{"id":979593,"date":"2026-04-28T15:30:15","date_gmt":"2026-04-28T15:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/979593\/"},"modified":"2026-04-28T15:30:15","modified_gmt":"2026-04-28T15:30:15","slug":"volkswagen-verdienen-nicht-genuegend-geld-vw-plant-radikalen-umbau-bis-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/979593\/","title":{"rendered":"Volkswagen: \u201eVerdienen nicht gen\u00fcgend Geld\u201c \u2013 VW plant radikalen Umbau bis 2030"},"content":{"rendered":"<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell, das den VW-Konzern \u00fcber Jahrzehnte getragen hat, funktioniert laut Oliver Blume nicht mehr. Der Konzernchef will VW bis 2030 komplett neu ausrichten. Dazu geh\u00f6rt auch, dass an manchen Standorten bald keine Autos mehr produziert werden.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der VW-Konzern will seine Sparbem\u00fchungen verst\u00e4rken und sich mit einer neuen Strategie 2030 neu ausrichten. Erste Eckpunkte nannte der Konzern nun in einer internen Unterrichtung. Trotz der laufenden Effizienzprogramme verdiene der Konzern mit seinen Autos zu wenig Geld, hei\u00dft es in einer Management-Information, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.<\/p>\n<p>Im derzeitigen Umfeld reichten die bislang geplanten Kostensenkungen nicht aus. \u201eWir m\u00fcssen unser Gesch\u00e4ftsmodell grundlegend ver\u00e4ndern und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen\u201c, wird Finanzvorstand Arno Antlitz zitiert. Zwar habe der Konzern bereits Milliarden Euro eingespart. Angesichts zunehmender geopolitischer Verwerfungen m\u00fcsse VW aber weiter hart an den Kosten arbeiten und sich noch robuster aufstellen, hei\u00dft es in dem Schriftst\u00fcck weiter.<\/p>\n<p>Details zu m\u00f6glichen Einsparungen nannte der Konzern nicht. Laut \u201eHandelsblatt\u201c hatte der Aufsichtsrat am Montag \u00fcber einen Bericht des Vorstands zum Sanierungsprogramm und zum Stand der Sparbem\u00fchungen beraten. Beschl\u00fcsse wurden dabei Konzernkreisen zufolge nicht gefasst. Es habe sich nur um eine Unterrichtung gehandelt. Demnach soll auch eine neue Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting vorgestellt worden sein.<\/p>\n<p>\u201eDie Volkswagen Group hat eine starke Substanz\u201c, wird <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article68f1eaeead34762cb4a736be\/porsche-oliver-blume-gibt-chefposten-auf-der-neue-soll-von-mclaren-kommen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article68f1eaeead34762cb4a736be\/porsche-oliver-blume-gibt-chefposten-auf-der-neue-soll-von-mclaren-kommen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Konzernchef Oliver Blume<\/a> in der Management-Information zitiert. \u201eAllerdings verdienen wir heute nicht gen\u00fcgend Geld mit unseren Fahrzeugen, um unsere Zukunft nachhaltig zu finanzieren.\u201c<\/p>\n<p>Blume hatte im M\u00e4rz bei der Bilanzvorlage angek\u00fcndigt, an einem neuen \u201eZielbild Volkswagen Konzern 2030\u201c zu arbeiten. Denn, so Blume damals: Das Gesch\u00e4ftsmodell, \u201ewas uns \u00fcber Jahrzehnte getragen hat\u201c, funktioniere nicht mehr \u2013 nicht bei VW, nicht in der Branche und auch nicht in Deutschland insgesamt. Dem wolle VW mit seinem neuen Zielbild begegnen. Dabei gehe es auch um Kosteneffizienz, so Blume damals: \u201eWir werden jeden Stein umdrehen. Das geht \u00fcber alle Kostenarten.\u201c<\/p>\n<p>In der Management-Information nannte Blume nun Eckpunkte des neuen Zielbildes: Das Produktportfolio solle vereinfacht und verschlankt werden, der Konzern sich auf weniger Plattformen und Technologien konzentrieren. Zugleich m\u00fcsse der Konzern die Zust\u00e4ndigkeiten zwischen Konzern, Marken und Regionen klarer regeln und seine Ressourcen dort einsetzen, wo sie am meisten Mehrwert schaffen. <\/p>\n<p>Spar- und Umbaupl\u00e4ne treffen auch Audi und Porsche<\/p>\n<p>Audi-Chef Gernot D\u00f6llner zeichnete der Mitteilung zufolge ein dramatisches Bild: \u201eWir m\u00fcssen unsere Kosten weiter senken. Es geht l\u00e4ngst nicht mehr um ein einzelnes Modell oder um Marktanteile hier oder dort. Es geht um den Fortbestand der deutschen Automobilindustrie\u201c, wird er zitiert. \u201eWir stellen uns dieser Realit\u00e4t\u201c, so D\u00f6llner. <\/p>\n<p>Porsche-Chef Michael Leiters bezeichnete \u201edie aktuellen Herausforderungen als Chance\u201c. Porsche wolle zur\u00fcck zu alter St\u00e4rke \u2013 \u201eund das schaffen wir gemeinsam auch\u201c. Doch, so f\u00fcgte er hinzu: \u201eDas geht nicht \u00fcber Nacht.