{"id":978179,"date":"2026-04-28T02:10:31","date_gmt":"2026-04-28T02:10:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/978179\/"},"modified":"2026-04-28T02:10:31","modified_gmt":"2026-04-28T02:10:31","slug":"vom-donbass-in-den-nahen-osten-welche-rolle-die-ukraine-beim-iran-krieg-jetzt-spielt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/978179\/","title":{"rendered":"Vom Donbass in den Nahen Osten: Welche Rolle die Ukraine beim Iran-Krieg jetzt spielt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Ende M\u00e4rz besuchte der ukrainische Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/wolodymyr-selenskyj\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolodymyr Selenskyj<\/a> mehrere arabische Golfmonarchien, die unversehens in den Krieg zwischen Iran, den USA und Israel hineingezogen wurden.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Kurz vor seiner Reise berichtete der ukrainische Pr\u00e4sident, Washington habe Kiew um Hilfe bei der L\u00f6sung des Problems iranischer Drohnen gebeten.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Im Anschluss an seinen Besuch in der Region unterzeichnete Selenskyj zehnj\u00e4hrige Sicherheitspartnerschaftsabkommen mit Katar, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/saudi-arabien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Saudi-Arabien<\/a> und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Kiew kooperiert au\u00dferdem mit Jordanien und Kuwait.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a>, die sich seit \u00fcber vier Jahren der russischen Milit\u00e4raggression \u2013 einschlie\u00dflich Drohnenangriffen \u2013 widersetzt, hat sich als das Land mit der gr\u00f6\u00dften Erfahrung in diesem Bereich erwiesen. Gleichzeitig ist es f\u00fcr Kiew von zentraler Bedeutung zu betonen, dass Russland und Iran eine Achse bilden, die eine Bedrohung f\u00fcr die Ukraine, die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>, Israel und die arabischen Staaten darstellt.\n          <\/p>\n<p>          Selenskyjs flexible Strategie<\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Der zerm\u00fcrbende Krieg mit dem <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/irak\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Irak<\/a> von 1980 bis 1988 markierte einen Wendepunkt f\u00fcr die damals junge Islamische Republik Iran. Dieser Konflikt zwang die Machthaber in Teheran zu mindestens drei ern\u00fcchternden Schlussfolgerungen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Erstens blieb der Iran isoliert, w\u00e4hrend der Irak die Unterst\u00fctzung der Vereinigten Staaten, der Sowjetunion und arabischer L\u00e4nder genoss. In der iranischen Literatur ist dies unter dem Begriff der \u201estrategischen Einsamkeit\u201c (\u201etanhai-e stratejik\u201c) bekannt.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Zweitens kamen die Machthaber der Islamischen Republik zu dem Schluss, dass das V\u00f6lkerrecht nicht auf Teherans Seite stand. So verh\u00e4ngte der UN-Sicherheitsrat etwa keine Sanktionen gegen Saddam Hussein wegen des Einsatzes von Chemiewaffen, verurteilte jedoch den Iran f\u00fcr seinen Einmarsch in irakisches Territorium im Jahr 1982.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Drittens erkannte Teheran, dass ein Sieg auf dem Schlachtfeld gegen milit\u00e4risch \u00fcberlegene Gegner kaum m\u00f6glich war. Diese Erkenntnis wurde durch die schnellen und erfolgreichen amerikanischen Interventionen im Irak in den Jahren 1991 und 2003 zus\u00e4tzlich best\u00e4tigt.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Die dritte Schlussfolgerung gab der Islamischen Republik den Ansto\u00df zur Entwicklung einer flexiblen Milit\u00e4rstrategie. Diese sieht im Kern vor, milit\u00e4rische Konflikte mit potenziellen Gegnern m\u00f6glichst weit von den eigenen Grenzen entfernt auszutragen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            In diesem Zusammenhang st\u00fctzte sich Teheran zun\u00e4chst auf Stellvertretertruppen im Nahen Osten, etwa die Hisbollah-Miliz im Libanon, Al-Haschd asch-Schaabi im Irak und Ansar Allah (die Huthis) im Jemen. Zweitens begann der Iran, sein Raketenprogramm sowie die Drohnenproduktion rasch auszubauen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            2014 pr\u00e4sentierte der Iran eine neue Drohne, die Tufan, ein kleines, leichtes Deltafl\u00fcgel-Flugzeug. Wenige Jahre sp\u00e4ter bildeten diese Kamikaze-Drohnen den Kern der sp\u00e4teren Shahed-136. Nach dem Einmarsch in die Ukraine 2022 erwarb und verbesserte Russland diese Drohnen (unter der Bezeichnung Geran-2) und produziert sie inzwischen selbst. Seitdem hat die russische Armee Zehntausende dieser Drohnen eingesetzt, um milit\u00e4rische und zivile Infrastruktur in der Ukraine anzugreifen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Teherans Unterst\u00fctzung f\u00fcr Moskau war gr\u00f6\u00dftenteils eine Form der Dankbarkeit f\u00fcr Russlands Milit\u00e4rintervention in Syrien im Jahr 2015, die den Diktator Baschar al-Assad st\u00fctzen sollte \u2013 auch wenn er letztlich, neun Jahre sp\u00e4ter, doch gest\u00fcrzt wurde.