{"id":967796,"date":"2026-04-23T20:38:37","date_gmt":"2026-04-23T20:38:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/967796\/"},"modified":"2026-04-23T20:38:37","modified_gmt":"2026-04-23T20:38:37","slug":"usa-verschaerfen-angriffe-auf-fischerboote-vor-lateinamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/967796\/","title":{"rendered":"USA versch\u00e4rfen Angriffe auf Fischerboote vor Lateinamerika"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/aefa3a60-b5d9-49d5-81ae-6e101a79eaa6.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Vom US-Milit\u00e4r bombardiertes Boot im Ostpazifik [Photo: USSOUTHCOM]<\/p>\n<p>Einige der wenigen \u00dcberlebenden von US-Raketenangriffen auf kleine Boote vor der K\u00fcste S\u00fcdamerikas haben eindeutige Beweise vorgelegt, dass die Opfer der m\u00f6rderischen Angriffe im Ostpazifik und der Karibik keine Drogenschmuggler, sondern verarmte Fischer waren.<\/p>\n<p>Ecuadorianische Fischer haben ausgesagt, sie seien am 26. M\u00e4rz auf dem Fischerboot Don Maca Ziel eines Doppelschlags (\u201eDouble Tap\u201c) durch eine US-Drohne geworden. Danach wurden sie von amerikanischen Soldaten verhaftet und in Handschellen, mit Kapuzen \u00fcber den K\u00f6pfen und mit vorgehaltenen Waffen auf ein US-Patrouillenschiff gebracht. <\/p>\n<p>Die Presse in den USA hat kaum \u00fcber diese Serie von au\u00dfergerichtlichen Morden berichtet, obwohl sie in den letzten Monaten dramatisch ausgeweitet wurde. Kein einziges der gro\u00dfen etablierten Medienh\u00e4user erw\u00e4hnte die Aussagen der Fischer, die die Angriffe \u00fcberlebten.<\/p>\n<p>Die Don Maca, ein 35-Tonnen-Fischkutter, war gemeinsam mit sechs kleineren Booten unterwegs und etwa eine Woche zuvor aus dem ecuadorianischen Hafen Manta ausgelaufen. Am 26. M\u00e4rz verschwand er etwa 320 Kilometer nordwestlich der Galapagos-Inseln.<\/p>\n<p>Als der Angriff begann, war die zwanzigk\u00f6pfige Besatzung mit normalen T\u00e4tigkeiten im Rahmen des Fischfangs besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Jhonny Sebasti\u00e1n Palacios erkl\u00e4rte: \u201eWir haben gearbeitet und auf die R\u00fcckkehr des letzten Fischerboots gewartet. Alles war ganz normal.\u201c Nur Sekunden sp\u00e4ter wurde das Boot von einem Drohnenangriff zerst\u00f6rt. Palacios erkl\u00e4rte gegen\u00fcber dem Guardian: \u201eIch rannte nach oben und sah, dass das Boot zerst\u00f6rt war&#8230; Das ganze Schiff war leergefegt.\u201c<\/p>\n<p>Mehrere Besatzungsmitglieder wurden ernsthaft verletzt. Erick Fabricio Coello Saltos (27) ist infolge des Angriffs zu 90 Prozent erblindet, erlitt gerissene Trommelfelle und Verletzungen durch Schrapnell: \u201eAls ich eine Explosion h\u00f6rte, zerriss es mir furchtbar das Trommelfell&#8230; Ich war blut\u00fcberstr\u00f6mt.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem die Don Maca in Brand geschossen wurde, verhafteten US-Soldaten die \u00dcberlebenden. Palacios sagte: \u201eWir hatten Angst, dass sie uns umbringen w\u00fcrden.\u201c Ein Anwalt der Besatzungsmitglieder beschrieb die Haft als \u201epsychologische Folter\u201c, die gepr\u00e4gt war von \u201eSinnesentzug und st\u00e4ndigen Drohungen mit Hinrichtung\u201c.