{"id":968935,"date":"2026-04-24T08:11:19","date_gmt":"2026-04-24T08:11:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/968935\/"},"modified":"2026-04-24T08:11:19","modified_gmt":"2026-04-24T08:11:19","slug":"einzigartige-violinistin-spielt-in-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/968935\/","title":{"rendered":"Einzigartige Violinistin spielt in Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eRachmaninow eins\u201c ist der Titel des 8. Sinfoniekonzerts, das am kommenden Sonntag und Montag in der Historischen Stadthalle zu erleben ist. Sergej Rachmaninows Sinfonie Nr. 1 d-Moll und Peter I. Tschaikowskis \u201eSlawischer Marsch\u201c bilden den musikalischen Rahmen f\u00fcr den Auftritt einer einzigartigen Violinistin und das 20-min\u00fctige Werk einer gro\u00dfartigen Komponistin.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die weltweit gefragte Violinistin \u0141ucja Madziar ist nicht zum ersten Mal zum Konzert in Wuppertal. Als Konzertmeisterin ist sie mehrfach bei Konzerten des Sinfonieorchesters (SOW) eingesprungen \u2013 zuletzt vor neun Jahren. \u201eIch spiele sehr gern mit diesem Orchester\u201c, sagt sie. \u201eSie spielen sehr gepflegt, die Ideen hinter der f\u00fcr sie unbekannten Musik haben sie sofort umgesetzt und die Proben waren k\u00fcrzer als geplant.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Geboren wurde \u0141ucja Madziar im polnischen Pozna\u0144, mit sechs Jahren erhielt sie ersten Geigenunterricht. \u201eDas war Zufall. Weil es in der Musikschule keinen Platz in der Klavierklasse gab, blieb mir nur die Geige\u201c, sagt sie. Bald hatte sie Wettbewerbserfolge, nahm an internationalen Meisterkursen teil. Ihr Studium absolvierte sie in Deutschland und \u00d6sterreich, seit mehr als 20 Jahren ist sie als Konzertmeisterin renommierter Orchester t\u00e4tig, seit 2023 als erste Konzertmeisterin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien. Parallel dazu ist sie weltweit als Solistin unterwegs. Ein zentraler Schwerpunkt ihres musikalischen Schaffens gilt der polnischen Musik, insbesondere dem Werk von Gra\u017cyna Bacewicz (1909-1969), deren Violinkonzerte sie als eine der profiliertesten Interpretinnen ihrer Generation international pr\u00e4sentiert. \u201eDie Musik von Gra\u017cyna Bacewicz ist ehrlich und authentisch. Sie meint es so, wie sie es komponiert, und ihre Musik hat immer eine tiefgehende Bedeutung\u201c, erkl\u00e4rt \u0141ucja Madziar. Lutz-Werner Hesse, der vor den Sinfoniekonzerten Einblick in die Werke, das Schaffen der Komponisten und historische Zusammenh\u00e4nge gibt, sagt: \u201eDie Musik von Gra\u017cyna Bacewicz kenne ich schon lange. Die Komponistin schrieb Musik, die man immer gut h\u00f6ren kann, die sehr originell und stilistisch eigenst\u00e4ndig ist.\u201c<\/p>\n<p>Ausdrucksstarke Werke der russischen Romantik       <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u0141ucja Madziar nimmt zurzeit alle sieben Violinkonzerte der Komponistin f\u00fcr das Label cpo auf \u2013 ein mehrj\u00e4hriges Projekt, das die stilistische Bandbreite Bacewiczs vom neoklassischen Fr\u00fchwerk bis zu den expressiv-modernen sp\u00e4ten Konzerten dokumentiert und das gesamte k\u00fcnstlerische Schaffen von 1937 bis 1965 abdecken soll. \u201eIch kannte von Gra\u017cyna Bacewicz nur kleine Geigenst\u00fccke und Werke f\u00fcr Klavier. Vor einigen Jahren h\u00f6rte ich Archivaufnahmen der Violinkonzerte. Ich war sofort begeistert und f\u00fchlte mich innerlich mit der Komponistin verbunden\u201c, sagt \u0141ucja Madziar. Das Violinkonzert Nr. 7, das sie in Wuppertal spielen wird, vereint virtuose Brillanz mit rhythmischer Pr\u00e4gnanz und einer farbenreichen Klangsprache.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gra\u017cyna Bacewicz war eine der wichtigsten polnischen Komponistinnen des 20. Jahrhunderts. Als herausragende Geigerin war sie auch als Konzertmeisterin sehr gesch\u00e4tzt. \u0141ucja Madziar spielt im Konzert eine Violine von Camillo Camilli aus dem Jahr 1736, eine Leihgabe der Oesterreichischen Nationalbank. \u201eSie spielt wundersch\u00f6n weich und hell und sie wird gern gespielt\u201c, sagt \u0141ucja Madziar \u00fcber ihre Geige.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor und nach dem Violinkonzert erklingen ausdrucksstarke Werke der russischen Romantik. \u201eTschaikowskis \u201eSlawischer Marsch\u201c geh\u00f6rt in den Bereich einer, ich nenne es einmal \u201epatriotischen Musik\u201c. Das ist ein Genre, das wir heute mit einer gewissen Skepsis betrachten. Das Werk zeigt uns aber, auf welchem hohen kompositorischen Niveau solche Musik geschrieben werden kann. Das l\u00e4sst uns dann den Anlass vergessen\u201c, erkl\u00e4rt Hesse. Der spanische Dirigent Guillermo Garc\u00eda Calvo, der eine lange internationale Karriere vorzuweisen hat, leitet das Konzert. Nach der Pause wird er mit dem SOW einen rhythmisch mitrei\u00dfenden \u201eRachmaninow eins\u201c pr\u00e4sentieren. \u201eSergej Rachmaninows Sinfonie Nr. 1 d-Moll ist ein Werk von einer unglaublichen jugendlichen Kraft. Es ist ungest\u00fcm und noch nicht von der klanglichen Raffinesse seiner sp\u00e4teren zweiten Sinfonie. Aber gerade das Ungest\u00fcme macht es so eindrucksvoll und ber\u00fchrend\u201c, erkl\u00e4rt Hesse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eRachmaninow eins\u201c ist der Titel des 8. 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