{"id":983348,"date":"2026-04-30T02:48:20","date_gmt":"2026-04-30T02:48:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/983348\/"},"modified":"2026-04-30T02:48:20","modified_gmt":"2026-04-30T02:48:20","slug":"ariane-64-startet-amazons-satelliten-bremen-treibt-jeff-bezos-rennen-gegen-elon-musk-leben-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/983348\/","title":{"rendered":"Ariane 64 startet Amazons Satelliten: Bremen treibt Jeff Bezos&#8216; Rennen gegen Elon Musk | Leben &#038; Wissen"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Bremen\/Kourou (Franz\u00f6sisch-Guayana) \u2013<b> Der Wettlauf der Milliard\u00e4re Jeff Bezos und Elon Musk um die Vorherrschaft im All entscheidet sich nicht nur in den USA, sondern auch in einer Werkhalle in Bremen. Am Donnerstag startet die n\u00e4chste Ariane 64 mit 32 Amazon-Leo-Satelliten an Bord, um sie in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Das Startfenster \u00f6ffnet sich in Kourou ab 10.08 Uhr bis 10.57 Uhr deutscher Zeit. Ein zentraler Bestandteil dieser Mission wurde bei der ArianeGroup am Flughafen Bremen gebaut.<\/b><\/p>\n<p>Amazon steht zweifach unter Druck<\/p>\n<p>F\u00fcr Amazon ist dieser Flug kein normaler Start. <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/unterhaltung\/leute\/jeff-bezos-alle-infos-7J9wOfy2j61cSHNq2lwI\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jeff Bezos<\/a> will mit Amazon Leo ein eigenes <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/internet\/das-weltweite-netzwerk-31524348.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Internet<\/a> aus dem All aufbauen. Tausende Satelliten sollen sp\u00e4ter Haushalte, <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/unternehmen\/news-fotos-videos-5n9Nevv68FAFS89DJteg\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unternehmen<\/a> und Mobilfunknetze versorgen. So sollen ab 2028 Hunderte Flugzeuge der Airline Delta mit Leo online gehen und Vodafone will mit der Technologie seine Funkmasten in Gebieten mit schlechter Abdeckung, u.a. auch in Deutschland, versorgen. <\/p>\n<p>Doch Bezos liegt hinter Konkurrent <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/ratgeber\/geld\/elon-musk\/elon-musk-alle-infos-78276790.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elon Musk<\/a> zur\u00fcck. Dessen Netzwerk Starlink ist l\u00e4ngst in Betrieb. Zus\u00e4tzlich gelten f\u00fcr den Aufbau Fristen der US-Funkaufsicht FCC, die Amazon zu rei\u00dfen droht. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits mehr Spielraum beantragt. Hei\u00dft: Jeder erfolgreiche Start z\u00e4hlt gerade doppelt. Doch erst k\u00fcrzlich patzte Bezos\u2019 eigenes Weltraum-Unternehmen Blue Origin mit seiner New-Glenn-Rakete und setzte Amazons Satelliten in die falsche Umlaufbahn.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>BILD hat den Ort besucht, an dem ein Teil dieses Wettlaufs entsteht: die Werkhalle der ArianeGroup direkt am Flughafen <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/bremen\/bremen-regional\/home-16292312.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bremen<\/a>. Von au\u00dfen unscheinbar. Drinnen eine andere Welt. Eine wei\u00dfe, fast klinische Halle. \u00dcberraschend wenig L\u00e4rm. Riesige silberne Tanks wie Ufos. Bauteile drehen sich millimetergenau in Gestellen. Es riecht nach Reinigungsmittel. Vieles erinnert eher an einen Reinraum als an Schwerindustrie. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"BILD-Reporter Thomas Porwol (34) in Kittel und mit Haarnetz in einer der Fertigungshallen der Ariane 6. Im Hintergrund warten kreisrunde Treibstofftanks auf die n\u00e4chsten Produktionsschritte\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fce543a61f2e7ad9dba342f0848545a5,29522670.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">BILD-Reporter Thomas Porwol (34) in Kittel und mit Haarnetz in einer der Fertigungshallen der Ariane 6. Im Hintergrund warten kreisrunde Treibstofftanks auf die n\u00e4chsten Produktionsschritte<\/p>\n<p>Foto: Thomas Porwol<\/p>\n<p>Neben einem etwas verloren wirkenden Schreibtisch h\u00e4ngt ein Zettel mit der Aufschrift: \u201eSei schlau, arbeite bei grau.\u201c Gemeint ist die strikte Trennung zwischen Schwarz-, Grau- und Wei\u00dfbereichen, also Zonen mit immer strengeren Regeln f\u00fcr Sauberkeit, Luft und Partikel. Wer im wei\u00dfen Bereich arbeitet, braucht Haarnetz, Kittel und \u00dcberzieher f\u00fcr die Schuhe, um die R\u00e4ume so sauber wie m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n<p>Bremen baut das \u201eGehirn der Rakete\u201c<\/p>\n<p>In dieser Halle entsteht die Oberstufe der Ariane 6. Das, was die ArianeGroup selbst das \u201eGehirn der Rakete\u201c nennt. Sie \u00fcbernimmt die letzte Phase der Mission. Sie sorgt daf\u00fcr, dass die Satelliten pr\u00e4zise im Orbit ausgesetzt werden. Aktuell entstehen dort zehn dieser Oberstufen pro Jahr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Die Oberstufe der Ariane 6 wird in mehreren Stationen zusammengebaut\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/a7a29a00ccd14730346e374c769d7b15,cfc6e4c1.