<\/p>\n<p>Die Fischer schilderten, wie sie an Bord eines US-Schiffs festgehalten und sp\u00e4ter auf ein salvadorianisches Patrouillenboot \u00fcberstellt wurden. Nach mehreren Tagen auf See wurden sie nach El Salvador gebracht, auf einer Milit\u00e4rbasis verh\u00f6rt und schlie\u00dflich den Einwanderungsbeh\u00f6rden \u00fcbergeben. Ihre Familien suchten derweil verzweifelt nach den Vermissten.<\/p>\n<p>Palacios ist noch immer zutiefst ersch\u00fcttert: \u201eIch bekomme mitten in der Nacht Angstanf\u00e4lle. Ich schlafe schlecht. Meine Ohren schmerzen noch immer&#8230; Ich dachte, sie werden uns umbringen.\u201c Er f\u00fcgte hinzu, er werde nie mehr fischen.<\/p>\n<p>Der Angriff auf die Don Maca ist kein Einzelfall. Anw\u00e4lte untersuchen auch das Verschwinden des ecuadorianischen Schiffs Fiorella, das seit drei Monaten mit seiner achtk\u00f6pfigen Besatzung vermisst ist. \u00dcberlebende und Angeh\u00f6rige in der ganzen Region haben wiederholt ausgesagt, die Opfer h\u00e4tten keine Verbindungen zum Drogenschmuggel gehabt.<\/p>\n<p>Anfang April beschrieb Hern\u00e1n Flores, Kapit\u00e4n der Negra Francisca Duarte II, einen nahezu identischen Angriff nahe der Galapagos-Inseln am 17. M\u00e4rz. Sein Schiff wurde von einer US-Drohne bombardiert und versenkt. Die sechzehnk\u00f6pfige Besatzung sprang vom brennenden Schiff, mehrere Fischer wurden schwer verletzt. Sie konnten sich in kleinen Booten vor dem Feuer retten und trieben acht Tage lang auf dem Meer.<\/p>\n<p>Nachdem sie sich in Sicherheit gebracht hatten, baten sie ein nahegelegenes Schiff um Hilfe, wurden jedoch von US-Soldaten mit Feindseligkeit abgewiesen. Eine Woche sp\u00e4ter wurden die \u00dcberlebenden schlie\u00dflich von einem salvadorianischen Schiff gefunden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/wohin-geht-amerika\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/d8b1e754-dda2-4b2e-b1f0-58e6cab66628.png\" style=\"max-height:25rem\"\/><\/p>\n<p>David North (Hrsg.)<\/p>\n<p>Wohin geht Amerika? Faschismus oder Sozialismus<\/p>\n<p>Die Ereignisse vom Januar 2026 in Minneapolis haben die ganze Welt schockiert und deutlich gemacht, dass die Umwandlung der amerikanischen Demokratie in einen Milit\u00e4r- und Polizeistaat nicht l\u00e4nger nur eine theoretische M\u00f6glichkeit ist. Sie vollzieht sich vor unseren Augen.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Der Anwalt Jorge Chiriboga, der einige der Fischer vertritt, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der ecuadorianischen Nachrichtenseite Primicias: \u201eHierbei handelt es sich um Terrorismus gegen Fischer in der Sonderwirtschaftszone des ecuadorianischen Staates. Daher muss der Staat Ecuador und dessen Regierung die Interessen ecuadorianischer Staatsb\u00fcrger sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Das rechte Regime von Pr\u00e4sident Daniel Noboa, Erbe eines Milliardenverm\u00f6gens aus der Bananenindustrie und US-Staatsb\u00fcrger, ist jedoch nicht gewillt, die Interessen der Fischer zu verteidigen. Damit gibt die Regierung Ecuadors dem Pentagon das \u201eRecht\u201c, so viele Ecuadorianer zu ermorden, wie es will. Regierungsvertreter haben, ohne irgendwelche Beweise vorzulegen, angedeutet, die Fischer k\u00f6nnten an illegalen Aktivit\u00e4ten beteiligt gewesen sein. Die UN-Beh\u00f6rde f\u00fcr Entf\u00fchrungen sah sich gezwungen, die Regierung aufzufordern, im Fall der acht vermissten Besatzungsmitglieder der Fiorella t\u00e4tig zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/76bf68d4-f57e-41f2-81f7-2d4efa0f302a.