{"id":979351,"date":"2026-04-28T13:22:20","date_gmt":"2026-04-28T13:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/979351\/"},"modified":"2026-04-28T13:22:20","modified_gmt":"2026-04-28T13:22:20","slug":"ifo-chancenmonitor-studie-zeigt-geschlechtsunterschiede-bei-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/979351\/","title":{"rendered":"ifo-Chancenmonitor: Studie zeigt Geschlechtsunterschiede bei Bildung"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/schueler-eingang-schule-100.jpg\" alt=\"Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gehen zum Eingang eines Gymnasiums.\" title=\"Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gehen zum Eingang eines Gymnasiums. | picture alliance \/ dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 28.04.2026 \u2022 13:45 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Jungen haben es im deutschen Bildungssystem deutlich schwerer als M\u00e4dchen. Das zeigt eine Studie des ifo-Instituts. Zudem h\u00e4ngen Bildungschancen weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. Die Forscher sehen viel Nachholbedarf. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bildungschancen in Deutschland h\u00e4ngen weiter entscheidend von sozialer Herkunft und Geschlecht ab. So kommen Jungen viel seltener aufs Gymnasium als M\u00e4dchen. Dies geht aus dem <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/DocDL\/sd-digital-2026-05-woessmann-etal-chancenmonitor.pdf\" title=\"Chancenmonitor 2026 ifo\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">aktuellen Chancenmonitor des Ifo-Instituts<\/a> hervor. Im Durchschnitt besuchten 40,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein Gymnasium.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unter den Jungen waren es 36,9 Prozent, bei M\u00e4dchen hingegen 43,5 Prozent. &#8222;Jungen haben also deutlich geringere Bildungschancen als M\u00e4dchen&#8220;, schreiben die Forscher dazu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr die Studie wurden in Zusammenarbeit mit der Stiftung &#8222;Ein Herz f\u00fcr Kinder&#8220; Daten von knapp 68.000 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren aus dem Mikrozensus 2022 ausgewertet. Ber\u00fccksichtigt wurden der Bildungsstand der Eltern, das Haushaltseinkommen, der Migrationshintergrund und die Frage, ob ein Elternteil allein erzieht.<\/p>\n<p>    Ungleichheit verfestigt sich<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine \u00e4hnliche Studie gab es schon 2023 auf Basis von Daten aus 2019. Die damalige Erkenntnis, dass Kinder von Gutverdienern, die selber Abitur haben, viel h\u00e4ufiger den Sprung aufs Gymnasium schaffen, best\u00e4tigte sich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei Kindern von Eltern ohne Abitur und mit einem Haushaltseinkommen von unter 2.750 Euro netto liegt die Wahrscheinlichkeit, auf ein Gymnasium zu gehen, bei nur 16,9 Prozent. Bei 80,3 Prozent liegt sie hingegen, wenn beide Eltern Abitur haben, sie ihr Kind gemeinsam erziehen und zusammen mehr als 6.000 Euro netto zur Verf\u00fcgung haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Insofern l\u00e4sst sich generell feststellen, dass sich die Ungleichheit der Bildungschancen in Deutschland \u00fcber die drei Jahre weiter verfestigt hat&#8220;, hei\u00dft es in der Studie.<\/p>\n<p>    Bildungsr\u00fcckstand bei Jungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diesmal legten die Wissenschaftler aber besonderes Augenmerk auf den sogenannten Gendergap, also Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Der R\u00fcckstand von Jungen bei der Schulbildung ziehe sich durch alle sozialen Schichten, erkl\u00e4rte Ifo-Forscherin Vera Freundl. Er verst\u00e4rke sich im Verlauf der Schulzeit und betrage im Alter von 16 bis 18 Jahren sogar 9,6 Prozentpunkte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um Jungen besser zu f\u00f6rdern, empfiehlt die Studie unter anderem mehr m\u00e4nnliche Erzieher in Kitas und Grundschulen. Wichtig sei auch, &#8222;Geschlechterstereotypen&#8220; zu \u00fcberwinden, also etwa, dass Lesen &#8222;M\u00e4dchensache&#8220; sei, so die Forscherinnen und Forscher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.04.2026 \u2022 13:45 Uhr Jungen haben es im deutschen Bildungssystem deutlich schwerer als M\u00e4dchen. 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