{"id":99372,"date":"2025-05-10T10:59:11","date_gmt":"2025-05-10T10:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99372\/"},"modified":"2025-05-10T10:59:11","modified_gmt":"2025-05-10T10:59:11","slug":"stuttgart-setzt-scan-autos-gegen-falschparker-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99372\/","title":{"rendered":"Stuttgart setzt Scan-Autos gegen Falschparker ein"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/halteverbot-acedb9c4cdb64ba7.jpeg\"  width=\"1280\" height=\"720\"  alt=\"Auto mit Antennenmast scannt Kennzeichen eiens Autos im Halteverbot\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Stuttgarts Scan-Autos sollen Falschparker effizienter aufsp\u00fcren. Kameras erfassen Kennzeichen und gleichen sie mit einer Datenbank ab.<\/p>\n<p>Wild im \u00f6ffentlichen Verkehrsraum abgestellte Fahrzeuge, welche die Durchfahrt von Rettungs- oder M\u00fcll- und Wertstoffsammlungsfahrzeugen behindern, sind inzwischen zum allgegenw\u00e4rtigen Problem hierzulande geworden, was auch kleine Gemeinden dazu zwingt, den verbleibenden Parkraum zu bewirtschaften und sich dabei auch rechtlich durchzusetzen.<\/p>\n<p>Das sieht man auch in den gew\u00e4hlten Kommunalparlamenten so, welche die Parkraumeinschr\u00e4nkungen jeweils mehrheitlich beschlie\u00dfen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Steigende Fahrzeugzahlen und steigende Parkgeb\u00fchren sorgen einerseits bei den Stadtverwaltungen f\u00fcr Verdruss und auf der anderen Seite bei den Pkw-Fahrern, die sich abgezockt f\u00fchlen und den Mitarbeitern der st\u00e4dtischen Parkraumbewirtschaftung dies gerne auch ganz unverbl\u00fcmt zur Kenntnis geben. Der Einsatz von Scan-Fahrzeugen sorgt hier f\u00fcr eine deutliche Entspannung vor Ort, nicht zuletzt, weil der Parks\u00fcnder nicht so schnell reagieren kann, wie die Aufzeichnung seines Deliktes erfolgt.<\/p>\n<p>Die wirtschaftlich nicht gerade auf Rosen gebettete Landeshauptstadt Stuttgart unter dem seit Anfang 2021 CDU-Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper hat sich nach einer entsprechenden Gesetzes\u00e4nderung im M\u00e4rz dieses Jahres dazu entschlossen, ab Mai dieses Jahres den ruhenden Verkehr mithilfe von Scan-Fahrzeugen in Ordnung zu bringen.<\/p>\n<p>Mit dem noch als Test bezeichneten Verfahren im Umfeld der Uni Hohenheim wurde die \u00dcberwachung automatisiert. Nun kann eine Person mit einem Scan-Fahrzeug bis zu 1.000 Parker pro Stunde kontrollieren, w\u00e4hrend es bei einer Parkraum\u00fcberwachung zu Fu\u00df nur etwa 50 Fahrzeuge sind. Einen Strafzettel erhalten Parks\u00fcnder, die mit dem Scan-Auto in Stuttgart erwischt werden, w\u00e4hrend des Testversuchs wohl nicht.<\/p>\n<p>Die Fahrzeuge haben auf dem Dach Kameras installiert, \u00e4hnlich wie die Street-View-Erfassungsfahrzeuge des US-Anbieters Google. Mit ihren Kameras k\u00f6nnen sie im Vorbeifahren die Kennzeichen parkender Autos erfassen. Die erfassten Kennzeichen werden dann mit einer Datenbank abgeglichen, in welcher die Kennzeichen der parkberechtigten Fahrzeuge erfasst sind.<\/p>\n<p>Diese automatisierten Kontrollen per Scan-Auto funktionieren grunds\u00e4tzlich nur dort, wo die Parkberechtigungen zuvor digital erfasst wurden. Das sind in erster Linie Bewohnerparkausweise oder Sondergenehmigungen wie Behindertenparkausweise, die digital erfasst wurden.<\/p>\n<p>Bei normalen Parkpl\u00e4tzen braucht es somit etwa Apps oder Parkscheinautomaten, an denen die Nutzer beim L\u00f6sen eines Parkscheins das Kennzeichen ihres Autos eingeben m\u00fcssen, sodass dieses in der Systemdatenbank f\u00fcr die bezahlte Zeit registriert werden kann.<\/p>\n<p>Fahrzeuge, die auf Radwegen und Busspuren abgestellt wurden, k\u00f6nnen mit den Scan-Fahrzeugen leichter erfasst werden und auch bei zugeparkten Geh- und Radwegen, Kreuzungsbereichen und Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberwegen will man Verst\u00f6\u00dfe besser und effizienter ermitteln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In Stra\u00dfburg schon erfolgreich im Einsatz<\/p>\n<p>Kommunen in Deutschland waren aus Datenschutzgr\u00fcnden und aus Liebe zum Personenkraftfahrzeug und seinen Haltern bislang \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend bei der Automatisierung der Kn\u00f6llchenverteilung. Vorreiter bei der Parkraumbewirtschaftung sind hierzulande die privaten Discounter, die ein- und ausfahrende Fahrzeuge digital erfassen und bei ermittelter Zeit\u00fcberschreitung die Rechnung an den Halter schicken.