{"id":986699,"date":"2026-05-01T12:33:27","date_gmt":"2026-05-01T12:33:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/986699\/"},"modified":"2026-05-01T12:33:27","modified_gmt":"2026-05-01T12:33:27","slug":"umstrittenes-eu-mercosur-abkommen-tritt-vorlaeufig-in-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/986699\/","title":{"rendered":"Umstrittenes EU-Mercosur-Abkommen tritt vorl\u00e4ufig in Kraft"},"content":{"rendered":"<p>Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ist das Handelsabkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den Mercosur-Staaten \u2013 Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay \u2013 am Freitag vorl\u00e4ufig in Kraft getreten.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Trotz einer Klage vor dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union setzte Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen die vorl\u00e4ufige Anwendung durch und umging damit de facto eine Parlamentsabstimmung \u00fcber die vollst\u00e4ndige Ratifizierung des Abkommens.<\/p>\n<p>\u201eDie vorl\u00e4ufige Anwendung wird zeigen, welche konkreten Vorteile dieses Abkommen bringt\u201c, schrieb von der Leyen auf X.<\/p>\n<p>\u201eUnd wie wir berechtigte Sensibilit\u00e4ten ber\u00fccksichtigt haben.\u201c<\/p>\n<p>Die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin will am Freitag per Videokonferenz gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs der Mercosur-Staaten den Abschluss des Abkommens feiern.<\/p>\n<p>Das Abkommen schafft f\u00fcr den Gro\u00dfteil des Handels zwischen beiden Seiten die Z\u00f6lle ab. So entsteht eine Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Menschen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten.<\/p>\n<p>Am Donnerstag bezeichnete die EU-Chefin das Abkommen als \u201egute Nachricht f\u00fcr EU-Unternehmen jeder Gr\u00f6\u00dfe, gute Nachricht f\u00fcr unsere Verbraucherinnen und Verbraucher und gute Nachricht f\u00fcr unsere Landwirtinnen und Landwirte, die wertvolle neue Exportchancen erhalten \u2013 bei vollem Schutz sensibler Sektoren\u201c.<\/p>\n<p>Widerstand gegen das Abkommen<\/p>\n<p>Das Abkommen st\u00f6\u00dft jedoch nicht \u00fcberall auf Zustimmung. Bef\u00fcrworter sehen darin den Zugang zu neuen, f\u00fcr die Wirtschaft wichtigen M\u00e4rkten. Kritiker warnen, es k\u00f6nne Umweltstandards und -auflagen schw\u00e4chen und der Landwirtschaft in der EU schaden.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat das Abkommen am 17. Januar 2026 <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/17\/mercosur-handel-eu-wirtschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">unterzeichnet<\/a>, nachdem sie die Unterst\u00fctzung der Mehrheit der Mitgliedstaaten gesichert hatte. Einige Staaten blieben jedoch dagegen, allen voran Frankreich.<\/p>\n<p>Viele Landwirtinnen und Landwirte in der EU machten ihrem Unmut ebenfalls Luft. Vor der Unterzeichnung des Abkommens <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/12\/18\/protest-mercosur-landwirte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gingen sie mit ihren Traktoren auf die Stra\u00dfe<\/a>, um gegen aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz durch Importe aus den Mercosur-Staaten zu protestieren.<\/p>\n<p>Im Europ\u00e4ischen Parlament setzten die Gegner des Abkommens eine Mehrheit durch, um es dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union zur \u00dcberpr\u00fcfung seiner Rechtm\u00e4\u00dfigkeit vorzulegen. Entscheidet das Gericht gegen das Abkommen, wird es gestoppt.<\/p>\n<p>Von der Leyen stand zugleich unter Druck von Bef\u00fcrwortern des Abkommens wie Deutschland und Spanien, die angesichts wachsender geo\u00f6konomischer Spannungen schnellen Zugang zu neuen M\u00e4rkten wollen. Daher entschied sie sich f\u00fcr die vorl\u00e4ufige Anwendung.<\/p>\n<p>Die Kommission konnte diesen Schritt jedoch erst gehen, nachdem mindestens ein Mercosur-Staat das Abkommen ratifiziert und notifiziert hatte.<\/p>\n<p>Brasilien, Argentinien und Uruguay haben dies bereits getan; Paraguay d\u00fcrfte folgen.<\/p>\n<p>\u201eNichts ist besser, als an die Aus\u00fcbung der Demokratie, an den Multilateralismus und an herzliche Beziehungen zwischen den Nationen zu glauben\u201c, sagte Pr\u00e4sident Luiz In\u00e1cio Lula da Silva bei einer Feier zu diesem Schritt in Bras\u00edlia.<\/p>\n<p>Bolivien, das j\u00fcngste Mitglied des Mercosur, war an den Verhandlungen nicht beteiligt, kann dem Abkommen aber in den kommenden Jahren beitreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ist das Handelsabkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den Mercosur-Staaten \u2013 Argentinien,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":986700,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,76235,14,15,12],"class_list":["post-986699","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-mercosur","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116499344680633692","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/986699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=986699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/986699\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/986700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=986699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=986699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=986699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}