{"id":994245,"date":"2026-05-04T17:26:29","date_gmt":"2026-05-04T17:26:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/994245\/"},"modified":"2026-05-04T17:26:29","modified_gmt":"2026-05-04T17:26:29","slug":"schuelermedientage-in-stuttgart-die-leitfrage-lautet-kann-das-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/994245\/","title":{"rendered":"Sch\u00fclermedientage in Stuttgart: Die Leitfrage lautet: Kann das sein?"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Sch\u00fclermedientage in Stuttgart: Die Leitfrage lautet: Kann das sein?\" title=\"Sch\u00fclermedientage in Stuttgart: Die Leitfrage lautet: Kann das sein?\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.59b4c051-cd6d-4e59-ac3a-95fb95b12a70.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tStZ- und StN-Chefredakteur Joachim Dorfs an der IT-Schule in Stuttgart.\u00a0Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski\t\t\t<\/p>\n<p>Wahrheit oder Desinformation? Wie Medienschaffende das eine vom anderen unterscheiden, ist Thema bei den bundesweiten Sch\u00fclermedientagen.<\/p>\n<p>Die angehenden Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker f\u00fcr Systemintegration sind gut vorbereitet an diesem Montagmorgen: Mehr als 30 Fragen haben sie f\u00fcr den\u2009 Besuch von Joachim Dorfs zusammengestellt. Der Chefredakteur von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten kommt zum Auftakt der Sch\u00fclermedientage, die j\u00e4hrlich in Kooperation mit der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung stattfinden, an die IT-Schule <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> und spricht mit den jungen Erwachsenen \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Fake_News\" title=\"Fake News\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fake News<\/a>, seri\u00f6se Berichterstattung und die Herausforderungen in der Medienbranche.\u00a0Letztere sind vielf\u00e4ltig, wie ein kurzes Video zum Internationalen Tag der Pressefreiheit zeigt: Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen ist Deutschland auf Platz 14 der Rangliste abgesackt. Die Bedrohungen gegen\u00fcber Medienschaffenden h\u00e4tten \u201eganz klar zugenommen\u201c, sagt Dorfs, betont aber auch: \u201eMan muss die Relation wahren im Verh\u00e4ltnis zu anderen L\u00e4ndern.\u201c Er meint damit etwa Russland oder China. \u201eDas erste, was autokratische Systeme machen, ist, die Pressefreiheit abzuschaffen.\u201c Dann werden Medienschaffende oft auch von Politikerinnen und Politikern offen bedroht.<\/p>\n<p>Zu den Herausforderungen hierzulande z\u00e4hlt das Finanzielle: Auf die Frage eines Sch\u00fclers, ob regionale Zeitungen eine Zukunft h\u00e4tten, verweist der Chefredakteur auf wirtschaftliche Zw\u00e4nge. Die gedruckte Zeitung habe eine vorwiegend \u00e4ltere Leserschaft. Der Markt schrumpfe insgesamt. Das setze Verlage wirtschaftlich unter Druck: \u201eDa wird konsolidiert\u201c, sagt Dorfs und erg\u00e4nzt, dass die Zukunft im digitalen Lesermarkt der Webseite und des E-Papers liege. Deshalb bem\u00fchen sich Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, j\u00fcngere Zielgruppen mit anderen digitalen Angeboten zu erreichen. Wegen der technischen Anforderungen k\u00f6nnten diesen Wandel nur Verlage mit einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe schaffen, was wiederum die Pressevielfalt reduziere. Die wirtschaftliche Situation, Anfeindungen und ein hoher Arbeitsdruck: \u201eBieten Sie psychologische Unterst\u00fctzung an?\u201c, m\u00f6chte ein anderer Sch\u00fcler wissen. Ja, dazu k\u00f6nnen die Journalistinnen und Journalisten auf ein Angebot zur\u00fcckgreifen, erkl\u00e4rt Joachim Dorfs. Grunds\u00e4tzlich geh\u00f6re der Journalismus auch aufgrund der Arbeitszeiten (etwa abends oder am Wochenende) aber zu den Jobs, in denen die \u201eWork-Life-Balance nicht im Vordergrund steht\u201c. Das sei den Kolleginnen und Kollegen von vornherein bewusst. Was sie motiviere und Erf\u00fcllung bringe, sei die Sinnhaftigkeit ihres Berufs.