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            In jedem Fall lernte der Iran aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine, dass Drohnen \u2013 mehr noch als Raketen \u2013 kosteng\u00fcnstig in den Gefechtsraum eindringen k\u00f6nnen. Ihre geringen Kosten und die schnelle Produktion machen sie zu einem idealen Mittel, um einen Gegner zu zerm\u00fcrben.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            W\u00e4hrend der 40 Tage des j\u00fcngsten Krieges erhielt der Iran Ratschl\u00e4ge zu Drohnentaktiken, um die Luftabwehr im Persischen Golf zu umgehen. Dar\u00fcber hinaus profitierte Teheran Berichten zufolge vom Zugang zu russischen Geheimdienstinformationen \u00fcber US-Milit\u00e4rbasen im Nahen Osten.\n          <\/p>\n<p>          Grenzen der Verteidigung<\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Nach der iranischen Revolution von 1979 und Teherans Bekenntnis zum \u201eExport der Islamischen Revolution\u201c (\u201esudur-e enqilab-e islami\u201c) wuchs die Sorge der arabischen Monarchien am Persischen Golf um ihre Sicherheit. Die Vereinigten Staaten traten als Garant ihrer Souver\u00e4nit\u00e4t auf und formulierten 1980 die sogenannte Jimmy-Carter-Doktrin, die die Bereitschaft der USA zum Einsatz milit\u00e4rischer Gewalt im Falle einer Bedrohung der Golfstaaten \u2013 sowohl durch die Sowjetunion als auch durch den Iran \u2013 erkl\u00e4rte.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Im Rahmen dieser Doktrin investierten die Regierungen der Golfstaaten seit den 1990er-Jahren erheblich in die Luftverteidigung. Sie beschafften Patriot-Raketenbatterien sowie \u2013 im Falle der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens \u2013 THAAD-Raketenabwehrsysteme (Terminal High Altitude Area Defense).\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            In den vergangenen Jahren wurde jedoch deutlich, dass die Verteidigungssysteme der Golfstaaten, die prim\u00e4r zur Abwehr von Kurz- und Mittelstreckenraketen konzipiert sind, f\u00fcr die Drohnenabwehr nur begrenzt geeignet sind. Kleine Drohnen, die in geringer H\u00f6he fliegen, sind f\u00fcr ein Radar schwer zu erfassen. Ihre Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit und die M\u00f6glichkeit, die Flugbahn kurzfristig zu \u00e4ndern, erschweren das Abfangen zus\u00e4tzlich \u2013 im Vergleich zu berechenbareren Raketenangriffen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            So demonstrierten etwa die Huthis im Januar 2022 ihre F\u00e4higkeit, mit Drohnen erheblichen Schaden anzurichten, als sie den Flughafen von Abu Dhabi angriffen und drei Menschen t\u00f6teten.\n          <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/e14a4822-130e-41ae-b395-a00db9d4daf4.jpg\"   alt=\"Tr\u00fcmmer einer russischen Drohne \u00fcber Kiew im Dezember 2025.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Tr\u00fcmmer einer russischen Drohne \u00fcber Kiew im Dezember 2025.\" data-source=\"Evgen Kotenko\/imago\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Tr\u00fcmmer einer russischen Drohne \u00fcber Kiew im Dezember 2025.<\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\u00a9 Evgen Kotenko\/imago<\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Seit Beginn des aktuellen Konflikts zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite sind St\u00e4dte am Persischen Golf einer beispiellosen Angriffswelle aus Teheran ausgesetzt.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Das iranische Milit\u00e4r setzte zahlreiche ballistische Raketen und Marschflugk\u00f6rper ein. Der Gro\u00dfteil der Luftangriffe auf die Arabische Halbinsel erfolgte jedoch mit unbemannten Luftfahrzeugen, insbesondere mit der Shahed-136.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            So kamen bei einem Drohnenangriff in Kuwait am 28. Februar sechs US-Soldaten ums Leben. Allein in den ersten zwei Kriegswochen wurden 83 Prozent der iranischen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate mit Drohnen durchgef\u00fchrt.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Neben den technischen Herausforderungen erschwert vor allem der enorme Kostenunterschied das Abfangen iranischer Drohnen. Die Herstellung einer iranischen Drohne kostet etwa 35.000 US-Dollar. Ein einzelner THAAD-Abfangflugk\u00f6rper kostet sch\u00e4tzungsweise 12,7 Millionen US-Dollar, eine Patriot-Rakete rund vier Millionen US-Dollar und eine luftgest\u00fctzte AIM-9X Sidewinder etwa 500.000 US-Dollar.