{"id":980156,"date":"2026-04-28T20:44:20","date_gmt":"2026-04-28T20:44:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/980156\/"},"modified":"2026-04-28T20:44:20","modified_gmt":"2026-04-28T20:44:20","slug":"kritik-am-senat-zoegerliches-vorgehen-gegen-mietwucher-hinzkunzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/980156\/","title":{"rendered":"Kritik am Senat: Z\u00f6gerliches Vorgehen gegen Mietwucher \u2013 Hinz&#038;Kunzt"},"content":{"rendered":"<p>Seit mehr als einem Jahr k\u00f6nnen Hamburger:innen \u00fcberh\u00f6hte Mieten den zust\u00e4ndigen \u00c4mtern digital \u00fcbermitteln. Dass die Stadt diese Meldungen erst ab dem Sommer auch bearbeiten wird, sorgt f\u00fcr Kritik.<\/p>\n<p>1614 Verdachtsf\u00e4lle \u00fcberh\u00f6hter Mieten wurden der Stadt Hamburg in den vergangenen anderthalb Jahren von B\u00fcrger:innen gemeldet. Aber erst zum 1. Juli wird die Stadtentwicklungsbeh\u00f6rde\u00a0 eine Taskforce gegen \u00fcberh\u00f6hte Mieten einsetzen. Die daf\u00fcr notwendigen sechs zus\u00e4tzlichen Mitarbeiter:innen werden derzeit ausgew\u00e4hlt. Das geht aus den Antworten des Senats auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend die Betroffenen Monat f\u00fcr Monat zu viel Miete zahlen, bewegt der Senat sich in Zeitlupe\u201c, beklagt Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion. Ihre Fraktion hatte Ende 2024 eine Mietwucher-App eingef\u00fchrt und die Meldungen den zust\u00e4ndigen Bezirks\u00e4mtern \u00fcbermittelt. Der offizielle Mietmelder der Stadt startete dann im Februar 2025. \u00dcber beide Wege wurde den \u00c4mtern bislang mehr als 1600-mal ein Verdacht auf \u00fcberh\u00f6hte Mieten gemeldet, die diese eigentlich pr\u00fcfen sollten. Von einem wichtigen \u201eSchritt f\u00fcr mehr Schutz von Mieterinnen und Mietern\u201c sprach daher auch Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein bei der Einf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Bis heute wurde allerdings noch kein einziger Verdachtsfall von den Bezirks\u00e4mtern \u00fcberpr\u00fcft. Erst jetzt soll dies innerhalb einer dreij\u00e4hrigen Pilotphase in der Stadtentwicklungsbeh\u00f6rde erfolgen. Anschlie\u00dfend sollen die F\u00e4lle wieder von den Bezirks\u00e4mtern bearbeitet werden. \u201eDiese Verschleppungstaktik schadet den betroffenen Mieter:innen und st\u00e4rkt nur die Mietenmafia\u201c, sagt Sudmann.<\/p>\n<p>Betroffene, die <a href=\"https:\/\/serviceportal.hamburg.de\/HamburgGateway\/Service\/Entry\/mietenmeld\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">jetzt eine \u00fcberh\u00f6hte Miete melden<\/a>, k\u00f6nnen immerhin davon ausgehen, dass ihr Anliegen zeitnah bearbeitet wird. Dazu sollte man die eigene Mietzahlung mit dem <a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/resource\/blob\/1125230\/3093f3df24f683693c3b5eaac67bedd0\/d-mietenspiegel-tabelle-2025-data.pdf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mietenspiegel<\/a> in Hamburg abgleichen. Liegt die Miete mehr als 20 Prozent \u00fcber dem Mietenspiegel, k\u00f6nnte es sich um eine unrechtm\u00e4\u00dfig teure Miete handeln.<\/p>\n<p>Eine Miete, die die orts\u00fcbliche Vergleichsmiete um mehr als 20 Prozent \u00fcbersteigt, kann eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des \u00a7 5 WiStrG (Wirtschaftsstrafgesetz) darstellen. Wenn die Miete die orts\u00fcbliche Vergleichsmiete um mehr als 50 Prozent \u00fcbersteigt, ist zu pr\u00fcfen, ob ein strafbarer Mietwucher im Sinne des \u00a7 291 StGB (Strafgesetzbuch) vorliegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit mehr als einem Jahr k\u00f6nnen Hamburger:innen \u00fcberh\u00f6hte Mieten den zust\u00e4ndigen \u00c4mtern digital \u00fcbermitteln. 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