{"id":977678,"date":"2026-04-27T21:20:42","date_gmt":"2026-04-27T21:20:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/977678\/"},"modified":"2026-04-27T21:20:42","modified_gmt":"2026-04-27T21:20:42","slug":"berlin-mit-mini-kamera-zum-fuehrerschein-betrug-auf-rekordniveau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/977678\/","title":{"rendered":"Berlin | Mit Mini-Kamera zum F\u00fchrerschein: Betrug auf Rekordniveau"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Versteckte Ohrh\u00f6rer, Mini-Kameras oder sogar Doppelg\u00e4nger: Bei der F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung wird immer raffinierter betrogen. Mehr als 4.200 T\u00e4uschungsversuche (4.239) sind im vergangenen Jahr bei theoretischen Pr\u00fcfungen registriert worden. Das geht aus den Daten des T\u00fcv-Verbands hervor. Damit bleibt der Pr\u00fcfungsbetrug nach starken Zuw\u00e4chsen in den Vorjahren ein Problem (2023: 3.759 F\u00e4lle, 2024: 4.198).<\/p>\n<p>\u00abDie aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Pr\u00fcfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert\u00bb, sagte Fani Zaneta vom T\u00fcv-Verband. Zugleich gebe es vermutlich ein gro\u00dfes Dunkelfeld, da nur ein Teil der T\u00e4uschungen entdeckt werde.<\/p>\n<p>Hightech trifft auf alte Schule<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist der Einsatz technischer Hilfsmittel: In mehr als jedem dritten Fall (36 Prozent) kamen etwa Mini-Kameras oder kaum sichtbare Ohrh\u00f6rer zum Einsatz. Auch Doppelg\u00e4nger sind keine Seltenheit: In weiteren F\u00e4llen legten sogenannte Stellvertreter die Pr\u00fcfung ab. Insgesamt sei inzwischen gut jeder zweite Betrugsversuch (52 Prozent) professionell organisiert, so der T\u00fcv-Verband.<\/p>\n<p>Oftmals seien weitere Personen involviert, die den Pr\u00fcfling \u00abtechnisch unterst\u00fctzen, aus der Ferne L\u00f6sungen \u00fcbermitteln oder sich als Fahrsch\u00fcler ausgeben\u00bb, so Zaneta. Daf\u00fcr sei auch entsprechendes technisches Know-how notwendig, um bestimmte Betrugsmaschen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In 44 Prozent der F\u00e4lle wurde den Angaben zufolge mit dem klassischen Spickzettel geschummelt. Besonders h\u00e4ufig betroffen ist vor allem die Pkw-Pr\u00fcfung (4.052 F\u00e4lle).<\/p>\n<p>Organisierter Betrug kein \u00abKavaliersdelikt\u00bb<\/p>\n<p>Die meisten T\u00e4uschungsversuche wurden in Nordrhein-Westfalen registriert (1.378), gefolgt von Berlin (497) und Bayern (449). Die Hauptstadt verzeichnet im Bundesl\u00e4ndervergleich den st\u00e4rksten Anstieg &#8211; ein Zuwachs gegen\u00fcber dem Vorjahr um rund 25 Prozent. In kleineren Bundesl\u00e4ndern lagen die Zahlen deutlich niedriger.<\/p>\n<p>\u00abOrganisierter Pr\u00fcfungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt\u00bb, warnte der T\u00fcv-Verband. Wer sich den F\u00fchrerschein erschleiche, dem fehlten wichtige Kenntnisse im Stra\u00dfenverkehr: \u00abWer bei der theoretischen Fahrpr\u00fcfung t\u00e4uscht, bringt sich und andere in Gefahr.\u00bb Der Verband fordert strengere Ma\u00dfnahmen gegen organisierten Betrug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Versteckte Ohrh\u00f6rer, Mini-Kameras oder sogar Doppelg\u00e4nger: Bei der F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung wird immer raffinierter betrogen. 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