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Dennoch waren die Streitkr\u00e4fte der <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/golfstaat\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Golfstaaten<\/a> gezwungen, Hunderte dieser vergleichsweise billigen Drohnen mit ihren teuren und begrenzten Raketenabwehrsystemen zu bek\u00e4mpfen. Allein in den ersten drei Tagen setzten sie \u00fcber 800 Patriot-Abfangraketen ein.\n          <\/p>\n<p>          <strong>Die Jagd nach den Shaheds<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Das Abfangen einer Drohne der Shahed-Klasse stellt andere Anforderungen als die Abwehr einer ballistischen Rakete. Im Jahr 2024 verursachten iranische Drohnen, die von der Hisbollah aus dem <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/libanon\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Libanon<\/a> gestartet wurden, erhebliche Sch\u00e4den und Opfer in Israel. Israels taktisches Raketenabwehrsystem Iron Dome erwies sich dabei als nur eingeschr\u00e4nkt wirksam.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Laut Axios entsandte Israel w\u00e4hrend des j\u00fcngsten Krieges Iron-Dome-Systeme in die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/category\/vereinigte-arabische-emirate\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vereinigten Arabischen Emirate<\/a>, mit denen es seit 2020 diplomatische Beziehungen unterh\u00e4lt.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Zugleich wurde der neue Laser-Abfangj\u00e4ger Iron Beam, den Israel erprobt hatte, beschleunigt in Dienst gestellt und erwies sich als deutlich effektiver. Israel verf\u00fcgt allerdings bislang nur \u00fcber ein einziges dieser Systeme; die Staaten des Persischen Golfs besitzen keines.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Eine weitere M\u00f6glichkeit zur Drohnenabwehr besteht darin, Produktionsst\u00e4tten, Lager und Abschussrampen gezielt anzugreifen. Bereits Anfang M\u00e4rz erkl\u00e4rte Admiral Brad Cooper, Chef des US Central Command, die Zahl iranischer Drohnenstarts sei seit Beginn des Konflikts um 83 Prozent gesunken. Eine unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfung dieser Angaben ist jedoch schwierig.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Die Ukraine hat in den vergangenen Jahren die gr\u00f6\u00dften Fortschritte bei der Drohnenabwehr erzielt. Die ukrainische Armee, die ihre Effektivit\u00e4t zuletzt auch bei Nato-\u00dcbungen unter Beweis stellte, entwickelte eine breite Palette milit\u00e4rischer Innovationen \u2013 von St\u00f6rsendern bis hin zu auf Lastwagen montierten Maschinengewehren.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Zur Drohnenabwehr setzt die Ukraine vor allem auf FPV-Abfangdrohnen (First-Person View). Diese kleinen, wendigen Flugger\u00e4te k\u00f6nnen Shahed-Drohnen entweder rammen oder gezielt zur Detonation bringen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Neuere Modelle werden zwar von einem Piloten gesteuert, k\u00f6nnen die finalen Abfangman\u00f6ver jedoch mithilfe K\u00fcnstlicher Intelligenz autonom ausf\u00fchren. Experten sch\u00e4tzen die Kosten eines einzelnen FPV-Abfangs auf 800 bis 3000 US-Dollar pro Einheit \u2013 etwa 20-mal weniger als der Preis der angreifenden Drohne.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Abfangdrohnen reduzieren den Schaden russischer Angriffe erheblich, k\u00f6nnen ihn jedoch nicht vollst\u00e4ndig verhindern. Im Januar dieses Jahres zerst\u00f6rte die Ukraine mit 1.704 abgeschossenen Shahed-Drohnen eine Rekordzahl \u2013 rund die H\u00e4lfte aller in diesem Monat abgefangenen Drohnen. Etwa 70 Prozent davon wurden mit FPV-Systemen neutralisiert.\n          <\/p>\n<p>          <strong>\u201eIn einem gemeinsamen Sch\u00fctzengraben\u201c<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Unmittelbar nach Beginn der Offensive gegen den Iran ignorierte US-Pr\u00e4sident Donald Trump die Ukraine zun\u00e4chst. \u201eWir brauchen ihre Hilfe nicht zur Drohnenabwehr. (\u2026) Wir haben die besten Drohnen der Welt\u201c, erkl\u00e4rte er.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Die folgenden Wochen am Persischen Golf zeigten jedoch, dass \u2013 wenn nicht Washington selbst, so doch seine Verb\u00fcndeten in der Region \u2013 auf ukrainische Expertise angewiesen sind.\n          <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/7b242f47-54af-4976-92d4-72ab23a0c67b.jpg\"   alt=\"Wolodymyr Selenskyj trifft Kronprinz Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Wolodymyr Selenskyj trifft Kronprinz Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien.\" data-source=\"apaimages\/imago\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Wolodymyr Selenskyj trifft Kronprinz Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien.<\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\u00a9 apaimages\/imago<\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            So hat Kiew bereits 228 Spezialisten in den Nahen Osten entsandt, um bei der Abwehr iranischer Drohnen zu unterst\u00fctzen. Die Abkommen, die Selenskyj w\u00e4hrend seines Besuchs in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnete, umfassen die Entwicklung lokaler Technologien mit ukrainischer Unterst\u00fctzung, den Einsatz ukrainischer Fachkr\u00e4fte sowie den Austausch von Informationen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            \u201eDie Ukraine und die arabischen Staaten befinden sich in einem gemeinsamen Sch\u00fctzengraben. Irans Beteiligung am Krieg an zwei Fronten \u2013 an der Seite Russlands gegen die Ukraine und gegen die Golfstaaten \u2013 hat Kiew und die arabischen L\u00e4nder zu nat\u00fcrlichen Verb\u00fcndeten gemacht\u201c, sagt Mohammad Farajallah, Chefredakteur der Kiewer Nachrichtenagentur Die Ukraine auf Arabisch, im Gespr\u00e4ch mit der Berliner Zeitung.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Seiner Ansicht nach wird die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den arabischen Staaten dazu beitragen, Investitionen aus wohlhabenden L\u00e4ndern in die ukrainische Wirtschaft zu lenken und Russlands Zerm\u00fcrbungsstrategie zu untergraben. \u201eDies wird auch Europas finanzielle Belastung bei der Unterst\u00fctzung der Ukraine verringern\u201c, f\u00fcgt Farajallah hinzu.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Unmittelbar nach Beginn des umfassenden russischen Einmarsches in die Ukraine im Jahr 2022 nahmen die arabischen Staaten zun\u00e4chst eine vorsichtige Haltung ein und signalisierten Kiew teilweise Unterst\u00fctzung. In den vergangenen vier Jahren hat sich dieses Gleichgewicht jedoch zunehmend zugunsten Russlands verschoben \u2013 trotz der Bem\u00fchungen der Ukraine und des Westens, die arabischen Staaten zu einer Distanzierung vom Kreml zu bewegen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            So stimmte im Dezember 2025 kein einziges arabisches Land in der UN-Generalversammlung f\u00fcr eine Resolution, die die russische Aggression verurteilte \u2013 w\u00e4hrend im M\u00e4rz 2022 noch 16 arabische Staaten die Resolution \u201eAggression gegen die Ukraine\u201c unterst\u00fctzt hatten.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Mit dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar 2025 und dem Beginn eines Dialogs zwischen Moskau und Washington versch\u00e4rfte sich die Haltung der arabischen Staaten gegen\u00fcber der Ukraine weiter. So verurteilten die Vereinigten Arabischen Emirate im Dezember 2025 einen nicht best\u00e4tigten Angriff Kiews auf Wladimir Putins Residenz in Waldai.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            Angesichts einer eigenen milit\u00e4rischen Bedrohung k\u00f6nnten die arabischen Monarchien nun gezwungen sein, ihre Position im russisch-ukrainischen Krieg zumindest zu \u00fcberdenken. Da sie jedoch weiterhin versuchen, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln und neutral zu bleiben, ist nicht zu erwarten, dass sie ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Moskau kurzfristig vollst\u00e4ndig aufgeben oder sich eindeutig auf die Seite Kiews stellen.\n          <\/p>\n<p class=\"text-black text-lg font-normal font-roboto\">\n            So \u00fcberstieg der Handelsumsatz zwischen Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jahr 2025 die Rekordmarke von zw\u00f6lf Milliarden US-Dollar \u2013 womit die Emirate zu den zehn wichtigsten Handelspartnern Moskaus z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ende M\u00e4rz besuchte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj mehrere arabische Golfmonarchien, die unversehens in den Krieg zwischen Iran,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":978180,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-978179","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116479906900590278","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/978179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=978179"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/978179\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/978180"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=978179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=978179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=978179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}