<\/p>\n<p>Die zeigt sich insbesondere dann, wenn man sich klar macht, wie gef\u00e4hrlich Fake News sein k\u00f6nnen \u2013 und wie wichtig demgegen\u00fcber seri\u00f6se Berichterstattung ist. Unterschiedliche Seiten anh\u00f6ren, das Zwei-Quellen-Prinzip, der Pressekodex und gesetzliche Vorgaben als Leitlinien, die Trennung zwischen Meinung und Kommentar: Unter anderem diese Merkmale machen die Arbeit von ausgebildeten Journalistinnen und Journalisten aus, erl\u00e4utert Dorfs. Ebenso wie der transparente Umgang mit Fehlern \u2013 denn diese passieren allen, gerade auch in Hinblick auf KI-generierte Inhalte, die immer raffinierter werden und sich teils kaum noch von echten Bildern oder Videos unterscheiden lassen. \u201eDie Grundeinstellung muss sein: \u201aKann das sein? Ist das plausibel?\u2018\u201c, betont der Chefredakteur. <\/p>\n<p>K\u00fcnstliche Intelligenz erleichtert die Verbreitung von Falschmeldungen <\/p>\n<p> Auch Fake News \u2013 also bewusst in Umlauf gebrachte Falschinformationen \u2013 seien in der Regel nicht komplett falsch, was es schwierig mache, sie als Desinformation zu erkennen. \u201eWas ist die Quelle?\u201c, ist daher laut Chefredakteur Dorfs eine zentrale Frage. \u201eEs gibt immer Leute, die ein Interesse daran haben, bestimmte Narrative zu verbreiten\u201c, warnt er. K\u00fcnstliche Intelligenz erleichtert dies. <\/p>\n<p>Ob und wie die Redaktion selbst KI einsetze, interessiert die Klasse ebenfalls. \u201eWir nutzen KI zur Unterst\u00fctzung\u201c, antwortet der Chefredakteur und betont, entscheidend sei die \u201eSch\u00f6pfungstiefe\u201c eines Textes \u2013 und dass die Autorin oder der Autor daf\u00fcr die Verantwortung trage. <\/p>\n<p>Fake News, ein zunehmendes Misstrauen gewisser Teile der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber etablierten Medien, Konkurrenz durch Big-Tech-Plattformen: Kann man diesen Tendenzen als Medium \u00fcberhaupt etwas entgegensetzen?, fragt ein Sch\u00fcler. \u201eM\u00f6glichst inklusiv sein\u201c, lautet Dorfs\u2019 Strategie. Kritik komme von verschiedenen Seiten. \u201eDie, die uns beschimpfen, f\u00fcr die sind wir relevant.\u201c Es gelte daher, auch mit diesen Leuten in der Diskussion zu bleiben \u2013 und somit m\u00f6glichst viele Menschen auf der Seite der seri\u00f6sen Berichterstattung zu behalten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"StZ- und StN-Chefredakteur Joachim Dorfs an der IT-Schule in Stuttgart.\u00a0Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski Wahrheit oder Desinformation? Wie Medienschaffende das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":994246,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,116786,3364,29,20933,30,214774,9823,214773,1441],"class_list":{"0":"post-994245","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-chefredakteur","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-fake-news","13":"tag-germany","14":"tag-joachim-dorfs","15":"tag-pressefreiheit","16":"tag-schuelermedientage","17":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116517482629961758","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/994245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=994245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/994245\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/994246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=994245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=994245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=994245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}