{"id":99120,"date":"2025-05-10T08:42:10","date_gmt":"2025-05-10T08:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99120\/"},"modified":"2025-05-10T08:42:10","modified_gmt":"2025-05-10T08:42:10","slug":"radikale-umstellung-aus-skype-wurde-teams-doch-was-ist-mit-dem-prepaid-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99120\/","title":{"rendered":"Radikale Umstellung: Aus Skype wurde Teams \u2013 doch was ist mit dem Prepaid-Geld?"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Radikale Umstellung: Aus Skype wurde Teams \u2013 doch was ist mit dem Prepaid-Geld?<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein Update und das war&#8217;s: Microsoft hat in dieser Woche seine Skype-Clients f\u00fcr Windows und macOS mittels Softwareaktualisierung <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/5-Mai-2025-Microsoft-hat-ausgeskypt-10371926.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">aus dem Betrieb genommen<\/a> \u2013 und damit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Skype-koennte-bald-Geschichte-sein-laut-einer-Zeile-im-Code-der-App-10300290.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Ank\u00fcndigung aus dem Februar<\/a> umgesetzt. Wer das &#8222;empfohlene&#8220; Update einspielt, kommt seither nicht mehr an die in der Anwendung noch vorhandenen Daten \u2013 stattdessen wird man zum Start des Teams-Clients gen\u00f6tigt. &#8222;Danke, dass Sie Teil von Skype waren&#8220;, schreibt der Konzern im einzig verbliebenen Fenster der App in englischer Sprache, &#8222;Skype ging im Mai 2025 in Rente&#8220;. Bei der Verwendung eines Mobilger\u00e4ts, also Android oder iOS, erscheint der gleiche Screen \u2013 und es gibt ebenfalls keine M\u00f6glichkeit, an fr\u00fchere Chats oder Kontakte in Skype selbst zu gelangen.<\/p>\n<p>Telefonie ohne Client mit schlecht gemachtem Interface<\/p>\n<p>Klickt man in der Mac- und Windows-Version weiter, landet man, falls bereits auf dem Rechner vorhanden, in Teams, das ein eigenes Fenster als Skype-Ersatz \u00f6ffnet. Es arbeitet unabh\u00e4ngig von einem m\u00f6glicherweise ebenfalls eingerichteten gesch\u00e4ftlichen Account. Wirklich \u00fcbersichtlich ist das Mischmasch, das die \u00dcbernahme darstellt, nicht. Man muss genau hinsehen, wo welche Funktionen liegen, die Oberfl\u00e4che ist ganz anders als bei Skype. Noch verwirrender: Telefonie ins Festnetz, seit vielen Jahren Bestandteil von Skype, hat Microsoft ins Web ausgelagert \u2013 aber nur in eine Richtung. Das versprochene &#8222;Dial-Pad&#8220;, mit dem man weiterhin ins Festnetz telefonieren k\u00f6nnen soll, versteckt sich in den &#8222;weiteren Einstellungen&#8220;, die mit drei Punkten gekennzeichnet sind \u2013 und ist nicht etwa in Teams integriert. Stattdessen \u00f6ffnet sich auf Klick der Standardbrowser, wo man sich dann mit seinem Skype-Account anmelden muss, obwohl man in Teams ja eigentlich schon angemeldet ist.<\/p>\n<p>Die zu sehende Ansicht wirkt je nach Gr\u00f6\u00dfe des Browserfensters riesig und nicht f\u00fcr den Desktop programmiert. Links sieht man seine Anrufliste (ohne SMS), oben seinen Skype-Namen samt m\u00f6glicherweise noch vorhandenem Guthaben, rechts ein gigantisches Zahleneingabefeld. Um telefonieren zu k\u00f6nnen, muss man dem Browser Mikrofonzugriff erteilen. Unsere ersten Versuche mit dem Heraustelefonieren in Safari unter macOS scheiterten zun\u00e4chst, es war der Skype-Wahlton zu h\u00f6ren, es ging jedoch nicht weiter. Sp\u00e4ter gelang es uns dann, eine Verbindung herzustellen. Die Abwicklung erfolgt \u00fcber die Website &#8222;calling.web.skype.com&#8220;. Wie aus der alten Skype-App gewohnt, wird nach Eingabe der Nummer angezeigt, was das Telefonat kostet.