\u201c <\/p>\n<p>VW-Konzernchef Blume hatte erst vor wenigen Tagen im \u201eManager Magazin\u201c angesichts des schwierigen Marktumfeldes angek\u00fcndigt, weltweit Produktionskapazit\u00e4ten abzubauen. Global solle sie noch einmal um eine Million Fahrzeuge sinken \u2013 \u201eauf nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr\u201c. Das entspricht ziemlich genau dem aktuellen Absatz: Im vergangenen Jahr hatte der Konzern weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken ausgeliefert. <\/p>\n<p>\u201e\u00dcberkapazit\u00e4ten sind f\u00fcr unser Unternehmen langfristig nicht tragf\u00e4hig\u201c, hatte Blume gesagt. \u201eUnd in der heutigen Markt- und Wettbewerbssituation ist die Volumenplanung der Vergangenheit unrealistisch.\u201c <\/p>\n<p>Werkschlie\u00dfungen nicht ausgeschlossen<\/p>\n<p>Eine Entscheidung, ob daf\u00fcr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article69930bdd6e842744e5c571ff\/volkswagen-will-sparkurs-drastisch-verschaerfen-werksschliessungen-offenbar-im-gespraech.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article69930bdd6e842744e5c571ff\/volkswagen-will-sparkurs-drastisch-verschaerfen-werksschliessungen-offenbar-im-gespraech.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werke geschlossen werden m\u00fcssen<\/a>, ist laut Blume noch nicht getroffen. Blume sagte auch: \u201eEs gibt intelligentere Methoden, als gleich ein Werk zu schlie\u00dfen.\u201c <\/p>\n<p>Gegen\u00fcber der \u201eBild\u201c erkl\u00e4rte Blume zudem, dass am Standort Osnabr\u00fcck wohl bald keine Autos mehr produziert werden. \u201eWir werden in Osnabr\u00fcck ab 2027 keine Produkte des Volkswagenkonzerns mehr produzieren und sind deshalb in intensiven Gespr\u00e4chen mit Unternehmen der Verteidigungsbranche.\u201c Er sei \u201esehr zuversichtlich\u201c, dass in diesem Jahr eine Entscheidung getroffen werde. \u201eSicherheit will und braucht jeder in Deutschland. Es gibt einen klaren Auftrag der Bundesregierung, unser Land verteidigungsf\u00e4hig zu machen. Und da sehen wir eine gro\u00dfe Chance, dazu mit unserem \u201aKnow-how\u2018 in der Automatisierung und in der Qualifikation unserer Mannschaft in Osnabr\u00fcck einen Beitrag zu leisten.\u201c Das, so Blume, sehe er sogar als \u201eeinen notwendigen Beitrag f\u00fcr die Stabilisierung unserer Demokratie\u201c.<\/p>\n<p>Niedersachsen gegen Werksschlie\u00dfungen <\/p>\n<p>Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies hatte sich erst am Wochenende klar gegen m\u00f6gliche Werkschlie\u00dfungen ausgesprochen. Zwar m\u00fcsse VW sich an die Marktlage anpassen, sagte der SPD-Politiker der WELT AM SONNTAG. Das bedeute aber nicht, \u201edass man zwangsl\u00e4ufig Standorte in Europa schlie\u00dft\u201c. <\/p>\n<p>Lies hatte zuvor bereits angeregt, den Bau von chinesischen Autos in den deutschen VW-Werken zu pr\u00fcfen. Das Land Niedersachsen ist mit 20 Prozent der Stimmrechte am VW-Konzern beteiligt und hat dort ein Vetorecht gegen wichtige Beschl\u00fcsse. Lies geh\u00f6rt zudem dem Aufsichtsrat des Konzerns an. <\/p>\n<p>Derzeit baut Volkswagen bei der Kernmarke und den T\u00f6chtern Audi und Porsche in Deutschland zusammengenommen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article69304ef711f914c89b851b7d\/volkswagen-chef-oliver-blume-will-sparkurs-und-abbau-von-35-000-arbeitsplaetzen-vorantreiben.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article69304ef711f914c89b851b7d\/volkswagen-chef-oliver-blume-will-sparkurs-und-abbau-von-35-000-arbeitsplaetzen-vorantreiben.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">50.000 Jobs ab<\/a>, um die Kosten zu senken, davon 35.000 bei der Kernmarke. Betriebsbedingte K\u00fcndigungen sind laut Vereinbarung mit der IG Metall bis 2030 ausgeschlossen, der Stellenabbau erfolgt vor allem \u00fcber Altersteilzeit und Abfindungen.<\/p>\n<p>dpa\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Gesch\u00e4ftsmodell, das den VW-Konzern \u00fcber Jahrzehnte getragen hat, funktioniert laut Oliver Blume nicht mehr. 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