{"id":99302,"date":"2025-05-10T10:22:09","date_gmt":"2025-05-10T10:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99302\/"},"modified":"2025-05-10T10:22:09","modified_gmt":"2025-05-10T10:22:09","slug":"ruhepflicht-umgangen-spediteur-und-sein-bielefelder-disponent-betruegen-bei-fahrtzeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99302\/","title":{"rendered":"Ruhepflicht umgangen: Spediteur und sein Bielefelder Disponent betr\u00fcgen bei Fahrtzeiten"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Bielefeld. Es war wohl insbesondere der zunehmende Konkurrenzdruck, der die Hauptangeklagten dazu brachte, auf unlautere und strafbewehrte Methoden bei der Personalkostenminimierung zur\u00fcckzugreifen: Ein Spediteur aus Steinhagen muss sich derzeit wegen des Verdachts der sogenannten F\u00e4lschung beweiserheblicher Daten vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Mitangeklagt ist unter anderem der Disponent des Unternehmens. Das Verfahren gegen einen Lkw-Fahrer aus Herzebrock-Clarholz wurde gegen eine Geldauflage vorl\u00e4ufig eingestellt.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Die Taten ereigneten sich von November 2018 bis zum November 2019. Damals war der Hauptangeklagte alleiniger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Alleingesellschafter sowie Verkehrsleiter einer in Steinhagen ans\u00e4ssigen Spedition, die sich auf den Transport von Pferden spezialisiert hat. Zu den Aufgaben des heute 70 Jahre alten Angeklagten geh\u00f6rte unter anderem die \u00dcberwachung der Arbeits- und Ruhezeiten der von ihm eingesetzten Fahrer.<\/p>\n<p id=\"absatz4\"><b class=\"bold\">Lesen Sie auch:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24096444_Bielefelder-Wohnmobile-brannten-in-Innenstadt-riesige-Rauchsaeule-am-Himmel.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bielefelder Wohnmobile brannten in Innenstadt \u2013 riesige Rauchs\u00e4ule am Himmel<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">F\u00fcr die Routenplanung, die Fahrten durch ganz Europa umfasste, sowie die Einteilung der Fahrzeuge war sein Disponent, ein nun ebenfalls angeklagter Bielefelder (68), verantwortlich.<\/p>\n<p>Ein zweiter Fahrer h\u00e4tte sich oft nicht gerechnet<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Um Personalkosten zu sparen, kamen die beiden Hauptangeklagten \u00fcberein, ihre Fahrer zu veranlassen, bei \u00dcberschreiten der zul\u00e4ssigen Arbeitszeit fremde Fahrerkarten in das entsprechende Kontrollger\u00e4t im Lkw einzuf\u00fchren. Daf\u00fcr stellten die beiden den Fahrern ihre eigenen, aber auch die Karten weiterer Fahrer zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Zum Prozessauftakt zeigten sich die Angeklagten rundum gest\u00e4ndig. Verteidiger Detlev Binder, der den Spediteur vor Gericht vertritt, erkl\u00e4rte, dass das Gesch\u00e4ft f\u00fcr das seit 1974 bestehende Unternehmen ab etwa 2014 deutlich schwieriger geworden sei. Dies sei insbesondere dem Konkurrenzdruck aus Osteuropa geschuldet, da die dortigen Speditionen ihre Dienste nicht zuletzt aufgrund von Subventionen deutlich g\u00fcnstiger anbieten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p id=\"absatz8\"><b class=\"bold\">Lesen Sie auch:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24070650_Brueder-Streit-im-Alkoholrausch-31-Jaehriger-steht-in-Bielefeld-vor-Gericht-v1.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcder-Streit im Alkoholrausch: 31-J\u00e4hriger steht in Bielefeld vor Gericht<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Und so ersannen der Spediteur und sein Disponent den Plan, die Fahrer unterwegs bei zu langen Strecken die Fahrerkarte austauschen zu lassen \u2013 und somit die Weiterfahrt durch einen tats\u00e4chlich nicht anwesenden Kollegen zu suggerieren. Das Ziel war es, auf diese Weise Personalkosten zu sparen. In die Ausarbeitung des Plans seien die Fahrer jedoch nicht eingebunden gewesen. \u201eEine ganz klassische Strecke war die nach Salzburg\u201c, f\u00fchrte Binder aus, \u201eda fehlten etwa eineinhalb Stunden. Da rechnete es sich einfach nicht, einen zweiten Fahrer mitzuschicken.\u201c<\/p>\n<p>Das Gericht stellt Bew\u00e4hrungsstrafen in Aussicht<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Neben dem Spediteur zeigten sich auch der Disponent sowie zwei ebenfalls angeklagte Fahrer gest\u00e4ndig. Zuvor hatte ihnen die XXI. Gro\u00dfe Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Bernd Bovenschulte f\u00fcr den Fall von umfassenden Gest\u00e4ndnissen Bew\u00e4hrungsstrafen in Aussicht gestellt. Das Verfahren gegen einen Fahrer aus Herzebrock-Clarholz war gleich zu Beginn der Verhandlung gegen Zahlung einer Geldauflage von 3.600 Euro eingestellt worden.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Der Prozess gegen die verbliebenen Angeklagten wird am 13. Mai fortgesetzt.<\/p>\n<p id=\"absatz12\"><b class=\"bold TextRun SCXW6277610 BCX0 NormalTextRun SCXW6277610 BCX0\">\ud83d\udcf1 News direkt aufs Smartphone:<\/b><b class=\"bold TextRun SCXW6277610 BCX0 NormalTextRun SCXW6277610 BCX0\"> <\/b><a href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VaeYHJ40Qeam4DWyn109\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\" target=\"_blank\">Hier finden Sie den kostenlosen Whatsapp-Kanal der NW-Bielefeld<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bielefeld. 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