{"id":991654,"date":"2026-05-03T15:27:25","date_gmt":"2026-05-03T15:27:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/991654\/"},"modified":"2026-05-03T15:27:25","modified_gmt":"2026-05-03T15:27:25","slug":"der-stadtrat-tagte-wann-kann-der-sv-moelkau-04-mit-einer-erweiterung-der-sportanlagen-rechnen-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/991654\/","title":{"rendered":"Der Stadtrat tagte: Wann kann der SV M\u00f6lkau 04 mit einer Erweiterung der Sportanlagen rechnen? \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Ein gewisser Unmut weht inzwischen durch die Leipziger Ortschaftsr\u00e4te: Sie hatten es in der Vergangenheit ohnehin schon nicht leicht, ihre Interessen bis in den Stadtrat zu tragen. Das hat sich gerade in den letzten Jahren sp\u00fcrbar verbessert, auch weil etliche Ortschaftsr\u00e4te gelernt haben, sehr geduldig und beharrlich f\u00fcr ihre Anliegen zu werben.<\/p>\n<p>Doch inzwischen prallen ihre berechtigten Interessen auf ein Problem, das auch die Arbeit des Stadtrats zunehmend hemmt: die miserable Finanzsituation der Stadt. Darunter leiden auch Sportplatz-Tr\u00e4ume in M\u00f6lkau.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/74370c7bc008448db98738d087100d63.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/05\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Die sind gar nicht neu, wie Ortsvorsteher Klaus-Ruprecht Dietze am 29. April in der Ratsversammlung erkl\u00e4rte. Schon seit mehr als zehn Jahren habe der Ortschaftsrat sein Problem vorgetragen, dass die vorhandenen Sportpl\u00e4tze im 6.000-Einwohner-Ortsteil nicht ausreichen. 500 Bewohner M\u00f6lkaus seien Mitglied im Sportverein. Zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden aber nur ein Rasenplatz und seit Kurzem auch ein kleiner Kunstrasenplatz. Im Hinblick auf die Leipziger Olympiabewerbung mit Berlin zusammen w\u00e4re es aber angeraten, auch die Situation f\u00fcr die Sportangebote in M\u00f6lkau mit zu betrachten.<\/p>\n<p>\u201eDer SV M\u00f6lkau 04 nutzt heute verschiedene Einrichtungen in M\u00f6lkau. Der Sportpark an der Sommerfelder Stra\u00dfe ist schon lange an seine Grenzen gekommen und auch in keiner Weise mehr erweiterbar\u201c, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2022452&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2195272\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">beschrieb der Ortschaftsrat M\u00f6lkau die Situation in seinem Antrag<\/a>, mit dem er eine Studie f\u00fcr die Sportst\u00e4ttenentwicklung in M\u00f6lkau w\u00fcnschte. Ein Antrag, den der Ortschaftsrat eigentlich f\u00fcr den Doppelhaushalt 2025\/2026 gestellt hatte, wo er aber nicht ber\u00fccksichtigt wurde.<\/p>\n<p>\u201eDer Ansatz mit der zus\u00e4tzlichen (Kinder-)Sportfl\u00e4chen an der Albrechtshainer Stra\u00dfe war leider nicht erfolgreich. Der SV M\u00f6lkau 04 mit \u00fcber 500 Mitgliedern in 9 Sektionen platzt insbesondere im Bereich Fu\u00dfball aus allen N\u00e4hten. Auf dem derzeit einzigen Feld (und dem kleinen Hartplatz) trainieren und spielen insgesamt 11 Mannschaften und strapazieren den Rasen \u00fcber Geb\u00fchr. Heute spielen Kindermannschaften bereits in Zusammenlegung mit anderen Vereinen in St\u00f6tteritz, Paunsdorf, Althen, wobei f\u00fcr die Eltern teils nicht unerhebliche Anfahrtswege entstehen.<\/p>\n<p>Aus unserer Sicht sind ein grunds\u00e4tzliches Umdenken und ein v\u00f6llig neuer Ansatz f\u00fcr einen Sportpark in M\u00f6lkau erforderlich. Mit dem kommenden Sportprogramm 2030 ist eine M\u00f6glichkeit gegeben, um mit ersten Schritten zu beginnen. Der Sportverein und der Ortschaftsrat werden entsprechende Antr\u00e4ge zum Sportprogramm 2030 einbringen.<\/p>\n<p>Gepr\u00fcft werden soll eine landwirtschaftliche Fl\u00e4che von ca. 95.000 m\u00b2, beginnend oberhalb von Buswendeschleife\/Bergfriedhof an der Engelsdorfer Stra\u00dfe entlang der R\u00fcckseite der Bebauung der Paunsdorfer Stra\u00dfe, auf der 2\u20133 Fu\u00dfballfelder, Sozialgeb\u00e4ude, Trib\u00fcne, Parkpl\u00e4tze und evtl. eine neue \u201akleine Sporthalle\u2018 Platz finden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Bitte Pr\u00fcfung noch 2026<\/p>\n<p>Ein Sportprogramm 2030 gibt es freilich nicht. Aktuell arbeitet Leipzig mit dem Sportprogramm 2024. Und Sportb\u00fcrgermeister Heiko Rosenthal merkte an, er arbeite derzeit an einem Sportprogramm 2040, das er noch in diesem Jahr vorstellen wolle.