zwei Tage dauern. Die eigentliche Fahrrinne, die aus der Bucht f\u00fchrt, hat im Durchschnitt eine Tiefe von vier bis f\u00fcnf Metern. <\/p>\n<p>Becken erleichtert Atmung<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Der Wal liegt derzeit im Flachwasser in einer Art Becken, das unter dem Tier freigesp\u00fclt wurde. Dadurch konnte der Wal quasi tiefergelegt werden, um ihm das Atmen bei sinkenden Wasserst\u00e4nden in der Kirchsee-Bucht zu erleichtern. Das etwa zw\u00f6lf Tonnen schwere Tier ber\u00fchre zwar den Boden, liege aber nicht auf, so Babbel. Aus der Wanne k\u00f6nne der Meeress\u00e4uger derzeit aber auch nicht weg. Geplant ist, zun\u00e4chst die Rinne in tieferes Wasser zu ziehen und dann zum Schluss eine Wand der Wanne einzurei\u00dfen, damit der Wal herausschwimmen kann. <\/p>\n<p>Lastkrahn aus Hamburg auf dem Weg<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Umweltminister Till Backhaus (SPD) sei ein neues Konzept zur Pr\u00fcfung vorgelegt worden. Details dazu wollte Babbel zun\u00e4chst nicht nennen. Aus dem Team hatte es zuvor gehei\u00dfen, dass eine rund 15 Meter breite Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, auf dem Weg aus dem Hamburger Raum zur Wismarbucht sei. Die Anfahrt brauche Zeit, da die Barge nur mit einer Geschwindigkeit von f\u00fcnf Knoten, etwa neun Kilometern in der Stunde, unterwegs sei und durch den Nord-Ostsee-Kanal m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Retten oder nicht retten?<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Expertinnen und Experten der Internationalen Walfangkommission (IWC) empfehlen eine m\u00f6glichst ruhige und palliative Versorgung des Meeress\u00e4ugers. Backhaus sieht sich dadurch best\u00e4tigt. &#8222;Diese Einsch\u00e4tzung deckt sich mit der wissenschaftlichen Bewertung, die von Anfang an Grundlage unseres Handelns war&#8220;, sagte er. Ein wissenschaftliches Gutachten sei schon Anfang April zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Rettungsversuch nicht erfolgversprechend sei und erhebliche Risiken f\u00fcr das Tier berge. Auf dieser Grundlage hatte das Land entschieden, auf weitere aktive Eingriffe vorerst zu verzichten.<\/p>\n<p>Sender am Wal befestigt<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Nach drei Wochen an derselben Stelle war der Wal am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand pl\u00f6tzlich losgeschwommen. Von Booten aus versuchten Helfer, ihn Richtung Ostsee zu treiben. Nach zwei Stunden stoppte das vermutlich ersch\u00f6pfte Tier aber am \u00dcbergang der Bucht namens Kirchsee in die Wismarbucht, wo deutlich tieferes Fahrwasser Richtung Ostsee f\u00fchrt.<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Inzwischen wurde ein Sender an dem Tier befestigt. So k\u00f6nnte sein Weg verfolgt werden, sollte es sich \u00fcberraschend doch noch befreien und losschwimmen. Der Wal sei mittlerweile f\u00fcnf- bis sechsmal gestrandet, wenn man seine Bewegungen am Montag ber\u00fccksichtige, sagte Backhaus.<\/p>\n<p>Ministerium duldet privaten Rettungseinsatz<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">&#8222;Wer nichts macht, macht auch keine Fehler&#8220;, sagte Backhaus am Mittwoch auf Poel. Aber Tatenlosigkeit sei trotzdem keine Option. &#8222;Wir k\u00f6nnen gemeinsam sagen: Wir haben es versucht. Und der Versuch macht klug.&#8220; Der Umgang mit dem Tier wurde immer wieder von verschiedenen Seiten kritisiert, auch Backhaus selbst sah sich Vorw\u00fcrfen ausgesetzt.<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Mit Blick auf das Vorgehen der Privatinitiative sagte der Minister: &#8222;Es gab keinen Zuschlag und keine Genehmigung, sondern eine rechtlich gebotene Duldung.&#8220; Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sei es allen erlaubt, einem hilflosen Tier zu helfen. Ma\u00dfstab f\u00fcr das staatliche Handeln sei ausschlie\u00dflich das Tierwohl. Das Land begleite die Ma\u00dfnahmen eng, Veterin\u00e4rinnen und Veterin\u00e4re seien rund um die Uhr vor Ort.<\/p>\n<p>Ereignisse sollen politisch aufgearbeitet werden<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Backhaus k\u00fcndigte an, die Ereignisse politisch aufzuarbeiten. &#8222;Wir m\u00fcssen uns darauf einstellen, dass solche Situationen k\u00fcnftig h\u00e4ufiger auftreten k\u00f6nnen. Deshalb werde ich mich auf Bundesebene f\u00fcr bessere gemeinsame Strukturen im Umgang mit Gro\u00dfwalen einsetzen.&#8220;<\/p>\n<p>Weitere News On Air<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">Weitere Nachrichten aus Hamburg, Deutschland und der Welt h\u00f6rt ihr immer zur vollen Stunde bei uns im Programm. Holt euch einfach unsere <a _ngcontent-sc132=\"\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.radiohamburg.de\/programm\/frequenzen\/Streamen-%C3%BCber-die-App-id388032.html\" rel=\"nofollow noopener\">kostenlose App<\/a>, h\u00f6rt uns \u00fcber euren <a _ngcontent-sc132=\"\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.radiohamburg.de\/programm\/frequenzen\/Alexa-spiele-Radio-Hamburg-id387722.html\" rel=\"nofollow noopener\">Smartspeaker<\/a> oder schaltet mit einem Klick unten auf den Playbutton das Webradio ein. Zum Nachh\u00f6ren gibt&#8217;s das Ganze nat\u00fcrlich auch noch mal als <a _ngcontent-sc132=\"\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.radiohamburg.de\/hoeren\/podcasts\/Radio-Hamburg-Nachrichten-id388455.html\" rel=\"nofollow noopener\">Podcastangebot<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" _ngcontent-sc129=\"\" class=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/app.jpg\" alt=\"App, App Store, iOS, Play Store, Google\" title=\"App, App Store, iOS, Play Store, Google\"\/><\/p>\n<p>Foto: Bloomicon \/ Shutterstock.com<\/p>\n<p> F\u00fcr iOS &amp; Android <\/p>\n<p>Holt euch die kostenlose Radio Hamburg App<\/p>\n<p _ngcontent-sc85=\"\" align=\"false\">H\u00f6rt uns an jedem Ort auf der Welt in bester Qualit\u00e4t &amp; st\u00f6rungsfrei \u00fcber unsere kostenlose App. Holt sie euch jetzt f\u00fcr Android oder iOS.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"23. 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