{"id":981801,"date":"2026-04-29T12:16:14","date_gmt":"2026-04-29T12:16:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/981801\/"},"modified":"2026-04-29T12:16:14","modified_gmt":"2026-04-29T12:16:14","slug":"github-und-github-enterprise-server-codeschmuggel-per-push","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/981801\/","title":{"rendered":"GitHub und GitHub Enterprise Server: Codeschmuggel per Push"},"content":{"rendered":"<p>Eine L\u00fccke mit eingebautem Ohrwurm \u201ePush it\u201c von Salt-N-Pepa: Angreifer mit push-Berechtigung auf einem oder mehreren Repositories k\u00f6nnen einem GitHub Enterprise Server (und GitHub.com) Schadcode aus dem Netz unterjubeln. Dazu gen\u00fcgte ein Standard-git-Client.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die IT-Forscher von Wiz haben die L\u00fccke entdeckt und er\u00f6rtern sie <a href=\"https:\/\/www.wiz.io\/blog\/github-rce-vulnerability-cve-2026-3854\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in einem Blog-Beitrag<\/a>. Durch das Ausnutzen eines Injection-Fehlers in den internen GitHub-Protokollen konnte jeder authentifizierte Nutzer beliebige Befehle auf den Backend-Servern von GitHub ausf\u00fchren, mit einem einzigen \u201egit push\u201c-Befehl. Wenig \u00fcberraschend merken die Wiz-Forscher an, dass sie die Schwachstelle mit Zuhilfenahme von KI aufgesp\u00fcrt haben. Auf GitHub.com konnten sie Schadcode aus dem Netz auf geteilten Storage-Nodes ausf\u00fchren. Auf GitHub Enterprise Server lie\u00df sich der Server vollst\u00e4ndig kompromittieren, einschlie\u00dflich des Zugriffs auf alle gehosteten Repositories und internen Geheimnisse.<\/p>\n<p>CVE-Eintrag mit knapper Fehlerbeschreibung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/github.com\/advisories\/GHSA-64fw-jx9p-5j24\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">GitHub hat einen CVE-Schwachstelleneintrag<\/a> dazu ver\u00f6ffentlicht. Demnach basiert die Schwachstelle auf unzureichender Filterung spezieller Elemente, die in Nutzeranfragen als Optionen zum push-Befehl \u00fcbertragen werden. Sie wurden in interne Service-Header \u00fcbernommen. Da diese Header ein Trennzeichen enthalten k\u00f6nnen, das auch in Nutzereingaben vorkommen kann, konnten Angreifer zus\u00e4tzliche Metadaten-Felder mit manipulierten push-Optionen einschleusen (<a href=\"https:\/\/nvd.nist.gov\/vuln\/detail\/CVE-2026-3854\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">CVE-2026-3854<\/a>, CVSS4 <strong>8.7<\/strong>, Risiko \u201e<strong>hoch<\/strong>\u201c). Die Schwachstelle wurde \u00fcber das Bug-Bounty-Programm gemeldet \u2013 ob es eine Pr\u00e4mie gab und in welcher H\u00f6he, schreibt GitHub nicht. Aufgrund einer Schwemme von mit KI-Hilfe generierten <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wegen-KI-Bug-Bounty-Programme-ohne-Praemien-nun-auch-bei-Nextcloud-11271051.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schwachstellenmeldungen gehen zunehmend Projekte dazu \u00fcber, keine Pr\u00e4mien<\/a> mehr auszuzahlen.<\/p>\n<p>GitHub.com habe innerhalb von sechs Stunden nach der Fehlermeldung reagiert und die Sicherheitsl\u00fccken geschlossen, f\u00fchren die IT-Forscher von Wiz aus. Zudem haben die Programmierer die Patches f\u00fcr alle unterst\u00fctzten GitHub-Enterprise-Server-Fassungen ver\u00f6ffentlicht. Eine CVE-Schwachstellennummer mit Beschreibung folgte ebenso schnell. Wiz merkt an, dass zu dem Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung des Blog-Beitrags im Laufe des Dienstags noch 88 Prozent der GitHub-Enterprise-Server-Instanzen f\u00fcr die Sicherheitsl\u00fccke anf\u00e4llig waren.<\/p>\n<p>IT-Verantwortliche sollten ihre GitHub-Enterprise-Server-Instanzen daher auf die fehlerkorrigierten St\u00e4nde aktualisieren. GitHub hat die Fehler in diversen Versionen des Enterprise-Servers geschlossen: 3.14.25, 3.15.20, 3.16.16, 3.17.13, 3.18.8, 3.19.4 und 3.20.0 (oder neuer). Die Schwachstellenbeschreibung auf GitHub nennt zudem noch die direkten Vorg\u00e4ngerversionen, Admins sollten jedoch <a href=\"https:\/\/github.blog\/security\/securing-the-git-push-pipeline-responding-to-a-critical-remote-code-execution-vulnerability\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut GitHub-Blog-Beitrag<\/a> auf die noch j\u00fcngeren Versionen aktualisieren. GitHub weist zudem darauf hin, dass die Sicherheitsl\u00fccke bislang noch nicht in Angriffen missbraucht wurde.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:dmk@heise.de\" title=\"Dirk Knop\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dmk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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