{"id":983931,"date":"2026-04-30T08:31:50","date_gmt":"2026-04-30T08:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/983931\/"},"modified":"2026-04-30T08:31:50","modified_gmt":"2026-04-30T08:31:50","slug":"hallo-leipzig-so-startet-donnerstag-der-30-april-2026-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/983931\/","title":{"rendered":"Hallo Leipzig: So startet Donnerstag, der 30. April 2026 \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Das Landgericht verhandelt einen versuchten Mord vor dem Hintergrund von Selbstjustiz. Ein mitteldeutsches Carsharing-Unternehmen wird zur Genossenschaft und stellt heute sein entsprechendes Konzept vor. Um weibliche Weisheit in der Geschichte der Universit\u00e4t geht es in einer neuen Ausstellung der Alma Mater Lipsiensis und der Zoo bereitet die morgen beginnenden Sommer\u00f6ffnungszeiten vor, und somit auch die \u00f6ffentliche Badesaison (der Elefanten).<\/p>\n<p>Umwelt schonen als Gro\u00dffamilie<\/p>\n<p>Ein Auto pro Person ist zuviel? Der regionale Carsharing-Anbieter teilAuto sieht es so und stellt heute Vormittag sein Genossenschaftsmodell vor, mit dem er seine Firmenstruktur grundlegend umwandelt. Das mitteldeutsche Unternehmen ist die erste GmbH dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung, die per Formwechsel in eine Genossenschaft umgewandelt wird.\u00a0 Rund 100.000 Privat- und Gesch\u00e4ftskunden nutzen derzeit mehr als 2.200 Fahrzeuge in 30 St\u00e4dten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen.<\/p>\n<p>Vorstand Patrick Sch\u00f6ne erkl\u00e4rt in einer Vorab-Mitteilung: \u201eF\u00fcr uns war seit Beginn von <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/teilAuto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">teilAuto<\/a> klar, dass irgendwann der Zeitpunkt kommen w\u00fcrde, unser Unternehmen in die H\u00e4nde der Allgemeinheit zu \u00fcbergeben\u201d, und erg\u00e4nzt: \u201eWir \u00f6ffnen teilAuto nun f\u00fcr alle, die mit ihrem Geld einen Beitrag zu einer umweltfreundlichen, gemeinschaftlichen und zuverl\u00e4ssigen Mobilit\u00e4t leisten wollen.\u201d<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/e2e1e4cd5fb140a9a0d9007c7996e15d.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/04\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/04\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/auto_fuss_teilauto.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-411357\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/auto_fuss_teilauto.jpg\" alt=\"De Platzbedarf von 60 Pkw-Insassen, 60 Fu\u00dfg\u00e4nger\/-innen und 60 Carsharing-Nutzer\/-innen. Foto: Frank Lockau\" width=\"1500\" height=\"999\"  \/><\/a>Der Platzbedarf von 60 Pkw-Insassen, 60 Fu\u00dfg\u00e4nger\/-innen und 60 Carsharing-Nutzer\/-innen. Foto: Frank Lockau<\/p>\n<p>Mit der Umwandlung verfolgt das Unternehmen das Ziel, die <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/Verkehrswende\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Verkehrswende<\/a> bewusst nicht Investoren oder Konzernen zu \u00fcberlassen, sondern sie in die Verantwortung der Nutzergemeinschaft zu legen. Dabei gilt das Prinzip \u201eeine Person, eine Stimme\u201c, unabh\u00e4ngig von der H\u00f6he der finanziellen Beteiligung. Ab heute k\u00f6nnen sich Interessierte unabh\u00e4ngig von einer bisherigen Nutzung mit Anteilen zu je 300 Euro beteiligen und erhalten damit volles Stimmrecht, w\u00e4hrend m\u00f6gliche Gewinnaussch\u00fcttungen sich an der Anzahl der Anteile orientieren.<\/p>\n<p>Die Umwandlung bedeutet zugleich eine R\u00fcckbesinnung auf die Anf\u00e4nge: 1992 gr\u00fcndeten zehn Menschen in <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/halle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Halle (Saale)<\/a> den Verein teilAuto, um gemeinsam ein Fahrzeug zu nutzen; bereits 1993 stand mit einem Skoda Favorit das erste Auto zur Verf\u00fcgung, dessen Nutzung noch \u00fcber Anrufbeantworter organisiert wurde. Mit wachsender Nachfrage folgte ab 2000 die Expansion nach Erfurt und Leipzig, 2004 die Gr\u00fcndung der Mobility Center GmbH und in den darauffolgenden Jahren die Ausweitung auf weitere St\u00e4dte wie Dresden, Jena, Magdeburg, Chemnitz und Gera. Heute besch\u00e4ftigt das Unternehmen rund 50 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Jahresumsatz von rund 33 Millionen Euro.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Snapseed-14.