{"id":974599,"date":"2026-04-26T15:20:41","date_gmt":"2026-04-26T15:20:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/974599\/"},"modified":"2026-04-26T15:20:41","modified_gmt":"2026-04-26T15:20:41","slug":"wie-sich-die-eu-in-die-wirtschaftliche-abhaengigkeit-amerikas-regulierte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/974599\/","title":{"rendered":"Wie sich die EU in die wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit Amerikas regulierte"},"content":{"rendered":"<p>Europas wachsende wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit von den USA ist laut <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/europe\/2026\/04\/22\/how-europe-regulated-itself-into-american-vassalage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Economist<\/a>-Analyse wesentlich das Ergebnis eigener Regulierungspolitik. Beobachter halten fest: \u00abEuropas Abh\u00e4ngigkeit von der amerikanischen Wirtschaft ist zu einem nicht geringen Teil selbst verschuldet.\u00bb<\/p>\n<p>Im Zentrum steht eine \u00fcber Jahre gewachsene Regulierungsdichte. Strenge Vorgaben in Bereichen wie Datenschutz, Wettbewerb, Umwelt oder Finanzmarkt erh\u00f6hten die Kosten f\u00fcr Unternehmen erheblich. W\u00e4hrend grosse US-Konzerne diese Last dank ihrer Gr\u00f6sse bew\u00e4ltigen konnten, fehlte europ\u00e4ischen Firmen oft die Skalierung. Die Folge: Amerikanische Anbieter setzten sich auch auf dem europ\u00e4ischen Markt durch.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/708953980_highres-1024x683.jpg\" alt=\"Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Ursula von der Leyen an einem EU-Gipfel<br \/>\n                                                                            <\/p>\n<p>                                        Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved<\/p>\n<p>Besonders sichtbar ist dies im Technologiesektor: Europ\u00e4ische Unternehmen spielen bei K\u00fcnstlicher Intelligenz, Cloud-Diensten oder digitalen Plattformen kaum eine f\u00fchrende Rolle. Stattdessen dominieren US-Konzerne zentrale Infrastrukturen \u2013 von Smartphones \u00fcber Zahlungsdienste bis hin zu Datenverarbeitung. Selbst staatliche Stellen greifen h\u00e4ufig auf amerikanische Anbieter zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch im Finanzsystem zeigt sich die Entwicklung: Europ\u00e4ische Banken und Unternehmen sind stark in dollarbasierte Strukturen eingebunden und m\u00fcssen damit indirekt US-Vorgaben folgen. Eine eigenst\u00e4ndige europ\u00e4ische Zahlungsinfrastruktur wurde zudem durch Regulierung geschw\u00e4cht und schliesslich an ein US-Unternehmen verkauft.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Hinzu kommt die Energiepolitik. Einschr\u00e4nkungen bei F\u00f6rderung und Infrastruktur f\u00fchrten dazu, dass Europa heute einen Grossteil seines Gasbedarfs importiert \u2013 zunehmend aus den USA. \u00c4hnliche Muster zeigen sich bei Rohstoffen, deren Abbau durch langwierige Bewilligungsverfahren erschwert wird.<\/p>\n<p>Die Regulierung verfolgte jeweils legitime Ziele \u2013 vom Klimaschutz bis zur Marktaufsicht, so der Economist. In ihrer Gesamtheit schuf sie jedoch strukturelle Nachteile f\u00fcr europ\u00e4ische Anbieter und verst\u00e4rkte die Abh\u00e4ngigkeit von externen Akteuren.<\/p>\n<p>Br\u00fcssel versucht nun gegenzusteuern \u2013 etwa mit Initiativen zur technologischen Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europas wachsende wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit von den USA ist laut Economist-Analyse wesentlich das Ergebnis eigener Regulierungspolitik. 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