{"id":985146,"date":"2026-04-30T21:09:18","date_gmt":"2026-04-30T21:09:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/985146\/"},"modified":"2026-04-30T21:09:18","modified_gmt":"2026-04-30T21:09:18","slug":"rom-und-berlin-ermahnen-israel-wegen-gestoppter-gaza-flotte-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/985146\/","title":{"rendered":"Rom und Berlin ermahnen Israel wegen gestoppter Gaza-Flotte \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland und Italien orten m\u00f6glichen Bruch des V\u00f6lkerrechts. Israel weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das israelische Vorgehen gegen einen internationalen Schiffsverband mit Gaza-Hilfe im Mittelmeer l\u00f6st in Berlin und Rom gro\u00dfe Sorge aus. Eine gemeinsame Erkl\u00e4rung legt nahe, dass aus Sicht der beiden Regierungen der Stopp der \u201eGlobal Sumud\u201c-Flotille in internationalen Gew\u00e4ssern nicht mit dem V\u00f6lkerrecht vereinbar sein k\u00f6nnte. \u201eWir rufen zur uneingeschr\u00e4nkten Achtung des geltenden V\u00f6lkerrechts sowie zur Unterlassung unverantwortlicher Handlungen auf\u201c, hie\u00df es darin.<\/p>\n<p>Die Organisatoren der Hilfsflotte werfen Israel ein gewaltsames Vorgehen bei der Aktion in der Nacht auf Donnerstag vor. Israel betont dagegen, die Operation sei im Einklang mit dem V\u00f6lkerrecht verlaufen und es habe keine Verletzten gegeben.<\/p>\n<p>Die israelische Marine hatte westlich der griechischen Insel Kreta mehr als 20 Boote der Hilfsflotte gestoppt und Dutzende Aktivisten festgenommen. Einige Boote setzten nach dem n\u00e4chtlichen Zwischenfall ihre Fahrt fort. Wie Daten des Online-Trackers der Initiatoren der Flottille sowie des Schiffsverfolgungssystems Marine Traffic zeigten, bewegten sich am Abend mehrere Boote entlang der K\u00fcste Kretas innerhalb der griechischen Hoheitsgew\u00e4sser. Vonseiten der Organisatoren gab es zun\u00e4chst keine Aussagen zu weiteren Pl\u00e4nen.<\/p>\n<p>In der deutsch-italienischen Erkl\u00e4rung hie\u00df es, man verfolge den Stopp der \u201eGlobal Sumud\u201c-Flottille mit \u201egro\u00dfer Besorgnis\u201c. Zugleich verteidigten Berlin und Rom Bem\u00fchungen der internationalen Gemeinschaft, \u201eim Einklang mit dem V\u00f6lkerrecht und internationalen Standards humanit\u00e4re Hilfe im Gazastreifen zu leisten\u201c. Die italienische Regierung forderte dar\u00fcber hinaus die \u201esofortige Freilassung aller rechtswidrig festgehaltenen Italiener\u201c, wie aus einer Mitteilung zu einem Treffen hervorgeht, das Regierungschefin Giorgia Meloni mit einigen ihrer Minister abhielt. Unter den Aktivisten sind sowohl Italiener als auch Deutsche.<\/p>\n<p>Israels Au\u00dfenminister Gideon Saar sagte, die festgenommenen Aktivisten w\u00fcrden in Abstimmung mit der griechischen Regierung in Griechenland an Land gebracht. Athen habe sich dazu bereit erkl\u00e4rt, sie aufzunehmen. Aus Griechenland gab es daf\u00fcr zun\u00e4chst keine Best\u00e4tigung. Alle bisher von den Booten geholten Aktivisten seien unversehrt geblieben, erkl\u00e4rte Saar.<\/p>\n<p>Die Hilfsflotte war am Sonntag mit Dutzenden Schiffen von Sizilien aus Richtung Gazastreifen in See gestochen. Die Organisation sprach von der gr\u00f6\u00dften Flottille, die jemals versucht habe, den Gazastreifen zu erreichen.<\/p>\n<p>Die propal\u00e4stinensischen Aktivisten wollten erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von \u00c4gypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsg\u00fcter in die Konfliktregion zu bringen. Erkl\u00e4rtes Ziel der \u201eGlobal Sumud Flotilla\u201c ist es au\u00dferdem, die Einrichtung eines dauerhaften humanit\u00e4ren Korridors voranzubringen.<\/p>\n<p>Israel hat in der Vergangenheit Versuche von Aktivisten, die Seeblockade vor dem abgeriegelten K\u00fcstenstreifen zu durchbrechen, stets verhindert. Bei einem vorherigen Versuch war die vorwiegend aus privaten Segel- und Motorbooten bestehende \u201eGlobal Sumud Flotilla\u201c vergangenen Herbst von israelischen Spezialeinheiten gest\u00fcrmt und am Erreichen des Gebiets gehindert worden. (APA)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschland und Italien orten m\u00f6glichen Bruch des V\u00f6lkerrechts. Israel weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. 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