{"id":990933,"date":"2026-05-03T08:06:23","date_gmt":"2026-05-03T08:06:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/990933\/"},"modified":"2026-05-03T08:06:23","modified_gmt":"2026-05-03T08:06:23","slug":"kinderbetreuung-in-stuttgart-wird-die-kita-suche-in-stuttgart-bald-einfacher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/990933\/","title":{"rendered":"Kinderbetreuung in Stuttgart: Wird die Kita-Suche in Stuttgart bald einfacher?"},"content":{"rendered":"<p>Fehlende Kitapl\u00e4tze waren lange ein Problem in Stuttgart. F\u00fcr die Planung sind allen voran die Geburtenraten entscheidend \u2013 und diese sind \u00fcber die Jahre gesunken.<\/p>\n<p> Tagesm\u00fctter in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> schlagen Alarm, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.kindertagespflege-in-stuttgart-immer-weniger-kinder-nicht-wenige-tagesmuetter-bangen-um-ihre-existenz.11592fd0-28b7-4863-ac38-9bfba0d16955.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">weil sie angesichts sinkender Nachfrage um ihre Existenz f\u00fcrchten<\/a> \u2013 doch f\u00fcr Eltern k\u00f6nnte sich die Lage zugleich entspannen: Die Suche nach einem Betreuungsplatz k\u00f6nnte k\u00fcnftig einfacher werden. Die Gr\u00fcnde sehen Tagesm\u00fctter darin, dass Frauen weniger Kinder bekommen, die Einwohnerzahl Stuttgarts schrumpft, aber auch weil die Stadt massiv in den Ausbau von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Kita\" title=\"Kitas\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kitas<\/a> investiert hat. Diese Faktoren spielen neben vielen weiteren eine zentrale Rolle in der Bedarfsplanung f\u00fcr Kitapl\u00e4tze in Stuttgart. <\/p>\n<p>Eine Glaskugel haben auch die Planer nicht \u2013 doch ein Blick in die wichtigsten Zahlen zeigt: Die Zahl der Kinder bleibt stabil, die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Geburtenrate\" title=\"Geburtenrate\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Geburtenrate<\/a> sinkt seit den 2000er-Jahren, die Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnte insgesamt schrumpfen und die Versorgung mit Kitapl\u00e4tzen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.<\/p>\n<p>Grund 1: Anzahl der Kinder unter und \u00fcber drei Jahren wird konstant bleiben <\/p>\n<p>Die Anzahl der Kinder unter drei Jahren ist dem letzten Kitajahresbericht der Stadt Stuttgart zufolge seit 2019 gesunken, von 18.400 Kindern im Jahr 2019 auf 16.300 im Jahr 2024. Verantwortlich daf\u00fcr sind sowohl die sinkende Geburtenrate als auch die Abwanderung junger Erwachsener aus Stuttgart. Zuvor stieg die Anzahl der Kinder von 2014 bis 2019 an \u2013 wobei auch die Migrationsbewegung ab 2015 eine Rolle gespielt haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Prognosen des Statistischen Amts der Stadt zeigen, dass die Zahl der unter Dreij\u00e4hrigen noch bis 2026 ansteigt, danach bleibt sie erst einmal stabil. Das liegt daran, dass das Statistische Amt f\u00fcr die Prognose ab 2027 von einer konstanten Geburtenrate ausgegangen ist, die auf den geburtenst\u00e4rkeren Jahren 2017 bis 2022 basiert. Wie sich die Geburtenrate in Zukunft allerdings tats\u00e4chlich entwickelt, ist noch offen, sagt ein Sprecher.<\/p>\n<p>Der Trend zeigt sich bei den Drei- bis Sechsj\u00e4hrigen zeitverz\u00f6gert: Die Zahl der \u00fcber Dreij\u00e4hrigen hingegen soll 2026 und 2027 weiter sinken, bevor dann 2029 ein Anstieg erwartet wird \u2013 wenn die bald unter Dreij\u00e4hrigen \u00e4lter werden. \u201eBis etwa 2030 wird die Anzahl der Drei- bis Sechsj\u00e4hrigen noch von den geburtenstarken Jahrg\u00e4ngen 2019 bis 2021 gepr\u00e4gt\u201c, so der Sprecher des Statistischen Amtes. Da k\u00fcnftig schw\u00e4cher besetzte Jahrg\u00e4nge nachr\u00fccken, wird diese Altersgruppe insgesamt tendenziell kleiner.\ufeff<\/p>\n<p>Grund 2: Frauen bekommen immer weniger Kinder <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Prognose der Kinderzahlen von einer konstanten Geburtenrate ausgeht, ist sie in den vergangenen Jahren in der Realit\u00e4t sogar gesunken. Daf\u00fcr betrachtet man die durchschnittliche Zahl der Kinder, die eine Frau statistisch \u00fcber ihr gesamtes Leben bekommt. W\u00e4hrend dieser Wert 1990 noch bei rund 1,3 Kindern pro Frau lag, betrug die Geburtenziffer 2024 zuletzt nur noch etwa 1,1 Kinder pro Frau \u2013 wie auch die folgende Grafik zeigt:<\/p>\n<p>Von 2010 bis 2021 war diese Geburtenziffer immer wieder angestiegen \u2013 2021 lagen beide auf dem h\u00f6chsten Wert seit 1975. \u201eVielfach wird davon ausgegangen, dass der Anstieg der 2010er Jahre bedingt war durch verbesserte Rahmenbedingungen f\u00fcr Familien mit Kindern sowie die hohe Zuwanderung\u201c, erkl\u00e4rt ein Sprecher des Statistischen Amts. <\/p>\n<p>\u00dcber den zuletzt zu beobachtenden R\u00fcckgang werde viel spekuliert, sagt er. Klare Erkenntnisse zu den Gr\u00fcnden liegen allerdings bisher nicht vor. Die Geburtenrate aus Stuttgart verhalte sich jedenfalls \u00e4hnlich wie die aus anderen gro\u00dfen St\u00e4dten ebenso wie der aus Baden-W\u00fcrttembergisch und Deutschland insgesamt. Bundesweit war die Zahl der Geburten im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken, wie das Statistische Amt zuletzt berichtete.