{"id":989145,"date":"2026-05-02T13:36:20","date_gmt":"2026-05-02T13:36:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/989145\/"},"modified":"2026-05-02T13:36:20","modified_gmt":"2026-05-02T13:36:20","slug":"nrw-macht-kfc-im-streit-um-doener-gericht-krispy-kebab-einen-rueckzieher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/989145\/","title":{"rendered":"NRW: Macht KFC im Streit um D\u00f6ner-Gericht \u201eKrispy Kebab&#8220; einen R\u00fcckzieher?"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erw\u00e4gt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen R\u00fcckzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespr\u00e4che mit dem Bielefelder D\u00f6nerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber \u201eherausfordernd\u201c. Man wolle weiterhin \u201eeine gemeinsame L\u00f6sung\u201c finden. Aber: \u201eSollte das am Ende nicht gelingen, w\u00fcrden wir unseren KFC Krispy Kebab schweren Herzens aus dem Programm nehmen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">KFC verkauft seit kurzem in Deutschland eine D\u00f6nervariante namens Krispy Kebab. Die Bielefelder D\u00f6nerfirma Krispy Kebab hatte sich ihr gleichnamiges Produkt aber markenrechtlich sch\u00fctzen lassen, was KFC nach eigenem Bekunden nicht wusste. Die deutsche D\u00f6nerkette hat 17 Standorte, und zwar in Bielefeld, Hannover, Essen, Emden, Wesel und weiteren St\u00e4dten. KFC hat weltweit rund 32.000 Standorte.<\/p>\n<p>Anwalt sieht klare Rechtsverletzung      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sein Anwalt Markus Brock von der Kanzlei SKW Schwarz sieht in dem KFC-Produkt eine klare Verwechslungsgefahr und infolgedessen eine Markenrechtsverletzung. \u201eWenn ein Konsument an einem Krispy-Kebab-Standort vorbeif\u00e4hrt und danach bei KFC deren Krispy Kebab sieht, k\u00f6nnte er sich denken, dass die beiden Firmen zusammenarbeiten.\u201c Markenrechtlich gesch\u00fctzt sei eine sogenannte Wort-Bild-Marke, deren Wortbestandteil pr\u00e4gend sei.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wenn Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen, machten sie \u00fcblicherweise eine \u201eFreedom to Operate\u201c-Analyse. Darin wird gepr\u00fcft, ob mit dem neuen Produktnamen ein fremdes Markenrecht verletzt wird. \u201eKrispy Kebab h\u00e4tte bei dieser Pr\u00fcfung auftauchen und KFC auffallen m\u00fcssen\u201c, sagt Brock. Ob KFC so eine Analyse einfach nicht gemacht habe oder die Analyse l\u00fcckenhaft gewesen sei, k\u00f6nne er nicht sagen. Es sei jedenfalls erstaunlich, dass ein so gro\u00dfer global agierender Anbieter so einen Fehler gemacht habe.<\/p>\n<p>Keine Bielefelder D\u00f6nerso\u00dfe bei KFC      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den Gespr\u00e4chen hatte Kolcu vorgeschlagen, gemeinsam ein Gericht zu machen, etwa mit So\u00dfe von der Bielefelder D\u00f6nerfirma. Das wiederum wollte KFC nicht. Das Angebot zu Gratis-Werbung in KFC-Filialen f\u00fcr die D\u00f6nerkette Krispy Kebab lehnte Kolcu ab. Die Chancen auf eine Last-Minute-Einigung in den Gespr\u00e4chen sind nach seiner Einsch\u00e4tzung gering. \u201eWir haben einfach nicht zusammengefunden.\u201c Er sehe sich in dem rechtlichen Tauziehen als David gegen Goliath. \u201eDavid hat gewonnen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der 29-j\u00e4hrige Kolcu hat seine D\u00f6nerfirma 2017 gegr\u00fcndet, inzwischen hat er zwei eigene L\u00e4den in Bielefeld und 15 Standorte an Franchisepartner vergeben. Bis zum Sommer sollen zwei weitere hinzukommen. Seine Franchisepartner bekamen Gebietsschutz &#8211; in ihrem Gebiet darf also kein anderer Krispy Kebab verkauft werden. Dies wiederum machte den Streit durchaus kompliziert: Kolcu f\u00fcrchtete, dass seine Franchisepartner von ihm Geld fordern k\u00f6nnten, weil der vertraglich geregelte Gebietsschutz nicht gew\u00e4hrleistet sei.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den neuen \u201eKrispy Kebab\u201c stellte KFC ausgerechnet in einem Werbevideo zum Prinzen-Song \u201eAlles nur geklaut\u201c vor. Kebab gebe es schon ganz lange und nun endlich auch bei KFC, wird in dem Lied gesungen. Man wolle aber keinen \u201eBeef\u201c, beteuerte das Unternehmen. \u201eUnser Fokus liegt bekanntlich auf Chicken.\u201c Das englische Wort Beef hei\u00dft Rindfleisch, au\u00dferdem bezeichnet es im Slang einen pers\u00f6nlichen Streit oder handfesten Konflikt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erw\u00e4gt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen R\u00fcckzieher. 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