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Angeh\u00f6rige der verschwundenen Fischer an Bord der Fiorella protestieren gegen die Unt\u00e4tigkeit der Regierung [Photo: cdh.org.ec]<\/p>\n<p>Im Februar dieses Jahres hatte Donald Trump in seiner Rede zur Lage der Nation scherzhaft erkl\u00e4rt, das US-Milit\u00e4r gehe so aggressiv vor, dass \u201eniemand mehr Fischen gehen will\u201c. Diesen \u201eWitz\u201c, der angesichts der Zeugenaussagen be\u00e4ngstigend w\u00f6rtlich zu nehmen ist, hat Trump oft wiederholt und dabei offensichtlich sadistisches Vergn\u00fcgen \u00fcber die Ermordung unschuldiger Arbeiter empfunden.<\/p>\n<p>Seit Beginn der \u201eOperation Southern Spear\u201c im September 2025 hat das US-Milit\u00e4r mindestens 53 Angriffe auf Fischerboote durchgef\u00fchrt, bei denen mindestens 181 Zivilisten get\u00f6tet wurden. <\/p>\n<p>Offizielle Pressemitteilungen des US Southern Command zeigen eine brutale Eskalation. Allein zwischen dem 11. und dem 19. April kam es im Ostpazifik zu f\u00fcnf t\u00f6dlichen Angriffen. In allen F\u00e4llen lautet die Rechtfertigung, die Schiffe w\u00fcrden sich \u201eauf bekannten Schmuggelrouten\u201c bewegen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Vorw\u00fcrfe wurden keine verifizierbaren Beweise vorgelegt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich werden die Versuche, diese Verbrechen zu untersuchen, systematisch behindert. Ein Bericht in The Intercept deutet darauf hin, dass das US-Au\u00dfenministerium die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR), einen Arm der Organisation Amerikanischer Staaten, dazu gedr\u00e4ngt hat, die Angriffe nicht mehr zu untersuchen.<\/p>\n<p>Bei einer Anh\u00f6rung der IACHR am 13. M\u00e4rz erkl\u00e4rten die American Civil Liberties Union, das Center for Constitutional Rights, die International Crisis Group und ein UN-Sonderberichterstatter, dass die Angriffe gegen US-amerikanisches und internationales Recht versto\u00dfen. Vertreter der US-Regierung riefen die Kommission daraufhin auf, \u201ezu anderen Themen \u00fcberzugehen\u201c. Die ehemalige IACHR-F\u00fchrung warnte, dass die Organisation den \u201eZorn\u201c der USA f\u00fcrchte, die ihr gr\u00f6\u00dfter Geldgeber sind.<\/p>\n<p>Gleichzeitig haben die Opfer der Familien rechtliche Schritte eingeleitet. Die Angeh\u00f6rigen des kolumbianischen Fischers Alejandro Carranza, der bei dem Angriff am 15. September get\u00f6tet wurde, haben eine Klage eingereicht, in der sie US-Verteidigungsminister Pete Hegseth als Verantwortlichen nennen. Sie erkl\u00e4rten, Carranza sei kein Schmuggler gewesen, sondern habe sein ganzes Leben lang als Fischer gearbeitet und sei Vater von vier Kindern gewesen.<\/p>\n<p>Auch die Familien von Chad Joseph und Rishi Samaroo aus Trinidad haben Klage wegen fahrl\u00e4ssiger T\u00f6tung erhoben. Anw\u00e4lteteams beschreiben die Serie von Angriffen als \u201ebeispiellos und offenkundig rechtswidrig\u201c.