{"id":98076,"date":"2025-05-09T22:51:11","date_gmt":"2025-05-09T22:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/98076\/"},"modified":"2025-05-09T22:51:11","modified_gmt":"2025-05-09T22:51:11","slug":"baden-wuerttemberg-nach-unfall-am-olgaeck-in-stuttgart-acht-schweigeminuten-auf-der-bundesstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/98076\/","title":{"rendered":"Baden-W\u00fcrttemberg: Nach Unfall am Olgaeck in Stuttgart: Acht Schweigeminuten auf der Bundesstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 09.05.2025 23:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Unfall am Olgaeck hat viele ersch\u00fcttert: &#8222;Wie wenn es ein Anschlag gewesen w\u00e4re&#8220;, sagt Susanne Lex. Mit etwa 250 Anderen hat sie der Opfer gedacht &#8211; und mehr Schutz gefordert.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Woche <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/stuttgart\/olgaeck-stuttgart-auto-personengruppe-100.html\" title=\"nach dem t\u00f6dlichen Autounfall am Stuttgarter Olgaeck\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">nach dem t\u00f6dlichen Autounfall am Stuttgarter Olgaeck<\/a> haben am Freitag etwa 250 Menschen mit acht Schweigeminuten der acht Opfer gedacht. Susanne Lex war es wichtig, die Gedenkveranstaltung zu besuchen &#8211; auch, weil sie selbst immer wieder am Unfallort vorbeikommt, der Haltestelle Olgaeck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo war es auch am Freitag eine Woche zuvor, erz\u00e4hlt die Stuttgarterin. &#8222;Es war ein Schreck, wie wenn es ein Anschlag gewesen w\u00e4re&#8220;, sagt sie. &#8222;Dass so viele Menschen verletzt werden, h\u00e4tte ich an dieser Stelle nicht gedacht.&#8220; Sie sei auf dem Heimweg vom Freibad gewesen und habe den Unfallort aus der Ferne gesehen: &#8222;Viel Feuerwehr, viele Decken, viele Menschen, die hier sa\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        &#8222;Es war ein Schreck, wie wenn es ein Anschlag gewesen w\u00e4re&#8220;, sagt die Stuttgarterin Susanne Lex \u00fcber den Unfall am Olgaeck.\n                    <\/p>\n<p>    Unfallschwerpunkte in Stuttgart: &#8222;Es ist sehr gef\u00e4hrlich&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Krankenschwester berichtet, auch bei ihrer Arbeit im Stuttgarter Marienhospital habe sie es immer wieder mit Unfallopfern zu tun. &#8222;Es passieren hier in der Stadt so viele schwere Unf\u00e4lle!&#8220;, sagt sie am Rande der Kundgebung am Freitagabend am Stuttgarter Karlsplatz und z\u00e4hlt dann einige Beispiele aus ihrer Erinnerung auf. &#8222;Der Verkehr ist viel, viel zu dicht, es sind zu viele SUVs in der Stadt &#8211; es ist sehr gef\u00e4hrlich.&#8220; Aus ihrer Sicht unternimmt die Stadt Stuttgart bisher nicht genug f\u00fcr den Schutz von Fu\u00dfg\u00e4ngerinnen und Fu\u00dfg\u00e4ngern: &#8222;Muss immer erst jemand sterben oder verletzt werden, bevor die Stadt sichere \u00dcberwege schafft?&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSusanne Lex h\u00f6rt an diesem Freitagabend zun\u00e4chst Vertreterinnen und Vertretern von Verb\u00e4nden zu. Sie halten bei der Kundgebung am Karlsplatz Ansprachen und fordern dabei eine bessere Verkehrspolitik: Die Stadt Stuttgart unternehme zu wenig f\u00fcr diejenigen, die nicht mit Autos oder anderen Fahrzeugen im Stra\u00dfenverkehr unterwegs seien, lautet der Tenor der Kritik.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVeronika Kienzle, Bezirksvorsteherin in Stuttgart\u2010Mitte, zeigt Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Kritik, auch in Bezug auf das Olgaeck. &#8222;In der Tat ist da Handlungsbedarf, das kann ich nur best\u00e4tigen. Auch die Umsetzungswege dauern einfach zu lang &#8211; diese Kritik muss sich die Stadt gefallen lassen.&#8220; Die Stadt solle k\u00fcnftig st\u00e4rker auf das Engagement von Verb\u00e4nden wie dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club\u00a0(ADFC)\u00a0zur\u00fcckgreifen, fordert Kienzle.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Veronika Kienzle, ehrenamtliche Bezirksvorsteherin in Stuttgart\u2010Mitte\n                    <\/p>\n<p>    Forderung nach Tempo 30 in Stuttgart<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUlrich Heck vom Stuttgarter VCD-Kreisverband sagt, Tempo 30 m\u00fcsse in Stuttgart die Regel werden. Bezirksvorsteherin Kienzle zeigt sich offen f\u00fcr die Forderung, gerade mit Blick auf die Situation am Olgaeck: &#8222;Insbesondere auch an dieser Kreuzung, aber auch an einigen anderen Stellen in der Innenstadt w\u00e4re Tempo 30 angebracht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Ulrich Heck vom Stuttgarter VCD-Kreisverband fordert, Tempo 30 m\u00fcsse in Stuttgart die Regel werden.