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-655564\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Snapseed-14.jpeg\" alt=\"\" width=\"1276\" height=\"851\"  \/><\/a>Ab heute als Genossenschaft. Das regionale Carsharing-Unternehmen wird zur Gro\u00dffamilie. Foto: teilAuto.net<br \/>\nWeibliche Weisheit der \u201eN\u00e4hrenden Mutter\u201d<\/p>\n<p>Der letzten Erhebung zufolge sind 60 Prozent der an der Leipziger Universit\u00e4t Studierenden Frauen. \u00a0Dass Weisheit eine durchaus weibliche Tradition hat, erz\u00e4hlt ab heute eine Ausstellung im Neuen Augusteum. \u201eAthena und ihre T\u00f6chter\u201c r\u00fcckt Frauen in den Mittelpunkt der Kunstsammlung und beleuchtet deren bislang oft \u00fcbersehene Rolle in der Geschichte der 1409 gegr\u00fcndeten Hochschule.<\/p>\n<p>Die Schau widmet sich Frauen als Stifterinnen, K\u00fcnstlerinnen, Studentinnen und Gelehrte und zeichnet nach, wie sie die Entwicklung der Universit\u00e4t pr\u00e4gten, obwohl sie \u00fcber Jahrhunderte hinweg kaum sichtbar waren. Unter dem Leitgedanken \u201eInspiration ist weiblich!\u201c greift die Ausstellung eine lange Tradition auf, in der Weisheit und Kreativit\u00e4t durch weibliche Figuren verk\u00f6rpert werden, etwa durch die griechische G\u00f6ttin Athena, die neun Musen oder die Personifikation der Wissenschaft sowie die Darstellung der Universit\u00e4t als \u201ealma mater\u201c (n\u00e4hrende Mutter).<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber standen reale Frauen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein meist im Schatten des akademischen Betriebs und traten h\u00e4ufig lediglich als Professorengattinnen oder -t\u00f6chter oder als Stifterinnen in Erscheinung. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Frauen als Gasth\u00f6rerinnen zugelassen, bevor ihnen ab 1906 ein regul\u00e4res Studium an der <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/universitaet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Universit\u00e4t Leipzig<\/a> m\u00f6glich war. In der mehr als 600j\u00e4hrigen Geschichte der Hochschule blieb ihr Beitrag dennoch lange unterrepr\u00e4sentiert, obwohl einzelne Pers\u00f6nlichkeiten wie <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/bildung\/zeitreise\/2012\/06\/250-Todestag-von-Luise-Adelgunde-Victorie-Gottsched-42541\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Luise Adelgunde Gottsched<\/a> bereits fr\u00fch eigene wissenschaftliche und literarische Leistungen erbrachten und zugleich ma\u00dfgeblich am Wirken ihrer m\u00e4nnlichen Kollegen beteiligt waren.<\/p>\n<p>Die Ausstellung r\u00fcckt diese Perspektiven nun bewusst ins Zentrum und zeigt anhand ausgew\u00e4hlter Werke und historischer Zeugnisse, wie Frauen die Universit\u00e4t beeinflusst und mitgestaltet haben. Besucherinnen und Besucher sind bis zum 11. Juli 2026 jeweils dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr willkommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-29-um-17.06.04.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-655537\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-29-um-17.06.04.png\" alt=\"\" width=\"1558\" height=\"1042\"  \/><\/a>Athenes Kopf \u2013 einst Gel\u00e4nderschmuck im\u00a0 kriegszerst\u00f6rten Augusteum. Foto: Marion Wenzel\/Kustodie<br \/>\nZoo er\u00f6ffnet Badesaison<\/p>\n<p>Im Zoo wird heute noch mal gr\u00fcndlich gewerkelt und geputzt. Vor allem die Scheibe des gro\u00dfen Badebeckens der Elefanten muss besonders sauber sein. Denn ab morgen gelten die Sommer\u00f6ffnungszeiten. Und mit denen wird endlich wieder der Besuch eines Morgenrituals m\u00f6glich. Um 10:15 Uhr begeben sich die Elefanten in ihrer Tempelanlage \u201eGanesha Mandir\u201c zum gro\u00dfangelegten Badebecken. Vom Kellergeschoss des Hauses aus kann man beobachten, wie galant die sonst so klobig wirkenden Dickh\u00e4uter im durch Solarenergie angew\u00e4rmten Wasser ihre Schwimm\u00fcbungen absolvieren.<\/p>\n<p>Ganzt\u00e4gig von nun 9 bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet sind auch die neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum, in denen Tierpfleger im Rahmen von Kommentierungen Wissenswertes vermitteln, w\u00e4hrend sich Aras und Sittiche in ihren neuen Flugvolieren eingew\u00f6hnen und weitere Arten f\u00fcr zus\u00e4tzliche Vielfalt sorgen. Erg\u00e4nzt wird das Angebot durch zahlreiche F\u00fctterungen und Erl\u00e4uterungen in allen Erlebniswelten, die Einblicke in den Alltag des <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/zoo-leipzig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Leipziger Zoos<\/a> geben.