{"id":991536,"date":"2026-05-03T14:13:21","date_gmt":"2026-05-03T14:13:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/991536\/"},"modified":"2026-05-03T14:13:21","modified_gmt":"2026-05-03T14:13:21","slug":"fussball-1-fc-union-berlin-ein-punkt-gegen-die-angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/991536\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfball \u2013 1. FC Union Berlin: Ein Punkt gegen die Angst"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img321254\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/321254.jpeg\" alt=\"Unions Abwehr um Danilho Doekhi (l.) sah gegen K\u00f6ln mit Torsch\u00fctze Marius B\u00fclter oft nicht gut aus.\"\/><\/p>\n<p>Unions Abwehr um Danilho Doekhi (l.) sah gegen K\u00f6ln mit Torsch\u00fctze Marius B\u00fclter oft nicht gut aus.<\/p>\n<p>Foto: imago\/Contrast<\/p>\n<p>Aller guten Dinge sind auch in K\u00f6penick drei: Zwei Spiele brauchte <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1198970.union-berlin-eine-trainerin-in-der-fussball-bundesliga-ist-kein-zeugnis-von-mut.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marie-Louise Eta<\/a> mit den Fu\u00dfballern des <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196970.bundesliga-jahre-fc-union-berlin-koepenick-feiert-die-gegenwart.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1. FC Union Berlin<\/a>, um als erste Trainerin der Bundesliga-Geschichte dort auch wirklich anzukommen. Im dritten Anlauf gelang der erste Erfolg. Auch am Sonnabend gab es f\u00fcr das 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen den 1. FC K\u00f6ln nur einen Punkt, aber Z\u00e4hlbares ist im engen Abstiegskampf viel wert, zumal ein direkter Konkurrent auf Abstand gehalten werden konnte. So befreiend der Jubel in der Alten F\u00f6rsterei nach dem Abpfiff dann auch war, bis zum Klassenerhalt bleiben der 34-J\u00e4hrigen und ihrem Team noch viel Arbeit.<\/p>\n<p>Die vergangenen vier Partien zeigen, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195147.fussball-armutsatlas-bundesliga-fc-union-berlin-spielerisch-am-ende.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wie <\/a><a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195147.fussball-armutsatlas-bundesliga-fc-union-berlin-spielerisch-am-ende.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">schlecht <\/a><a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195147.fussball-armutsatlas-bundesliga-fc-union-berlin-spielerisch-am-ende.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">es <\/a><a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195147.fussball-armutsatlas-bundesliga-fc-union-berlin-spielerisch-am-ende.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">um Union Berlin <\/a><a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195147.fussball-armutsatlas-bundesliga-fc-union-berlin-spielerisch-am-ende.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">steht<\/a>. 15 Spiele hintereinander konnte der 1. FC Heidenheim nicht gewinnen, kassierte in diesen traurigen vier Monaten zehn Niederlagen und insgesamt 35 Gegentreffer. Dann kam das 3:1 gegen die K\u00f6penicker, was wiederum die einj\u00e4hrige Beziehung zwischen Steffen Baumgart und Union beendete. Der Trainer wirkte selten souver\u00e4n, der Verein merkw\u00fcrdig gebremst \u2013 und das Spiel meist gequ\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Mit Eta nicht besser<\/strong><\/p>\n<p>Es folgte Eta, besser wurde es unter der Cheftrainerin nicht. Gegner in ihrer historischen ersten Bundesligapartie war der VfL Wolfsburg, der mit einer Serie von zw\u00f6lf sieglosen Spielen, darunter neun Niederlagen, nach Berlin gekommen war \u2013 und die Alte F\u00f6rsterei als jubelnder Sieger verlie\u00df. Dem ern\u00fcchternden Deb\u00fct folgte ein <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1199266.fussball-bundesliga-keine-lichtblicke-fuer-union-berlin-in-leipzig.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1:3 in Leipzig<\/a>, was Unions Trainerin angesichts der St\u00e4rke des Gegners nutzte, um hervorzuheben, dass sie bei ihrem Team \u00bbpositive Dinge\u00ab entdeckt habe.<\/p>\n<p>Gegen K\u00f6ln wollte Eta nun endlich \u00bbdie Chance vor eigenen Publikum nutzen, einen gro\u00dfen Schritt zu machen\u00ab. \u00dcber die Unterst\u00fctzung der Fans im Kampf um den Klassenerhalt konnten sich Trainerin und Team in K\u00f6penick wie immer verlassen: Fr\u00fcher als sonst waren die 22\u2009000 Pl\u00e4tze in der Alten F\u00f6rsterei voll \u2013 und lauter die Anfeuerungen. Auf dem Platz folgte dann erst mal nichts Positives: Nachdem Union druckvoller begonnen hatte, aber aufgrund der altbekannten Abschlussschw\u00e4che zwei Chancen von Mittelfeldspieler Aljoscha Kemlein und eine weitere von Linksverteidiger Tom Rothe nicht nutzen konnte, kam der Schock: Der ehemalige Unioner Marius B\u00fclter traf nach 33 Minuten zur F\u00fchrung f\u00fcr den 1. FC K\u00f6ln.