\n                    <\/p>\n<p>    Stadt Stuttgart will Gutachten abwarten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Stadt hatte bereits vor der Veranstaltung mitgeteilt, die Sicherheit von Fu\u00dfg\u00e4ngerinnen und Fu\u00dfg\u00e4ngern sowie von Radfahrerinnen und Radfahrern liege ihr sehr am Herzen, da es die schw\u00e4chsten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer seien. Zun\u00e4chst wolle man aber noch ein Gutachten \u00fcber den Unfallhergang abwarten, bevor \u00fcber Verkehrsma\u00dfnahmen am Olgaeck entschieden werde, so die Stadt Stuttgart.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach der Kundgebung am Karlsplatz setzt sich an diesem Freitag der Zug aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern gegen 18 Uhr in Bewegung. Er zieht \u00fcber den Charlottenplatz zum Unfallort am Olgaeck. Die Polizei sperrt daf\u00fcr einen Abschnitt der B27 vor\u00fcbergehend f\u00fcr den Autoverkehr. Sch\u00e4tzungsweise etwa 250 Menschen stehen somit etwa zwanzig Minuten sp\u00e4ter am Olgaeck auf einer Seite der zweispurigen Bundesstra\u00dfe, wo sonst t\u00e4glich tausende Autos fahren.<\/p>\n<p>    Protest gegen Autoverkehr in Stuttgart<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGegen 18:20 Uhr wird es pl\u00f6tzlich still am Olgaeck neben der Haltestelle. Mit insgesamt acht Gedenkminuten gedenken die schweigenden Menschen der acht Opfer des Unfalls. Vom \u00fcblichen Stra\u00dfenverkehr ist in dieser Zeit fast nichts zu h\u00f6ren. Wenn nicht gerade eine Stadtbahn am Gedenkort vorbeif\u00e4hrt und kurz bimmelt, sind aus der Ferne lediglich hin und wieder hupende oder beschleunigende Fahrzeuge zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Gegensatz dazu stehen die Banner und Protestschilder der schweigenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gedenkens: &#8222;Autos raus&#8220;, &#8222;Stoppt das Sterben auf unseren Stra\u00dfen&#8220; oder &#8222;Motorisierte Gewalt jetzt beenden&#8220;, steht auf manchen von ihn. Als die Schweigeminuten vorbei sind, spielt ein Cellist. Susanne Lex entz\u00fcndet am Unfallort eine rote Grabkerze und stellt sie zu den anderen Gegenst\u00e4nde, die Trauernde im Gedenken an die Opfer hinterlassen haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Ich komme hier t\u00e4glich auf dem Weg zur Arbeit vorbei &#8211; und jedes Mal wird man erinnert&#8220;, sagt die Krankenschwester. F\u00fcr jeden Stuttgarter und jede Stuttgarterin sei es wichtig, Anteil zu nehmen und die Trauer und den Schrecken zu verarbeiten. Durch die Gedenkveranstaltung k\u00f6nne man die Geschehnisse &#8222;sacken lassen, damit der Schmerz nicht mehr so gro\u00df ist&#8220;, findet Susanne Lex.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Nach den Schweigeminuten entz\u00fcndet Susanne Lex eine Kerze f\u00fcr die Unfallopfer.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sendung am Fr., 9.5.2025 19:30 Uhr, SWR Aktuell Baden-W\u00fcrttemberg, SWR BW<\/p>\n<p>    Mehr \u00fcber den Unfall am Olgaeck in Stuttgart<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/stuttgart\/unfall-stuttgart-olgaeck-gedenken-gedenkveranstaltung-adfc-trauer-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"S\u00fcdwestrundfunk\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/lra-swr-logo-100.svg.svg+xml\" height=\"40\" width=\"40\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.05.2025 23:00 Uhr Der Unfall am Olgaeck hat viele ersch\u00fcttert: &#8222;Wie wenn es ein Anschlag gewesen w\u00e4re&#8220;,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":98077,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,30,1441,1755],"class_list":{"0":"post-98076","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-stuttgart","13":"tag-swr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114480328604692990","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98076"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98076\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98076"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=98076"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=98076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}