{"id":994802,"date":"2026-05-04T22:53:16","date_gmt":"2026-05-04T22:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/994802\/"},"modified":"2026-05-04T22:53:16","modified_gmt":"2026-05-04T22:53:16","slug":"fliegerbombe-auf-nuernberger-suedfriedhof-erfolgreich-entschaerft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/994802\/","title":{"rendered":"Fliegerbombe auf N\u00fcrnberger S\u00fcdfriedhof erfolgreich entsch\u00e4rft"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder werden bei Bauarbeiten in N\u00fcrnberg Blindg\u00e4nger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Am Montagnachmittag  wurde eine 70 Kilogramm schwere Fliegerbombe auf dem N\u00fcrnberger S\u00fcdfriedhof entdeckt. Noch am Abend konnte sie erfolgreich entsch\u00e4rft werden.<\/p>\n<p>Fliegerbombe in der Friedhofserde<\/p>\n<p>Eigentlich sollte auf dem N\u00fcrnberger S\u00fcdfriedhof das Fundament eines neuen Grabes ausgehoben werden. Dabei stie\u00dfen die Arbeiter auf eine 70 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie die Stadt N\u00fcrnberg mitteilte, wurde der Blindg\u00e4nger im \u00f6stlichen Bereich unweit der Trierer Stra\u00dfe entdeckt. <\/p>\n<p>Aktuell stattfindende Trauerfeiern durften noch beendet werden. Doch dann wurden die Trauerg\u00e4ste vom Friedhof gef\u00fchrt. Der S\u00fcdfriedhof wurde ger\u00e4umt und anschlie\u00dfend geschlossen. Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr und der Polizei sowie des Kampfmittelr\u00e4umdienstes waren vor Ort. Ein Evakuierungsradius von 350 Meter wurde festgelegt.<\/p>\n<p>Bombe erfolgreich entsch\u00e4rft <\/p>\n<p>Kurz vor 19 Uhr teilte die Stadt N\u00fcrnberg die erfolgreiche Entsch\u00e4rfung der Bombe mit. Mehr als 80 Einsatzkr\u00e4fte waren vor Ort. Auf der Webseite der Stadt konnten Betroffene \u00fcber einen <a href=\"https:\/\/www.nuernberg.de\/internet\/stadtportal\/fliegerbombe_suedfriedhof_260504.html#_0_32\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">offiziellen News-Ticker<\/a> [externer Link] den Verlauf der Evakuierungs- und Entsch\u00e4rfungsma\u00dfnahmen mitverfolgen. <\/p>\n<p>Die Sperren f\u00fcr die Evakuierungszone wurden anschlie\u00dfend wieder aufgehoben. Die Bewohner konnten in ihre Wohnungen und H\u00e4user zur\u00fcck und k\u00f6nnen den Abend und die Nacht somit daheim verbringen. Auch die Betreuungsstelle wurde geschlossen. Der Verkehr ist wieder freigegeben und der Friedhof kann am Dienstag wieder regul\u00e4r seinen Betrieb aufnehmen.<\/p>\n<p>Immer wieder Bombenentsch\u00e4rfungen in N\u00fcrnberg<\/p>\n<p>Erst im M\u00e4rz waren auf einer Baustelle in einem neu entstehenden Stadtteil in N\u00fcrnberg zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der am 25. M\u00e4rz entdeckte Blindg\u00e4nger war 252 Kilogramm schwer. Im November des vergangenen Jahres mussten nach einem Bombenfund in N\u00fcrnberg 21.000 Bewohner ihre Wohnungen f\u00fcr die Zeit der Bombenentsch\u00e4rfung verlassen. Laut Angaben der Stadt war es die bislang gr\u00f6\u00dfte Evakuierungsaktion in N\u00fcrnberg nach dem Fund einer Weltkriegsbombe.<\/p>\n<p>\u00dcberbleibsel des Zweiten Weltkriegs<\/p>\n<p>Die allermeisten Blindg\u00e4nger in Deutschland sind \u00dcberbleibsel der Fl\u00e4chenbombardierungen durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg zwischen 1942 und 1945. Den gr\u00f6\u00dften Angriff erlebte die Stadt N\u00fcrnberg am 2. Januar 1945. Damit sollte die &#8222;Stadt der Reichsparteitage&#8220; von Hitlers Regime zerst\u00f6rt werden. Britische Langstreckenbomber warfen nach Angaben der Stadt N\u00fcrnberg zuerst 6.000 schwere Sprengbomben \u00fcber der Altstadt und der S\u00fcd- und Nordstadt ab. Ihre Z\u00fcnder waren so programmiert, dass sie nicht beim Aufprall auf die D\u00e4cher detonierten. Sie sollten erst explodieren, wenn sie in den unteren Geschossen der H\u00e4user aufschlugen. <\/p>\n<p>Heute noch ein Problem<\/p>\n<p>Als Blindg\u00e4nger bezeichnet man damit Granaten oder Bomben, die nach dem Abschuss oder Abwurf nicht explodiert sind. Sie stellen nach wie vor ein Problem dar. Mit ihrer Verweildauer im Boden altern die Kampfmittel, sie rosten und werden damit gef\u00e4hrlicher. Laut einem <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/909216\/a5448dd84ac14a5b36fb93f400a4dff1\/WD-2-032-22-pdf-data.pdf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wissenschaftlichen Bericht f\u00fcr den Deutschen Bundestag<\/a> [externer Link] gab es zwischen 1945 und 2015 mindestens 1.200 Unf\u00e4lle mit Blindg\u00e4ngern im deutschsprachigen Raum. <\/p>\n<p>Laut bayerischem Innenministerium wurden 2024 allein in Bayern rund 87 Tonnen Bomben, Granaten und Munition aus der Zeit bis 1945 unsch\u00e4dlich gemacht. Im Jahr davor waren es 126 Tonnen. Der Freistaat kommt finanziell ausschlie\u00dflich f\u00fcr die finale Vernichtung der Sprengs\u00e4tze durch eine daf\u00fcr beauftragte Fachfirma auf und gab daf\u00fcr im Jahr 2024 mehr als zwei Millionen Euro aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 waren es rund 1,3 Millionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Immer wieder werden bei Bauarbeiten in N\u00fcrnberg Blindg\u00e4nger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. 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