<\/p>\n<p>Ausgehende Anrufe im Browser, eingehende in Teams<\/p>\n<p>Das Dial-Pad im Web ist keine Anwendung, die man gerne verwendet. An ihr ist zu erkennen, dass sie nur noch dazu dient, Nutzer ihr noch vorhandenes Skype-Guthaben aufbrauchen zu lassen \u2013 oder ein vorhandenes Anruf-Abo, von denen Skype eine ganze Reihe angeboten hatte, die noch bis zum Ablauf g\u00fcltig sind. Das Telefonieren ins Festnetz, das zuletzt zu den beliebtesten Nutzungsformen von Skype geh\u00f6rte, soll auf Dauer (und m\u00f6glichst schnell) kein Bestandteil von Teams f\u00fcr Privatkunden mehr sein. Microsoft schleppt die Funktion nur noch mit, da sie nie Teil von Teams war (au\u00dfer f\u00fcr Firmenkunden, aber das ist eine andere Zielgruppe). Auch die Mobilversion von Teams kennt nur das Dial-Pad im Web, wenn man heraustelefonieren m\u00f6chte. Hier verbirgt sich die Funktion in den Account-Einstellungen ganz unten. Unter iOS \u00f6ffnet sich dann ein In-App-Browser, in dem man sich wie schon auf dem Desktop erneut anmelden muss. Telefonieren l\u00e4sst sich nur, wenn man \u00fcber die Einstellungen des In-App-Browsers Mikrofonzugriff erteilt. Die Einstellung kann beim Neustart von Teams (und dem In-App-Browser) verschwinden, muss also gegebenenfalls immer wieder erteilt werden.<\/p>\n<p>Verwirrenderweise funktioniert der Empfang von Skype-Anrufen, die auf eine eventuell vorhandene Festnetznummer bei dem Anbieter gehen, in Teams selbst, daf\u00fcr braucht man keinen Browser. Man kann den Anruf dann sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Mobilger\u00e4t direkt annehmen und normal kommunizieren, als sei es ein Teams-zu-Teams-Gespr\u00e4che. Wurde Teams auf iPhone oder Android noch nicht aktiviert, zeigt Skype gegebenenfalls eine Information \u00fcber einen verpassten Anruf an und empfiehlt, Teams zu installieren. SMS lassen sich grunds\u00e4tzlich nicht mehr versenden, die Funktion wurde vollst\u00e4ndig gestrichen, wie Microsoft gegen\u00fcber heise online best\u00e4tigt hat. Das ist unsch\u00f6n, da Nutzer eigentlich entsprechende Vertr\u00e4ge mit dem Konzern hatten, die nun einseitig ver\u00e4ndert wurden.<\/p>\n<p>Skype-Guthaben muss vertelefoniert werden \u2013 keine R\u00fcckzahlung<\/p>\n<p>Unklar war anfangs noch, ob Microsoft auch eine M\u00f6glichkeit vorsehen w\u00fcrde, vorhandene Guthaben auszubezahlen, anstatt dass es \u00fcber das unelegante Dial-Pad im Web vertelefoniert werden muss. Eine entsprechende Anfrage bei der Pressestelle des Konzerns, die heise online im M\u00e4rz gestellt hatte, blieb bislang unbeantwortet. Microsoft gibt zwar auf einer Informationsseite an, dass <a href=\"https:\/\/support.microsoft.com\/de-de\/skype\/kann-ich-eine-r%C3%BCckerstattung-von-skype-erhalten-1cf8ad1a-9b83-46b0-989f-8605c1ee9e09\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">R\u00fcckzahlungen unter Umst\u00e4nden m\u00f6glich sind<\/a>. Allerdings scheint diese Seite noch aus der Zeit zu stammen, als Skype in seiner regul\u00e4ren Form existierte. Eine Anfrage beim Support via Chat (<a href=\"https:\/\/occclientglobal.iconchannelserviceprod.microsoft.com\/?organizationid=a8c967f2-d0c0-4bfc-a40f-6c7f603fb3b8&amp;partnercode=skype&amp;locale=de-de\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">direkter Link<\/a>) ergab (nach etlicher Wartezeit), dass R\u00fcckzahlungen grunds\u00e4tzlich nur erlaubt sind, wenn man das Guthaben erst in j\u00fcngster Vergangenheit erworben hat \u2013 die Grenze liegt bei maximal 90 Tagen, je nach Art des Kaufs (Abo, Guthaben) k\u00f6nnen es auch nur 14 oder 30 Tage sein.<\/p>\n<p>Hat man also beispielsweise im Jahr 2023 oder 2024 Guthaben erworben, aber noch nicht vertelefoniert, gibt es keine R\u00fcckerstattungsm\u00f6glichkeit \u2013 man muss das Dial-Pad verwenden, bis das Geld weg ist. F\u00fcr Microsoft hei\u00dft das auch, dass die Funktion m\u00f6glicherweise noch \u00fcber Jahre &#8222;mitgeschleift&#8220; werden muss, bis auch der letzte Kunde sein Guthaben ausgegeben hat. Das k\u00f6nnte auch erkl\u00e4ren, warum die Telefonie ins Festnetz nur noch aus einer simplen Web-Anwendung besteht und gar nicht erst in Teams integriert wurde. Abonnements f\u00fcr Skype-Nummern, \u00fcber die man angerufen werden kann, laufen hingegen nur noch bis zum Ende der Vertragslaufzeit, die Verl\u00e4ngerung hat Microsoft explizit beendet. Danach sind sie dann f\u00fcr immer verschwunden und Teams-Nutzer k\u00f6nnen nur noch \u00fcber das Teams-Netzwerk erreicht werden, nicht mehr per Telefon.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:bsc@heise.de\" title=\"Ben Schwan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bsc<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Radikale Umstellung: Aus Skype wurde Teams \u2013 doch was ist mit dem Prepaid-Geld? 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