<\/p>\n<p>Diese Operationen dienten als Vorwand f\u00fcr eine umfassende Stationierung von US-Truppen, deren H\u00f6hepunkt die Angriffe auf Caracas und andere Ziele in Venezuela am 3. Januar war. Dabei wurden mehr als 100 Menschen get\u00f6tet und Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro entf\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u201eOperation Total Extermination\u201c<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz k\u00fcndigte der ecuadorianische Pr\u00e4sident Noboa gemeinsame Landoperationen von Ecuador und den USA an. Joseph Humire, ein hochrangiger Vertreter des Pentagon, erkl\u00e4rte vor dem Kongress, die Angriffe auf Boote seien \u201eerst der Anfang\u201c von \u201eOperation Total Extermination\u201c (Operation Totale Ausrottung) an der ecuadorianisch-kolumbianischen Grenze.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Seither haben weitere Zeugen ausgesagt, dass sich diese Operationen gegen l\u00e4ndliche Gemeinden richten. H\u00e4user und landwirtschaftliche Infrastruktur werden zerst\u00f6rt, die Arbeiter verhaftet und gefoltert.<\/p>\n<p>Gleichzeitig weiten die USA ihre Geheimdienst- und Polizeit\u00e4tigkeiten aus. Das FBI hat eine Zweigstelle in Quito er\u00f6ffnet und eine dauerhafte Pr\u00e4senz in Costa Rica eingerichtet. \u00dcber neue bilaterale Abkommen verst\u00e4rken die USA ihre Kontrolle \u00fcber die regionalen Operationen.<\/p>\n<p>Diese Entwicklungen fallen zusammen mit gro\u00df angelegten Milit\u00e4r\u00fcbungen wie Southern Seas 2026, die vom US Southern Command angef\u00fchrt wird. Die Stationierung gro\u00dfer Seestreitkr\u00e4fte, darunter Flugzeugtr\u00e4gerkampfgruppen, verdeutlicht das strategische Ausma\u00df des Aufgebots.<\/p>\n<p>Im Ostpazifik hat Washington auch wirtschaftliche Infrastruktur ins Visier genommen, die in Verbindung mit China steht, vor allem den peruanischen Megahafen Chancay. US-Regierungsvertreter haben offen damit gedroht, den Hafen von seinem chinesischen Betreiber \u201ezur\u00fcckzuholen\u201c. Dies erinnert an fr\u00fchere Drohungen gegen den Panamakanal und verdeutlicht die geopolitische Dimension der Kampagne.<\/p>\n<p>In der Karibik sind weiterhin US-Seestreitkr\u00e4fte aktiv, rund um Kuba fliegen verst\u00e4rkt Aufkl\u00e4rungsdrohnen und das US-Milit\u00e4r bereitet sich auf m\u00f6gliche Milit\u00e4rschl\u00e4ge f\u00fcr einen Regimewechsel vor.<\/p>\n<p>Es ist unverkennbar, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen Entwicklungen gibt. Die USA streben unter dem Vorwand der Bek\u00e4mpfung des Drogenschmuggels die milit\u00e4rische Vorherrschaft \u00fcber die westliche Hemisph\u00e4re an, die sie als ihre exklusive Einflusssph\u00e4re betrachten. Dieses Vorgehen richtet sich gegen Chinas zunehmende Investitionen und Handelsbeziehungen in der Region.<\/p>\n<p>Dieser Strategie liegt eine Doktrin zugrunde, die von Hegseth als \u201eGro\u00df-Nordamerika\u201c bezeichnet wird und in be\u00e4ngstigender Weise an die expansionistische Ideologie des \u201eGro\u00dfdeutschen Reiches\u201c der Nazis erinnert. Genau wie dieses historische Vorbild kombiniert sie territoriale Anspr\u00fcche mit der systematischen Entmenschlichung der Bev\u00f6lkerung der anvisierten L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Auch die angewandten Methoden sind aufschlussreich. Die au\u00dfergerichtliche T\u00f6tung von Fischern durch Drohnenangriffe auf der Grundlage von unbest\u00e4tigten Geheimdienstdaten und ohne Gerichtsverfahren soll die Vorstellung normalisieren, dass die USA das Recht h\u00e4tten, \u00fcberall in der westlichen Hemisph\u00e4re \u2013 selbst auf US-amerikanischem Staatsgebiet \u2013 jeden auf der Grundlage von reinen Verdachtsmomenten zu ermorden.