{"id":977019,"date":"2026-04-27T15:19:16","date_gmt":"2026-04-27T15:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/977019\/"},"modified":"2026-04-27T15:19:16","modified_gmt":"2026-04-27T15:19:16","slug":"vereinigtes-koenigreich-bildungsministerium-gibt-beschwerdesystem-an-unis-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/977019\/","title":{"rendered":"Vereinigtes K\u00f6nigreich: Bildungsministerium gibt Beschwerdesystem an Unis vor"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tHohe Geldstrafen bei zu wenig Freiheitsschutz\u00a0<\/p>\n<p>Universit\u00e4ten d\u00fcrfen dem Ministerium zufolge k\u00fcnftig keine Geheimhaltungsvereinbarungen mehr verwenden, &#8222;um Opfer von Fehlverhalten auf dem Campus zum Schweigen zu bringen. Dies sch\u00fctzt gef\u00e4hrdete Personen, die Bel\u00e4stigung, Missbrauch oder sexuelle \u00dcbergriffe erlebt haben k\u00f6nnten&#8220;, hei\u00dft es in der Pressemitteilung.\u00a0<\/p>\n<p>Ab April 2027 sind demnach f\u00fcr Universit\u00e4ten, die gegen die Meinungsfreiheit versto\u00dfen, Geldstrafen von bis zu 500.000 Pfund oder zwei Prozent ihrer Einnahmen m\u00f6glich. Gem\u00e4\u00df der Einsch\u00e4tzung von The Guardian k\u00f6nnten die prozentualen Bu\u00dfgelder f\u00fcr die renommiertesten Einrichtungen in die Milliarden gehen. &#8222;In schwerwiegendsten F\u00e4llen droht die Aberkennung der Zulassung, was den Verlust des Zugangs zu Studienf\u00f6rderung oder \u00f6ffentlichen F\u00f6rdermitteln zur Folge hat&#8220;, informierte das Bildungsministerium.\u00a0<\/p>\n<p>2025 hatte der <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/management\/hochschule-soll-hohe-strafe-zahlen-6999\" title=\"Hochschule soll hohe Strafe zahlen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fall der University of Sussex<\/a> mediales Aufsehen erregt: Das OfS hatte eine Geldstrafe von umgerechnet 700.000 Euro verh\u00e4ngt, da die Universit\u00e4t durch eine interne Leitlinie zur Gleichstellung von Transmenschen und nichtbin\u00e4ren Personen eine Atmosph\u00e4re der Selbstzensur geschaffen habe. Die Universit\u00e4t klagt derzeit vor dem obersten Gericht (Royal Courts of Justice) in London und hatte dazu Anfang Februar 2026 die erste Anh\u00f6rung.\u00a0<\/p>\n<p>Rechte-Wettstreit: akademische Freiheit und Minderheitenschutz\u00a0<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident von Universities UK, Professor Malcolm Press, sagte der Pressemitteilung des Ministeriums zufolge, dass die Universit\u00e4ten gesetzlich verpflichtet seien, die Meinungsfreiheit und die akademische Freiheit zu sch\u00fctzen: &#8222;Der Schutz der Meinungsfreiheit bei gleichzeitiger Verhinderung von Bel\u00e4stigung, Hassrede und Radikalisierung ist eine komplexe Aufgaben, die sorgf\u00e4ltig abgewogene Entscheidungen erfordert. Es ist wichtig, dass das OfS seine neuen Aufgaben fair, transparent und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wahrnimmt.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Im Rechtsstreit um die Universit\u00e4t Sussex hatte das OfS in einer Stellungname zur Geldstrafe vorgebracht, es sei &#8222;absolut legitim&#8220;, dass Universit\u00e4ten Gleichstellungsziele verfolgen. Sie m\u00fcssten jedoch dabei darauf achten, das Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung zu wahren. Auch d\u00fcrfe dadurch keine &#8222;indirekte Diskriminierung von Menschen mit durch die Meinungsfreiheit gesch\u00fctzten \u00dcberzeugungen&#8220; entstehen. Die Universit\u00e4t Sussex hingegen argumentierte, Hochschulen d\u00fcrften Beschr\u00e4nkungen erlassen, die f\u00fcr &#8222;legitime Zwecke wie die Aufrechterhaltung der Ordnung und der akademischen Standards&#8220; notwendig und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig seien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hohe Geldstrafen bei zu wenig Freiheitsschutz\u00a0 Universit\u00e4ten d\u00fcrfen dem Ministerium zufolge k\u00fcnftig keine Geheimhaltungsvereinbarungen mehr verwenden, &#8222;um Opfer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":977020,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-977019","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116477346962007842","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/977019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=977019"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/977019\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/977020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=977019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=977019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=977019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}