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Mai stehen zudem verschiedene F\u00fchrungen zur Auswahl, darunter eine Fr\u00fchtour am 10. Mai um 8 Uhr mit besonderem Fokus auf die M\u00fctter der Tierwelt sowie Spezialangebote f\u00fcr Pflanzenfreunde in Gondwanaland oder Technikinteressierte im Aquarium und in der Tropenhalle. Auch exklusive Blicke hinter die Kulissen sind m\u00f6glich, begleitet von Zoolotsen. Wichtig: Sonderf\u00fchrungen m\u00fcssen <a href=\"https:\/\/shop.zoo-leipzig.de\/category\/5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">HIER ONLINE separat gebucht werden<\/a>.<\/p>\n<p>An den verl\u00e4ngerten Wochenenden zu Himmelfahrt vom 14. bis 17. Mai und zu Pfingsten vom 23. bis 25. Mai sind zus\u00e4tzliche Mitmachaktionen geplant. Besucher k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/shop.zoo-leipzig.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mit einem Onlineticket<\/a> nicht nur den Eintritt sichern, sondern zugleich die Anreise mit den Leipziger Verkehrsbetrieben nutzen und ohne Umwege durch das Drehkreuz in den Zoo gelangen.<\/p>\n<p>Der Zoo Leipzig wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und war offizielles Projekt der \u201eUN-Dekade Biologische Vielfalt\u201d der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC_9829.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-655587\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC_9829.jpeg\" alt=\"\" width=\"3754\" height=\"2504\"  \/><\/a>Echte Vielflieger. In den neuen Gro\u00dfvolieren haben die Papageien mehr Platz als in vergleichbaren Anlagen. Foto: Benjamin Weinkauf<br \/>\nProzess um Selbstjustiz durch versuchten Mord<\/p>\n<p>Vor der 16. Strafkammer des <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/landgericht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Leipziger Landgerichts<\/a> beginnt heute der Prozess um einen mutma\u00dflich versuchten Mord. Die Staatsanwaltschaft Leipzig klagt einen 1990 geborenen Mann an und wirft ihm das genannte Verbrechen in Tateinheit mit gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung in zwei tateinheitlichen F\u00e4llen vor. Nach Angaben der Anklage befand sich der Beschuldigte in einer Beziehung mit dem mutma\u00dflich Gesch\u00e4digten, die im Jahr 2022 endete.<\/p>\n<p>Hintergrund der Trennung seien Vorw\u00fcrfe des Angeklagten gewesen, sein damaliger Partner habe ihn bet\u00e4ubt und vergewaltigt. Entsprechende Anzeigen wurden jedoch von den Ermittlungsbeh\u00f6rden eingestellt. In der Nacht vom 12. auf den 13. September 2025 trafen beide M\u00e4nner zuf\u00e4llig in einer Bar in der Otto-Schill-Stra\u00dfe in Leipzig aufeinander.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/staatsanwaltschaft-leipzig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Staatsanwaltschaft<\/a> soll der Angeklagte den Entschluss gefasst haben, den mutma\u00dflich Gesch\u00e4digten zu t\u00f6ten, nachdem sich dieser mit einem anderen Mann zum Zwecke sexueller Handlungen in ein Separ\u00e9 zur\u00fcckgezogen hatte. Dabei soll er die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt und ihm mit einem mitgef\u00fchrten Taschenmesser einen Schnitt am Hals zugef\u00fcgt haben. Nachdem sich der mutma\u00dfliche T\u00e4ter zun\u00e4chst zur\u00fcckgezogen hatte, soll er sp\u00e4ter festgestellt haben, dass der Verletzte \u00fcberlebt hatte und von anderen Anwesenden versorgt wurde. Daraufhin habe er erneut den Entschluss gefasst, ihn zu t\u00f6ten, und soll \u00fcberraschend wieder auf ihn zugetreten sein, um ihm mit dem bereits verwendeten Messer eine weitere Verletzung im Bauchbereich zuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Die Staatsanwaltschaft geht neben dem Mordmerkmal der Heimt\u00fccke auch von niedrigen Beweggr\u00fcnden aus. Als Motiv wird angenommen, dass der Angeklagte den mutma\u00dflich Gesch\u00e4digten t\u00f6ten wollte, weil dieser wegen der gegen ihn erhobenen Vorw\u00fcrfe der <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/vergewaltigung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Vergewaltigung<\/a> nicht zur Verantwortung gezogen worden sei und er selbst die erforderliche \u201eBestrafung\u201c habe vornehmen wollen. Der mutma\u00dflich Gesch\u00e4digte hat sich dem Verfahren als Nebenkl\u00e4ger angeschlossen.<\/p>\n<p>Das Landgericht hat f\u00fcr den Fall zun\u00e4chst sechs Verhandlungstage einberufen. Vom Prozess berichtet unser <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/author\/lucas-boehme\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Reporter Lucas B\u00f6hme<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Landgericht verhandelt einen versuchten Mord vor dem Hintergrund von Selbstjustiz. 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