<\/p>\n<p> Grund 3: Die Stuttgarter Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnte bis 2040 schrumpfen <\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamts aus 2024 liefert einen Eindruck, wie viele Menschen bis 2040 in Stuttgart leben werden. Dabei wird unterschieden, ob ein niedriger, moderater oder h\u00f6herer Zuzug aus dem Ausland angenommen wird. <\/p>\n<p>Welche dieser Annahmen am wahrscheinlichsten eintrifft, dazu gebe es unterschiedliche Einsch\u00e4tzungen, sagt der Sprecher des Statistischen Amts. \u201eMomentan liegt die reale Entwicklung der Gesamteinwohnerzahl unterhalb der Variante mit niedrigem Zuzug. Das k\u00f6nnte sich in Zukunft aber wieder \u00e4ndern und im Durchschnitt \u00fcber die Gesamtzeitraum wieder ausgleichen.\u201c<\/p>\n<p>Die folgende Grafik zeigt die drei Szenarien sowie die letzten Einwohnerzahlen: <\/p>\n<p>Der Sprecher f\u00fcgt hinzu, dass sich die Wanderungsbewegungen auch auf die Kinderzahlen auswirken: einerseits durch die Anzahl der potenziellen M\u00fctter, durch deren gegebenenfalls andere Geburtenrate sowie die Zu- und Abwanderung von Kindern selbst.<\/p>\n<p>Dass die Stuttgarter Bev\u00f6lkerung zuletzt geschrumpft ist, zeigt auch die Einwohnerstatistik der Stadt Stuttgart \u2013 wonach Stuttgart im Jahr 2018 noch mehr als 630.000 Einwohner z\u00e4hlte, Ende 2025 waren es noch rund 606.000.<\/p>\n<p> Grund 4: Mehr Kinder bekommen Kita- und Kindergartenpl\u00e4tze <\/p>\n<p>Ein weiterer Grund f\u00fcr die weiterhin gute Versorgung in Sachen Kitapl\u00e4tzen ist der Versorgungsgrad: Das Verh\u00e4ltnis zwischen der Anzahl der Kita- und Kindergartenkinder zu den verf\u00fcgbaren Pl\u00e4tzen hat sich \u00fcber die Jahre immer mehr verbessert. Das geht aus dem Kitajahresbericht der Stadt Stuttgart hervor. Und das bedeutet, theoretisch k\u00f6nnten 57 Prozent aller Unter-Dreij\u00e4hrigen einen Kitaplatz haben, vor zehn Jahren waren es noch 43 Prozent. F\u00fcr Kindergartenkinder ab drei Jahren gibt es seit mehreren Jahren bereits ausreichend Pl\u00e4tze. <\/p>\n<p>In der Praxis steht diese Kapazit\u00e4t jedoch nicht vollst\u00e4ndig zur Verf\u00fcgung. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind unter anderem fehlendes Personal, Sanierungen oder laufende Bauvorhaben. Auch deshalb bleibt die tats\u00e4chliche Versorgung je nach Stadtteil unterschiedlich. Laut Kitajahresbericht 2024 fehlen in den Bezirken Ost und West jeweils \u00fcber 100 Pl\u00e4tze, in Degerloch und M\u00f6hringen unter anderem zwischen 50 und 100 Pl\u00e4tze. <\/p>\n<p>In elf weiteren Bezirken gibt es keinen Fehlbedarf \u2013 was sich mit den Erfahrungen des Jugendamts-Sprecher deckt: \u201eIn manchen Stadtteilen sinkt die Nachfrage nach Kitapl\u00e4tzen bereits.\u201c Dort k\u00f6nnten Familien wieder zwischen verschiedenen Angeboten w\u00e4hlen \u2013 w\u00e4hrend die Situation in anderen Stadtteilen weiterhin angespannt bleibe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fehlende Kitapl\u00e4tze waren lange ein Problem in Stuttgart. F\u00fcr die Planung sind allen voran die Geburtenraten entscheidend \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":990934,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,17233,30,8072,2818,3491,38409,214089,1441,65664],"class_list":{"0":"post-990933","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-geburtenrate","12":"tag-germany","13":"tag-kinderbetreuung","14":"tag-kindergarten","15":"tag-kita","16":"tag-kitaplatz","17":"tag-kitaplatz-suche","18":"tag-stuttgart","19":"tag-zuzug"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116509618443925961","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/990933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=990933"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/990933\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/990934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=990933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=990933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=990933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}