{"id":992660,"date":"2026-05-04T01:57:26","date_gmt":"2026-05-04T01:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/992660\/"},"modified":"2026-05-04T01:57:26","modified_gmt":"2026-05-04T01:57:26","slug":"leinfelden-echterdingen-432-statt-350-plaetze-millionenprojekt-fuer-gefluechtete-nimmt-gestalt-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/992660\/","title":{"rendered":"Leinfelden-Echterdingen: 432 statt 350 Pl\u00e4tze: Millionenprojekt f\u00fcr Gefl\u00fcchtete nimmt Gestalt an"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Dienstagabend hat der Gemeinderat gegen die Stimmen der CDU die Beauftragung von weiteren Planungen f\u00fcr den Innenausbau der beiden Geb\u00e4ude beschlossen. Die Planungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen, sodass 2027 die Bauarbeiten stattfinden k\u00f6nnten. Bezugsfertig sollen die Zimmer von 2028 sein. <\/p>\n<p>Bereits im Jahr 2024 hatte die Stadt die beiden Geb\u00e4ude f\u00fcr 8,5 Millionen Euro gekauft. Vom Erdgeschoss bis zum sechsten Obergeschoss sind umfangreiche Umbauarbeiten notwendig, um aus dem B\u00fcrogeb\u00e4ude eine Sammelunterkunft zu machen. F\u00fcr Planung und Bauen rechnet die Stadt derzeit mit Kosten von 3,1 Millionen Euro. Unter anderem muss die Heizung erneuert werden, eine Fluchttreppe f\u00fcr den Brandschutz gebaut und die Stockwerke mit Gemeinschaftsk\u00fcchen und -sanit\u00e4rr\u00e4umen ausgestattet werden.<\/p>\n<p>\u00a0  <\/p>\n<p>Eine Beteiligung des Landkreises scheint vom Tisch zu sein, wie der B\u00fcrgermeister Benjamin Dihm in der Vorwoche im Technischen Ausschuss erkl\u00e4rte. Urspr\u00fcnglich hat es die Idee gegeben, einen Teil der Pl\u00e4tze dem Landkreis zur Unterbringung von Gefl\u00fcchteten anzubieten. Der Kreis habe das Angebot aber nicht weiterverfolgt, wie Dihm berichtete. Vor diesem Hintergrund wurde aus den Reihen der Stadtr\u00e4te gefragt, ob die Unterk\u00fcnfte auch als Obdachlosenunterkunft genutzt werden k\u00f6nnen. Der B\u00fcrgermeister Dihm betonte jedoch, dass derzeit ausschlie\u00dflich <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Gefl%C3%BCchtete\" title=\"Gefl\u00fcchtete\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gefl\u00fcchtete<\/a> in den Geb\u00e4uden in einem Gewerbegebiet wohnen d\u00fcrften. <\/p>\n<p>Eine andere Nutzung lie\u00dfen die derzeit geltenden Gesetze nicht zu. Hintergrund sei, dass der Gesetzgeber davon ausgehe, dass die Menschen nicht dauerhaft, sondern nur vor\u00fcbergehend in der Gefl\u00fcchtetenunterkunft wohnten. Zu den Geb\u00e4uden geh\u00f6rt auch eine Tiefgarage. Viele der dortigen Stellpl\u00e4tze sind derzeit vermietet. Einen Teil der Stellpl\u00e4tze m\u00fcsse die Stadt jedoch zuk\u00fcnftig f\u00fcr die Bewohner der Gefl\u00fcchtetenunterkunft bereitstellen, erkl\u00e4rte Dihm. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.837ac5b7-8fff-458f-b03b-b08b34930f21.original1024.media.jpeg\"\/>     Containerst\u00e4dte sind teuer (Symbolbild).    Foto: Caroline Holowiecki    <\/p>\n<p>Falls andere Wohnformen zugelassen werden sollen, m\u00fcsste der Bebauungsplan ge\u00e4ndert werden. Dass das in den kommenden Jahren passiert, h\u00e4lt die Stadtverwaltung f\u00fcr m\u00f6glich. Schlie\u00dflich ist die Neuordnung des Gewerbegebiets Nord schon lange auf der Agenda der Stadt. Vor allem die CDU pochte w\u00e4hrend der Gemeinderatssitzung darauf, die Unterk\u00fcnfte nicht ausschlie\u00dflich Gefl\u00fcchteten zur Verf\u00fcgung zu stellen. <\/p>\n<p>Allerdings k\u00f6nnte die daf\u00fcr notwendige \u00c4nderung des Bebauungsplanes auch Folgen f\u00fcr die ans\u00e4ssigen Gewerbebetriebe haben, wie die FDP-Stadtr\u00e4tin Judith Skudelny erkl\u00e4rte. Wom\u00f6glich sind manche Gewerbe nicht mit dauerhafter Wohnbebauung vereinbar, weil mit der \u00c4nderung des Bebauungsplans neue L\u00e4rmwerte gelten.<\/p>\n<p>   Fl\u00fcchtlings-Pl\u00e4ne in Leinfelden-Echterdingen sorgen f\u00fcr Unmut <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.gefluechtetenunterkunft-in-leinfelden-echterdingen-buergerinitiative-spricht-von-verloren-gegangenem-vertrauen.b61c7085-19b1-4bbd-8c98-94fa09007998.