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Die Oberstufe der Ariane 6 wird in mehreren Stationen zusammengebaut<\/p>\n<p>Foto: Sina Schuldt\/dpa<\/p>\n<p>Amazon muss im All Tempo machen. Laut dem Unternehmen sind bereits mehr als 200 Satelliten in ihrer Umlaufbahn. Mit dem heutigen Start und der n\u00e4chsten Mission sollen es mehr als 300 sein. Am Ende soll das Netz von Amazon Leo auf \u00fcber 3200 Satelliten wachsen. Sp\u00e4ter im Jahr 2026 sollen dann die ersten Regionen mit Internet aus dem All versorgt werden. Der Ausbau beginnt von 56 Grad Nord und S\u00fcd in Richtung \u00c4quator. Europa geh\u00f6rt damit zu den ersten Regionen, die Abdeckung bekommen sollen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Im Februar hob die erste Ariane 6 mit Satelliten von Amazon Leo in Franz\u00f6sisch-Guayana vom Weltraumbahnhof in Kourou ab\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ddec19769fbd276bdf18d84cebcb26a1,c49064dc.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Im Februar hob die erste Ariane 6 mit Satelliten von Amazon Leo in Franz\u00f6sisch-Guayana vom Weltraumbahnhof in Kourou ab<\/p>\n<p>Foto: ESA-CNES-ARIANESPACE-ArianeGroup\/Optique vid\u00e9o du CSG<\/p>\n<p>\u201eAriane ist zur\u00fcck!\u201c<\/p>\n<p>Ariane ist nicht Amazons einziger Startpartner. Aber einer der wichtigsten. 18 Ariane-64-Starts hat Amazon bei Arianespace gebucht. F\u00fcr Europas Ariane-System ist das ein Prestige-Projekt. Es ist der gr\u00f6\u00dfte Startvertrag der Firmengeschichte. <\/p>\n<p>\u201eAriane ist zur\u00fcck\u201c, sagt Pierre Godart, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der ArianeGroup in Deutschland, beim Besuch in Bremen. Doch dabei soll es nicht bleiben. Jetzt gehe es darum, Produktion und Starts \u201ehochzufahren, hochzufahren, hochzufahren\u201c. Ariane muss nicht nur beweisen, dass Europas Rakete wieder fliegt, sondern auch, dass sie nun in h\u00f6herem Takt gebaut und gestartet werden kann. F\u00fcr 2026 peilt das Unternehmen sieben bis acht Fl\u00fcge an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der ArianeGroup in Deutschland Pierre Godart beim Besuch in Bremen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/23c04d10cbdfe1f21f8b79bc480fea5f,c88af1d9.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der ArianeGroup in Deutschland Pierre Godart beim Besuch in Bremen<\/p>\n<p>Foto: Sina Schuldt\/dpa<\/p>\n<p>Eine Rakete, made in Europa<\/p>\n<p>Die Rakete entsteht in Zusammenarbeit von 600 Firmen aus 13 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und ist komplett made in Europa. Bremen baut die Oberstufe, <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/frankreich\/thema-frankreich-alle-infos-80021272.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreich<\/a> die Hauptstufe, Chips f\u00fcr die Elektronik kommen aus <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/spanien\/thema-spanien-alle-infos-80024300.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a>. Am Ende geht alles <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/leben-wissen\/wissenschaft\/ariane-64-beeindruckt-start-mit-32-amazon-satelliten-698c18face0cc5f58268689c\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nach Kourou zum Start<\/a>. Bezos setzt im Rennen gegen Musk also nicht nur auf Amerika und nicht nur auf seine eigene Rakete New Glenn, sondern auch auf Europas Raumfahrt. Musk hat seine Raketen. Bezos braucht Partner. Einer der wichtigsten wird in Bremen gebaut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Bremen\/Kourou (Franz\u00f6sisch-Guayana) \u2013 Der Wettlauf der Milliard\u00e4re Jeff Bezos und Elon Musk um die Vorherrschaft&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":983349,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1824],"tags":[2483,2935,2420,3364,29,427,30,198,2934,426,94733,29074,5870,8876,10156],"class_list":["post-983348","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bremen","tag-amazon","tag-bezos-jeff","tag-bremen","tag-de","tag-deutschland","tag-esa","tag-germany","tag-internet","tag-musk-elon","tag-raumfahrt","tag-raumflugkoerper","tag-satelliten","tag-spacex","tag-starlink","tag-weltall"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116491381069381812","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/983348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=983348"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/983348\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/983349"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=983348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=983348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=983348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}