{"id":970497,"date":"2026-04-24T22:49:14","date_gmt":"2026-04-24T22:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/970497\/"},"modified":"2026-04-24T22:49:14","modified_gmt":"2026-04-24T22:49:14","slug":"ruestungskonzern-rheinmetall-berichtet-von-350-000-bewerbungen-in-nur-einem-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/970497\/","title":{"rendered":"R\u00fcstungskonzern: Rheinmetall berichtet von 350.000 Bewerbungen in nur einem Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Dem Vorstandsvorsitzenden von Rheinmetall zufolge kann sich der deutsche R\u00fcstungskonzern vor Bewerbern kaum retten. Auch sollen sich die zuletzt starken Wachstumsraten im laufenden Jahr fortsetzen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der D\u00fcsseldorfer R\u00fcstungskonzern Rheinmetall wird mit Bewerbungen geradezu \u00fcbersch\u00fcttet. Im Gegensatz zu fr\u00fcheren Jahrzehnten, in denen das Unternehmen mit einem schwierigen Image zu k\u00e4mpfen hatte, seien allein im vergangenen Jahr weltweit 350.000 Bewerbungen eingegangen, 250.000 davon in Deutschland, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger bei einer Veranstaltung des Clubs Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Es klingelten sogar Leute bei ihm zu Hause und sagten, dass sie bei Rheinmetall arbeiten wollten. Derzeit hat der Konzern etwa 44.000 Besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Rheinmetall sei zuletzt um 30 bis 50 Prozent pro Jahr gewachsen. In diesem Jahr sollen es etwa 40 Prozent werden. Den erwarteten Umsatz bezifferte der Chef des D\u00fcsseldorfer R\u00fcstungskonzerns auf 14 bis 15 Milliarden Euro. 65 Prozent der Waren w\u00fcrden exportiert \u2013 vor allem in andere Nato-Staaten.<\/p>\n<p>Das Unternehmen habe in etwa 11.500 deutsche Zulieferer, rund 4.500 davon stammten aus der Automobilindustrie. Wenn Rheinmetall bis 2030 auf bis zu 70.000 Besch\u00e4ftigte angewachsen sei und etwa 210.000 weitere Menschen der Lieferkette zuzurechnen seien, dann entspr\u00e4che das einem Drittel der gesamten Autoindustrie, sagte Papperger.<\/p>\n<p>\u201eWir haben ja keine anderen Kunden\u201c<\/p>\n<p>Erst zwischen 2035 und 2040 rechnet er mit einem Abflauen der bislang stark steigenden Ums\u00e4tze und Auftr\u00e4ge. Sofern es keine milit\u00e4rische Auseinandersetzung in Deutschland gebe, werde dann der Zenit \u00fcberschritten, sagte Pappberger, der auch Pr\u00e4sident des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) ist. Seien die R\u00fcstungsvorhaben abgearbeitet und funktioniere die Abschreckung wie geplant, werde es zu \u00dcberkapazit\u00e4ten kommen. <\/p>\n<p>Dann seien die Regierungen gefragt. \u201eWir haben ja keine anderen Kunden.\u201c Bereits jetzt gebe es Gespr\u00e4che mit Ministerien, was es bedeute, eine Kriegsreserve aufzubauen \u201ein Jahren, wo wir das alles nicht mehr so brauchen\u201c. Aus Pappergers Sicht sollte es dann eine sogenannte Vorhalte-Charter wie in den 1950er- und 1960er-Jahren beim Aufbau der Bundeswehr geben. Das hei\u00dft: Der Staat beteiligt sich an den Fixkosten.<\/p>\n<p>Bei Milit\u00e4rlastwagen habe Rheinmetall die Produktionskapazit\u00e4ten inzwischen von 600 auf 4500 im Jahr erh\u00f6ht, bei der Mittelkalibermunition von etwa 800.000 auf mehr als 4 Millionen Schuss und bei der Artillerie von 70.000 auf 1,1 Millionen Schuss. Bei konventioneller Munition verf\u00fcge Deutschland inzwischen \u00fcber mehr Produktionskapazit\u00e4ten als die USA, sagte Papperger.<\/p>\n<p>Rheinmetall hatte Anfang M\u00e4rz die \u00dcbernahme des Marineunternehmens NVL abgeschlossen, zu dem die Werft Blohm+Voss geh\u00f6rte. Verk\u00e4ufer war die Bremer Werftengruppe L\u00fcrssen. Papperger sagte, es werde die komplette Belegschaft \u00fcbernommen und zus\u00e4tzliches Personal in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von etwa 500 Menschen eingestellt. \u201eEs ist ja nicht so, dass wir jetzt sagen, wir kaufen eine Firma und dann stellen wir 2000 Mann ein, die vorher Gummib\u00e4rchen produziert haben, und dann m\u00fcssen die Marine-Schiffe bauen.\u201c<\/p>\n<p>dpa\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dem Vorstandsvorsitzenden von Rheinmetall zufolge kann sich der deutsche R\u00fcstungskonzern vor Bewerbern kaum retten. 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