<\/p>\n<p><strong>Gl\u00fcck vor dem Pausenpfiff<\/strong><\/p>\n<p>Wenn selbst die einst so verl\u00e4ssliche Defensive der Berliner auseinanderf\u00e4llt, ja dann wird es schwer. Beim 0:1 lie\u00df sich die von Eta umgebaute F\u00fcnferkette \u2013 ohne Abwehrchef Leopold Querfeld und Kapit\u00e4n Christopher Trimmel \u2013 derart d\u00fcpieren, dass B\u00fclter in zentraler Position genug Zeit hatte, sich die Ecke auszusuchen und den Ball im oberen linken Eck platzieren. Nur wenig sp\u00e4ter liefen die K\u00f6lner gar in \u00dcberzahl auf das Tor von Union zu \u2013 zweimal konnten die Gastgeber nur mit Gl\u00fcck verhindern, dass der Ball erneut im Netz landete.<\/p>\n<p>An dem Bild, dass die K\u00f6lner souver\u00e4ner und planvoller auftraten, \u00e4nderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Schon in der 50. Minute h\u00e4tte das 0:2 fallen k\u00f6nnen, aber Jakub Kaminski verpasste die Hereingabe von Said El Mala freistehend nur knapp. Elf Minuten sp\u00e4ter war es dann so weit: El Mala, der auff\u00e4lligste Spieler an diesem sommerwarmen Nachmittag, traf aus kurzer Distanz.<\/p>\n<p>Nachdem Unions Trainerin Eta kurz vor dem zweiten Gegentreffer dreimal gewechselt hatte, \u00e4nderte sie danach die bis dahin mit nur zwei sehr Offensivspielern doch sehr defensive Grundausrichtung ihres Teams, stellte in der Abwehr auf eine Viererkette um und verst\u00e4rkte mit Tim Skarke das Angriffsspiel. Es half: Erst erzielte Rothe in der 73. Minute per Kopf nach einem Eckball den Anschlusstreffer, zum umjubelten Ausgleich traf der eingewechselte Livian Burcu nach starker Einzelleistung in der 89. Minute. So teilten sich am Ende die K\u00f6penicker und die K\u00f6lner die Punkte im Kellerduell. Beide k\u00f6nnen damit halbwegs gut leben, gejubelt wurde angesichts des Spielverlaufs aber nur auf Berliner Seite.<\/p>\n<p><strong>Mit Angst ins Saisonfinale<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbAufwachen!\u00ab Die Angst vor dem Abstieg, die in der Alten F\u00f6rsterei in den Rufen der Fans nicht zu \u00fcberh\u00f6ren war, begleitet Union beim Blick auf die Spiele der Konkurrenten am Sonntag sowie das eigene Restprogramm weiterhin: ausw\u00e4rts in Mainz und zum Abschluss in der Alten F\u00f6rsterei gegen Augsburg. Es sind <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1198336.fussball-wie-der-fc-union-als-robin-hood-in-der-bundesliga-kaempft.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Spiele gegen Teams aus der unteren Tabellenh\u00e4lfte<\/a>, in denen Union so gro\u00dfe Schwierigkeiten hat. Nimmt man noch das 1:1 im Heimspiel Anfang April gegen St. Pauli dazu, dann haben die K\u00f6penicker aus den letzten vier Spielen gegen Gegner, die in der Tabelle hinter ihnen stehen, nur zwei Punkte geholt.<\/p>\n<p>Solch eine Bilanz spricht f\u00fcr deutliche spielerische Schw\u00e4chen. Unter Steffen Baumgart war der Fu\u00dfball in K\u00f6penick nie wirklich besser, nur die Punktausbeute. Die f\u00fcr viele sichtbare Gefahr, die hinter den Zahlen lauerte, erkannte der Verein anscheinend nicht, als er den Vertrag des Trainers noch im Januar verl\u00e4ngerte. Immerhin standen nach Baumgarts Entlassung weniger die vielen Probleme des 1. FC Union Berlin im Mittelpunkt. Vielmehr wurde der Verein daf\u00fcr gefeiert, die erste Frau in der Bundesliga der M\u00e4nner an die Seitenlinie gestellt zu haben.<\/p>\n<p><strong>Sieben Trainer in drei Jahren<\/strong><\/p>\n<p>Die grundlegenden Probleme aber bleiben \u2013 und begleiten Union schon l\u00e4nger. Wie sehr der Verein auf der Suche ist, zeigt, dass nach den f\u00fcnf Erfolgsjahren mit Urs Fischer im Sommer dann der siebte Coach in drei Jahren, Interimsl\u00f6sungen wie Eta mitgerechnet, sein Gl\u00fcck versuchen wird. Die Trainerin soll ja bekanntlich zur kommenden Saison <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1198552.bundesliga-fc-union-berlin-die-frauen-aus-koepenick-machen-druck.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unions Fu\u00dfballerinnen<\/a> \u00fcbernehmen. So wurde es kommuniziert. Und so betonte es j\u00fcngst auch Pr\u00e4sident Dirk Zingler noch einmal. Dass Horst Heldt nahezu zeitgleich Gegenteiliges von sich gab, passt ins merkw\u00fcrdige Bild, das der Verein derzeit abgibt. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Sport ist als Nachfolger des Erfolgsmanagers Oliver Ruhnert ein entscheidender Teil davon: Sowohl in der Trainerfrage als auch bei der Zusammenstellung des Kaders hat er nicht immer die besten Entscheidungen getroffen. Aber jetzt gilt erst mal f\u00fcr alle beim 1. FC Union: Die Hoffnung stirbt auch in K\u00f6penick zuletzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unions Abwehr um Danilho Doekhi (l.) sah gegen K\u00f6ln mit Torsch\u00fctze Marius B\u00fclter oft nicht gut aus. 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