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die Pl\u00e4ne hatten bereits in der Vergangenheit f\u00fcr Unmut gesorgt<\/a>, weil der Beschluss des Gemeinderates kurz vor der Kommunalwahl im Jahr 2024 in nicht-\u00f6ffentlicher Sitzung eingeholt worden war. An der Notwendigkeit der Unterk\u00fcnfte h\u00e4lt die Stadt fest. \u201eDie absolute Zahl der hier anwesenden Fl\u00fcchtlinge ist weder in LE noch generell in anderen St\u00e4dten gesunken. Es gibt also nach wie vor eine hohe Zahl an Personen, die voraussichtlich dauerhaft bei uns bleiben und unterbringen zu sind\u201c, schreibt der zust\u00e4ndige B\u00fcrgermeister Carl-Gustav Kalbfell. Es seien lediglich die Zugangszahlen im Fl\u00fcchtlingsbereich gesunken. Es k\u00e4men nach wie vor viele Fl\u00fcchtlinge, nur nicht so schnell wie urspr\u00fcnglich prognostiziert. <\/p>\n<p>Vor gut einem Jahr sei die Stadt von 250 Personen pro Jahr ausgegangen, aktuell seien es etwa halb so viele. Zwar gebe es im Bestand auch eine Fluktuation. Dennoch seien die Abg\u00e4nge wesentlich geringer als die Zug\u00e4nge. Unter Ber\u00fccksichtigung dessen, dass die Container auf den Schelmen\u00e4ckern in der Max-Lang-Stra\u00dfe beziehungsweise Kohlhammerstra\u00dfe nur zeitlich begrenzt zur Verf\u00fcgung stehen und die Stadt auch f\u00fcr die kommenden Jahre eine Aufnahmeverpflichtung haben werde, sei derzeit davon auszugehen, dass die Pl\u00e4tze in der Dieselstra\u00dfe im Jahr 2028 ben\u00f6tigt w\u00fcrden. <\/p>\n<p> Konflikte vermeiden <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Zahlen <\/strong><br \/>Derzeit leben 727 Gefl\u00fcchtete in den Unterk\u00fcnften der Stadt. Der Gro\u00dfteil stammt aus der Ukraine (365) und Syrien (189). Weitere Gefl\u00fcchtete in Leinfelden-Echterdingen stammen aus Afghanistan (38), T\u00fcrkei (31), Eritrea (16) und anderen afrikanischen Staaten wie Gambia, Somalia, Niger, Nigeria, Guinea, Kongo, Marokko, Kamerun, Uganda, Togo (30). Immer wieder kommt es gerade in Gemeinschaftsunterk\u00fcnften zu Konflikten. Die Stadt versucht im Zusammenspiel von Integrationsmanagement, Geb\u00e4udeverwaltung und Hausmeistern sowie Security-Diensten, die Situation in den Gemeinschaftsunterk\u00fcnften zu bew\u00e4ltigen. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Dieselstra\u00dfe<\/strong><br \/>Die k\u00fcnftige Situation in der Dieselstra\u00dfe wird eine Herausforderung, ist sich die Stadt bewusst. Man wolle mit verst\u00e4rkter, pr\u00e4ventiver Pr\u00e4senz vor Ort als Ansprechpartner f\u00fcr konfliktbehaftete Problemlagen begegnen. In der Dieselstra\u00dfe werde es R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr Beratungsgespr\u00e4che, Gruppeninformationen und \u00e4hnliches geben. Dar\u00fcber hinaus werde es B\u00fcros f\u00fcr Hausmeister und Securitymitarbeiter geben. pib <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am vergangenen Dienstagabend hat der Gemeinderat gegen die Stimmen der CDU die Beauftragung von weiteren Planungen f\u00fcr den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":992661,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,107615,9716,12241,88850,30,3438,9714,382,1441],"class_list":{"0":"post-992660","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dieselstrasse","12":"tag-filderpost","13":"tag-gefluechtete","14":"tag-gemeinschaftsunterkunft","15":"tag-germany","16":"tag-landkreis-esslingen","17":"tag-leinfelden-echterdingen","18":"tag-migration","19":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116513830310357141","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/992660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=992660"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/992660\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/992661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=992660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=992660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=992660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}