<\/p>\n<p>Man darf von keiner Fraktion des amerikanischen politischen Establishments erwarten, dass sie diese Verbrechen beendet. Die Demokraten im Repr\u00e4sentantenhaus haben die Amtsenthebung von Pete Hegseth beantragt, u.a. wegen nicht genehmigter Kriegsf\u00fchrung gegen den Iran und den t\u00f6dlichen Angriffen auf angebliche Schmugglerboote. <\/p>\n<p>Doch dabei handelt es sich um eine Farce. Solange die Republikaner den Kongress kontrollieren, hat dieses Amtsenthebungsverfahren nahezu keine Aussicht auf Erfolg und dient haupts\u00e4chlich als politische Geste. Gleichzeitig haben die Demokraten mehrfach im Kongress f\u00fcr die Finanzierung der Milit\u00e4roperationen gestimmt, die sie jetzt kritisieren. Sie sind Komplizen in dem anhaltenden Blutvergie\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch den so genannten \u201elinken\u201c nationalistischen Regierungen in Lateinamerika darf kein Vertrauen geschenkt werden. Im Oktober hatten der kolumbianische Pr\u00e4sident Gustavo Petro und die mexikanische Pr\u00e4sidentin Claudia Sheinbaum die Angriffe als illegal verurteilt. Petro erkl\u00e4rte: \u201eWenn eine Rakete gegen ein Boot mit Unbewaffneten eingesetzt wird, dann ist das eine au\u00dfergerichtliche Ermordung.\u201c <\/p>\n<p>Doch nach der Entf\u00fchrung Maduros am 3. Januar und der darauf folgenden Eskalation der US-Aggression folgte nur noch Schweigen. Weder Petro noch Sheinbaum \u2013 oder der brasilianische Pr\u00e4sident Luiz Inacio Lula da Silva \u2013 verurteilten bei ihren Auftritten auf dem Gipfeltreffen \u201eGlobal Progressive Mobilisation\u201c in Barcelona am letzten Wochenende die anhaltenden Morde.<\/p>\n<p>Das Schweigen zeigt, dass diese Regierungen, die ihren eigenen kapitalistischen Eliten gehorchen, organisch unf\u00e4hig sind, echten Widerstand gegen den US-Imperialismus zu organisieren. Ihre fr\u00fchere Kritik erwies sich als leere Rhetorik, die sie angesichts des zunehmenden Drucks aus Washington schnell aufgegeben haben.<\/p>\n<p>Was sich in den Gew\u00e4ssern des Ostpazifik und der Karibik abspielt, ist kein \u201eKrieg gegen Drogen\u201c, sondern eine Terrorkampagne gegen Arbeiter. Die Beweise verdeutlichen, dass die blutr\u00fcnstigsten und schamlosesten Massenm\u00f6rder und Verbrecher sich nicht in abgelegenen Dschungeln oder auf dem Meer verstecken, sondern in Machtpositionen in Washington sitzen und einen Feldzug f\u00fcr die globale Vorherrschaft der USA f\u00fchren. Menschenleben gelten dabei als entbehrlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vom US-Milit\u00e4r bombardiertes Boot im Ostpazifik [Photo: USSOUTHCOM] Einige der wenigen \u00dcberlebenden von US-Raketenangriffen auf kleine Boote vor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":967797,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-967796","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116455952434410782","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/967796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=967796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/967796\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/967797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=967796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=967796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=967796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}