{"id":981803,"date":"2026-04-29T12:17:15","date_gmt":"2026-04-29T12:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/981803\/"},"modified":"2026-04-29T12:17:15","modified_gmt":"2026-04-29T12:17:15","slug":"ende-historischer-preisrally-warum-zentralbanken-tonnenweise-gold-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/981803\/","title":{"rendered":"Ende historischer Preisrally?: Warum Zentralbanken tonnenweise Gold verkaufen"},"content":{"rendered":"<p>Ende historischer Preisrally?Warum Zentralbanken tonnenweise Gold verkaufen29.04.2026, 13:25 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Max Borowski<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:18 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/HANDOUT-Die-undatierte-Aufnahme-zeigt-Goldbarren-der-Deutschen-Bundesbank-in-Frankfurt-am-Main-Hesse.webp\" alt=\"HANDOUT-Die-undatierte-Aufnahme-zeigt-Goldbarren-der-Deutschen-Bundesbank-in-Frankfurt-am-Main-Hessen-ACHTUNG-Nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-der-aktuellen-Berichterstattung-und-nur-bei-Nennung-Foto-Bundesbank-dpa-zu-dpa-Schatz-in-Frankfurter-Tresoren-Bundesbank-holt-deutsches-Gold-heim-vom-21-12\"\/>Die Bundesbank sitzt auf dem zweitgr\u00f6\u00dften Goldschatz der Welt. \u00d6konom Marcel Fratzscher regte k\u00fcrzlich an, diese Reserven zu Geld zu machen und f\u00fcr Investitionen zu nutzen. (Foto: picture alliance \/ Bundesbank\/Bundesbank\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">In den vergangenen Jahren kauften Zentralbanken Tausende Tonnen Gold, um ihre W\u00e4hrungsreserven zu diversifizieren. Damit heizten sie eine historische Goldpreisrally an. Seit Beginn des Iran-Kriegs gibt es Berichte \u00fcber massive Verk\u00e4ufe.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Niemand hat in den letzten beiden Jahren so viel Gold gekauft und damit dazu beigetragen, den Preis des Edelmetalls auf Rekordh\u00f6he zu treiben, wie Adam Glapinski. Doch k\u00fcrzlich erstaunte der Chef der polnischen Zentralbank mit einer \u00c4u\u00dferung, die darauf hindeutet, dass sich der wichtigste Trend hinter der historischen Goldrally der letzten Jahre abschw\u00e4chen oder sogar enden k\u00f6nnte. Glapinski schlug vor, erhebliche Teile Zentralbankgoldes zu verkaufen, um Aufr\u00fcstung zu finanzieren. Zugleich haben mehrere andere Staaten in den vergangenen Wochen gr\u00f6\u00dfere Mengen Gold auf den Markt geworfen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Polens Notenbank hat in den vergangenen Jahren rund ein Viertel seiner W\u00e4hrungsreserven seines Landes in Gold umgeschichtet. Mit 550 Tonnen Gold verf\u00fcgt die Notenbank in Warschau bereits \u00fcber einen der zehn gr\u00f6\u00dferen Best\u00e4nde der Welt. Glapinski hatte das damit begr\u00fcndet, dass Gold besonders geeignet sei, um f\u00fcr Notlagen vorzusorgen. Genauso sahen das viele andere Notenbankchefs auch. Insgesamt kauften die W\u00e4hrungsh\u00fcter weltweit in den Jahren von 2022 bis 2024 jeweils mehr als 1000 Tonnen Gold, 2025 waren es noch gut 860 Tonnen. Das geht aus Daten des Branchenverbands World Gold Council (WGC) hervor. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Diese K\u00e4ufe waren eine der treibenden Kr\u00e4fte f\u00fcr die Vervielfachung des Goldpreises innerhalb weniger Jahre. Der Preis f\u00fcr eine Feinunze knackte einen Rekord nach dem anderen &#8211; bis zu einem H\u00f6chststand von fast 5600 Dollar Ende Januar dieses Jahres. Seitdem sackte der Goldpreis um mehr als 1000 Dollar ab. Allein seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar fiel der Goldpreis zeitweise um rund 700 Dollar. Derzeit kostet eine Feinunze rund 4600 Dollar. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar liegen noch keine vollst\u00e4ndigen Daten vor. In den ersten drei Monaten des Jahres sollen die Zentralbanken dem WGC zufolge ihre Goldbest\u00e4nde netto weiter um gut 240 Tonnen erh\u00f6ht haben. Das passt zum Preisrekord des Edelmetalls im Januar. <\/p>\n<p>&#8222;Krisenw\u00e4hrung&#8220; erf\u00fcllt ihre Funktion<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach Kriegsbeginn d\u00fcrften allerdings die Verk\u00e4ufe stark angestiegen sein. Bekannt ist, dass allein die t\u00fcrkische Notenbank ihren Goldbestand im M\u00e4rz um 131 Tonnen verringert &#8211; nicht nur durch Verk\u00e4ufe, sondern auch durch sogenannte Swapgesch\u00e4fte. Das hei\u00dft, sie hinterlegte das Gold f\u00fcr einen zeitlich begrenzten Tausch gegen Devisen. Das Geld brauchte die Zentralbank, um am Devisenmarkt die t\u00fcrkische Lira zu st\u00fctzen. Die W\u00e4hrung ist seit Beginn des Kriegs im Nachbarland Iran vor allem durch die steigenden Energiepreise unter Druck geraten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Insbesondere von Energie-Importen abh\u00e4ngige Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder ben\u00f6tigen wegen des stark gestiegenen \u00d6lpreises zus\u00e4tzliche Liquidit\u00e4t, um Devisen f\u00fcr den Energie-Import bereitzustellen. Bekannt ist unter anderem, dass j\u00fcngst auch Ghanas Zentralbank Gold verkaufen musste, um sich Liquidit\u00e4t zu verschaffen. Zu den gr\u00f6\u00dften Goldverk\u00e4ufern in diesem Jahr geh\u00f6rte auch die russische Zentralbank, die der &#8222;Moscow Times&#8220; zufolge bis Ende M\u00e4rz knapp 22 Tonnen Gold verkaufte. Mit dem Erl\u00f6s sollen offenbar L\u00f6cher im russischen Staatshaushalt gestopft werden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aus dieser Verkaufswelle folgt nicht zwingend, dass die Zentralbanken weltweit ihre Goldbest\u00e4nde insgesamt abbauen. Einige W\u00e4hrungsh\u00fcter nutzen offenbar die Preiskorrektur, um weiter kr\u00e4ftig zuzukaufen, darunter &#8211; trotz der Verkaufserw\u00e4gungen ihres Chefs &#8211; auch die polnische Notenbank. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die gr\u00f6\u00dferen Verk\u00e4ufe im Zuge der Iran-Krise und der Preisr\u00fcckgang bedeuten nach Ansicht des WGC auch nicht, dass Gold seine Rolle als &#8222;Krisenw\u00e4hrung&#8220; oder &#8222;sicherer Hafen&#8220; nicht erf\u00fclle. Im Gegenteil: Die Entwicklung unterstreiche, warum Zentralbanken Goldreserven aufbauten, sagte der Zentralbankexperte des WGC, Shaokai Fan, dem US-Sender CNBC: Weil Gold ein liquider Wert sei, der sich auch in unsicheren Zeiten typischerweise gut entwickle &#8222;und deshalb dann eingesetzt werden kann, wenn er gebraucht wird&#8220;. Dieser Zeitpunkt ist f\u00fcr einige Zentralbanken offenbar jetzt in der Iran-Krise gekommen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ende historischer Preisrally?Warum Zentralbanken tonnenweise Gold verkaufen29.04.2026, 13:25 Uhr Von Max Borowski Artikel anh\u00f6ren(05:18 min) Die Bundesbank sitzt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":981804,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,3550,33319,186871,171,174,70973,173,172,55],"class_list":["post-981803","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-germany","tag-goldpreis","tag-goldreserven","tag-iran-krieg","tag-markets","tag-maerkte","tag-notenbanken","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116487957286605461","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/981803","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=981803"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/981803\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/981804"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=981803"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=981803"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=981803"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}