<\/p>\n<p>Die Erfassung von Parks\u00fcndern ist au\u00dferhalb Deutschlands in 50 St\u00e4dten Europas, darunter Paris, Rotterdam und Warschau, schon g\u00e4ngige Praxis und somit ist die technische Seite ausreichend erprobt, um eine Rechtssicherheit f\u00fcr die patrouillierenden Scan-Autos zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>In Stra\u00dfburg sind die Scan-Fahrzeuge <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/suedbaden\/strassburg-mit-scan-autos-gegen-falschparker-100.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">schon seit gut einem Jahr im Einsatz<\/a>.<\/p>\n<p>Dort hatte man nach einer L\u00f6sung gesucht, die Luftqualit\u00e4t zu verbessern und die Bewohner im Zentrum der Stadt vom Autoverkehr zu entlasten. Daher hatte man, um die Anzahl der Autos in der Innenstadt zu reduzieren, in einem ersten Schritt die Parkgeb\u00fchren drastisch erh\u00f6ht, die man dann im n\u00e4chsten Schritt auch besser \u00fcberwachen wollte.<\/p>\n<p>Jeder, der in Stra\u00dfburg kostenpflichtig am Stra\u00dfenrand parkt, muss sein Autokennzeichen angeben. Somit kann schnell \u00fcberpr\u00fcft werden, ob ein Auto vorschriftsgem\u00e4\u00df abgestellt wurde. Die Grenzn\u00e4he von Stra\u00dfburg macht es dabei zwingend, auch ausl\u00e4ndische Kennzeichen zu erfassen und das digitale Kn\u00f6llchen auch einem ausl\u00e4ndischen Fahrzeughalter zu \u00fcbermitteln, was innerhalb der EU auch problemlos verfolgt werden kann.<\/p>\n<p>\u00dcberschreitet man in Stra\u00dfburg die erlaubte Parkdauer, droht ein Bu\u00dfgeld von bis zu 35 Euro. Zur Sicherheit hat man links des Rheins noch ein privates Unternehmen beauftragt, vor Ort zu pr\u00fcfen, ob tats\u00e4chlich ein Versto\u00df vorliegt.<\/p>\n<p>Mehr Verkehrssicherheit?<\/p>\n<p>Vom Scan-Fahrzeug-Einsatz verspricht man sich in Stuttgart mehr Verkehrssicherheit. Wenn man Falschparker schneller entdeckte, w\u00fcrden Busse, Fu\u00dfg\u00e4nger oder Radfahrer weniger behindert. Das w\u00fcrde im jeweils vorliegenden Fall jedoch nur dann funktionieren, wenn es nicht nur ein digitales Kn\u00f6llchen g\u00e4be, sondern ein solches Fahrzeug auch zeitnah abgeschleppt w\u00fcrde. Bei Gef\u00e4hrdung der Verkehrssicherheit ist das jedoch schon heute m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Im Autoland Baden-W\u00fcrttemberg scheint der Blick \u00fcber den Rhein nach Stra\u00dfburg inzwischen Schule zu machen. Unter den gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten im S\u00fcdwesten interessieren sich mehrere f\u00fcr die neue technische Kontrollm\u00f6glichkeit. So plant etwa Freiburg die Teilnahme an einem Pilotprojekt.<\/p>\n<p>Auch die Stadt Mannheim hat wohl beim Verkehrsministerium Interesse an der Teilnahme an einem gef\u00f6rderten Modellprojekt angemeldet. Heidelberg und Heilbronn pr\u00fcfen ebenfalls den Einsatz, und in T\u00fcbingen und Ulm will man zun\u00e4chst beobachten, welche Erfahrungen andere St\u00e4dte mit der Technik machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stuttgarts Scan-Autos sollen Falschparker effizienter aufsp\u00fcren. Kameras erfassen Kennzeichen und gleichen sie mit einer Datenbank ab. Wild im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":99373,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[495,1634,3364,29,30,4847,1441,1888],"class_list":{"0":"post-99372","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-automobil","9":"tag-baden-wuerttemberg","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-parkplatz","14":"tag-stuttgart","15":"tag-verkehrspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114483191500094212","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=99372"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99372\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/99373"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=99372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=99372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=99372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}