<\/p>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2027059&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Verwaltungsstandpunkt<\/a> ging das Amt f\u00fcr Sport dann darauf ein, dass der Antrag aus M\u00f6lkau aus zwei Gr\u00fcnden derzeit leider nicht umsetzbar sei.<\/p>\n<p>\u201eDie Stadt Leipzig kann derzeit nur Kredite f\u00fcr Ma\u00dfnahmen der infrastrukturellen Grundversorgung aufnehmen, wozu ein Fl\u00e4chenankauf f\u00fcr Sportanlagen nicht z\u00e4hlt\u201c, war der erste Grund. Leipzig hat schlicht kein Geld f\u00fcr den Ankauf der vom Ortschaftsrat M\u00f6lkau vorgeschlagenen Fl\u00e4che. Und die Fl\u00e4che selbst sei wohl auch ein Problem:<\/p>\n<p>\u201eAuch die planungsrechtliche Beurteilung des Standortes spricht gegenw\u00e4rtig nicht daf\u00fcr, das Grundst\u00fcck anzukaufen. Im wirksamen Fl\u00e4chennutzungsplan (FNP) der Stadt Leipzig ist die Fl\u00e4che als \u201eFl\u00e4che f\u00fcr Landwirtschaft\u201c dargestellt (Flurst\u00fcck 92, Gemarkung M\u00f6lkau). F\u00fcr das benannte Vorhaben m\u00fcsste in einem langwierigen Verfahren eine \u00c4nderung gepr\u00fcft werden. Die Bodenqualit\u00e4t auf dem Flurst\u00fcck 92 ist mit \u201ahoch\u2018 und \u201asehr hoch\u2018 angegeben. Auf dem Nachbarflurst\u00fcck 547 befindet sich der Bergfriedhof M\u00f6lkau.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4che befindet sich im Au\u00dfenbereich und liegt bislang nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes. F\u00fcr das geplante Vorhaben mit mehreren Fu\u00dfballfeldern, Sozialgeb\u00e4ude, Trib\u00fcne, Parkpl\u00e4tzen und ggf. Sporthalle m\u00fcsste ein nach erfolgter FNP-\u00c4nderung solcher aufgestellt werden. Das Antragsgrundst\u00fcck grenzt im westlichen und s\u00fcdlichen Bereich an Wohngrundst\u00fccke.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Beteiligungsveranstaltung zur Ortschaftsstrategie M\u00f6lkau am 26.03.2025 wurde der Vorschlag mit den anwesenden Bewohnerinnen und Bewohnern diskutiert. Grunds\u00e4tzlich wird die Schaffung weiterer Sportangebote und -fl\u00e4chen in der Bev\u00f6lkerung als sehr wichtig angesehen. Die vorgeschlagene Fl\u00e4che wurde allerdings kritisch beurteilt. Anwohner\/-innen \u00e4u\u00dferten Bedenken aufgrund des entstehenden L\u00e4rms.\u201c<\/p>\n<p>Was Ortsvorsteher Klaus-Ruprecht Dietze auch einsah. Was aber nichts an der beengten Situation beim SV M\u00f6lkau 04 \u00e4ndert, wie auch das Amt f\u00fcr Sport zugestand. Weshalb Dietze sich in diesem Fall nicht auf das Sportprogramm 2040 vertr\u00f6sten lassen wollte, sondern eine Pr\u00fcfung der Sportst\u00e4ttensituation noch 2026 als Antragspunkt stehen lie\u00df, sodass \u201eeine Studie erstellt wird f\u00fcr eine v\u00f6llig neue zuk\u00fcnftige Sportst\u00e4ttenentwicklung in M\u00f6lkau\u201c.<\/p>\n<p>Aber auch daf\u00fcr sei kein Geld im Haushalt 2026 eingestellt, merkte Heiko Rosenthal an. Immerhin geht es wohl um 12.000 Euro f\u00fcr so eine Studie. Aber Dietze wollte sich nicht vertr\u00f6sten lassen, sondern stellte diesen Antragspunkt trotzdem zur Abstimmung. Und die Ratsmehrheit gab ihm mit 52:0 Stimmen bei 12 Enthaltungen tats\u00e4chlich richtig R\u00fcckenwind.<\/p>\n<p>Was ja nun hei\u00dft: Die Stadt muss irgendwo die Mittel f\u00fcr die gew\u00fcnschte Pr\u00fcfung aufbringen. Was freilich noch nicht hei\u00dft, dass auch angekauft und gebaut wird. Danach wird man \u00fcberhaupt erst einmal wissen, was eine Erweiterung in M\u00f6lkau kosten wird. Und dann wird die Frage stehen, wann man das finanzieren kann. Oder ob die Verwirklichung dann doch erst nach 2040 passiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein gewisser Unmut weht inzwischen durch die Leipziger Ortschaftsr\u00e4te: Sie hatten es in der Vergangenheit ohnehin schon nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":991655,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,103994,859,1108],"class_list":{"0":"post-991654","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-moelkau","13":"tag-sachsen","14":"tag-stadtrat"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116511352436986068","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/991654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=991654"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/991654\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/991655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=991654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=991654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=991654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}