{"id":995145,"date":"2026-05-05T02:11:33","date_gmt":"2026-05-05T02:11:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/995145\/"},"modified":"2026-05-05T02:11:33","modified_gmt":"2026-05-05T02:11:33","slug":"neue-ausstellung-in-der-galerie-im-turm-in-donaueschingen-der-aus-israel-stammende-kuenstler-abi-shek-zeigt-seine-beeindruckenden-werke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/995145\/","title":{"rendered":"Neue Ausstellung in der Galerie im Turm in Donaueschingen. Der aus Israel stammende K\u00fcnstler Abi Shek zeigt seine beeindruckenden Werke."},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Galerie im Turm, der lichtdurchflutete Eingangsbereich der Donaueschinger Stadtbibliothek, ist eigentlich ein schwer bespielbarer Raum f\u00fcr zweidimensionale Arbeiten. Aber, dass das dennoch funktionieren kann, wird dem Besucher nun mit Arbeiten des K\u00fcnstlers Abi Shek eindrucksvoll vor Augen gef\u00fchrt.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/blob.jpg\" alt=\"Abi Shek reduziert seine Kreaturen auf das Wesentliche\" title=\"Abi Shek reduziert seine Kreaturen auf das Wesentliche\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Abi Shek reduziert seine Kreaturen auf das Wesentliche<br \/>\n    Foto: Stefan Simon<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Abi Shek reduziert seine Kreaturen auf das Wesentliche<br \/>\n    Foto: Stefan Simon<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Ausstellung zeigt, wie kraftvoll Reduktion in der Kunst doch wirken kann. Im Zentrum des K\u00fcnstlers stehen gro\u00dfformatige Holzschnitte, in denen Tiere \u2013 Rinder, Schafe, Ziegen, V\u00f6gel, Hirsche \u2013 als tiefschwarze Silhouetten auf hellem Leinwandgrund erscheinen. Die Motive, die zuweilen mit blauer Tusche kombiniert sind, scheinen mit den wei\u00dfen W\u00e4nden der Galerie zu verschmelzen und entwickeln trotz ihrer Statik eine gewisse R\u00e4umlichkeit und ein Eigenleben, als scheinen sie zu schweben.\n  <\/p>\n<p>    Der K\u00fcnstler<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Abi Shek, geboren 1965, stammt aus dem Kibbuz Bet-Nir in Israel. Er wuchs mit den wundersamen Geschichten der alten Beduinen auf und ging mit Gleichaltrigen in den uralten H\u00f6hlen beim Verstecken auf Entdeckungsreise. Zum Studium zog er nach Deutschland. Den Weg hatte ihm Rudi Lehmann mit seinen Arbeiten gewiesen.  Der aus Berlin stammende Bildhauer lebte in Israel und besch\u00e4ftigte sich mit Tierplastiken und Holzschnitten. Tiergestalten, Kreaturen aus Mensch und Tier. Sie sind auch der Motivkreis, mit dem sich Shek seitdem besch\u00e4ftigt. Abi Shek studierte 1990 bis 1998 Bildhauerei bei Micha Ullman an der Staatlichen Akademie der Bildenden K\u00fcnste Stuttgart und stellt seine Werke regelm\u00e4\u00dfig in Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Norwegen und Tschechien aus. Der K\u00fcnstler erhielt Stipendien und wurde mit Kunstpreisen ausgezeichnet.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Abbildungen wirken auf den ersten Blick einfach, doch die primitivistisch wie modern wirkenden Formgebungen entfalten bei l\u00e4ngerer Betrachtung eine bemerkenswerte Intensit\u00e4t. \u201eDiese Tiere sind gerade durch die Reduktion auf ihre Schattenbilder in besonderer Weise pr\u00e4sent\u201c, beschreibt die Kunsthistorikerin Veronika Mertens diese Wirkung treffend. Sheks Arbeiten bewegen sich bewusst zwischen archaischer Bildform und zeitgen\u00f6ssischer Abstraktion.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die konsequente Beschr\u00e4nkung auf Schwarz und Wei\u00df lenkt den Blick auf Form, Rhythmus und Komposition. Die Tiere erscheinen nicht als naturalistische Darstellungen, sondern als Zeichen verdichtet, beinahe symbolhaft. Der K\u00fcnstler selbst spricht von \u201eUrbildern, die wir in uns tragen\u201c, und verweist damit auf eine kollektive Bildsprache, die \u00fcber das Individuelle hinausweist. Denn Kunst entstehe nie im luftleeren Raum, sie bed\u00fcrfe stets der Vorbilder und Impulse.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    1965 in Rehovut\/Israel geboren und aufgewachsen in einem israelischen Kibbuz, gepr\u00e4gt von Landwirtschaft und unmittelbarer Naturerfahrung, greift Shek auf solche Vorbilder zur\u00fcck. In der Umgebung des Kibbuz gibt es uralte H\u00f6hlen, die Abi Shek als Junge mit der Taschenlampe erkundete.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Abi Sheks Tierbilder sind verwandt mit den archaischen Bildern, die man in den H\u00f6hlen bei Beit Nir ebenso gefunden hat wie in Lascaux oder auf der Schw\u00e4bischen Alb. Die emotionale Bindung zu Natur und Kreatur h\u00e4mmert Abi Shek, der seit seinem Studium an der Staatlichen Kunstakademie seit 1990 in Stuttgart lebt, nun mit Hammer und Mei\u00dfel ins Holz und entlockt dem Material mythisch wirkende Ur-Bilder, die er auf dem Abdruck auf\u00a0Leinw\u00e4nden in eine universelle, zeitlose Form \u00fcberf\u00fchrt.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Galerie im Turm, der lichtdurchflutete Eingangsbereich der Donaueschinger Stadtbibliothek, ist eigentlich ein schwer bespielbarer Raum f\u00fcr zweidimensionale&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":995146,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[21127,58805,1793,214929,29,214,30,411,1794,4615,214932,214931,1417,1441,215,214930],"class_list":{"0":"post-995145","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-abitur","9":"tag-abstraktion","10":"tag-art-and-design","11":"tag-bildform","12":"tag-deutschland","13":"tag-entertainment","14":"tag-germany","15":"tag-israel","16":"tag-kunst-und-design","17":"tag-landwirtschaft","18":"tag-lascaux","19":"tag-rehovut","20":"tag-schwaebische-alb","21":"tag-stuttgart","22":"tag-unterhaltung","23":"tag-veronika-mertens"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116519546919239212","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/995145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=995145"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/995145\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/995146"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=995145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=995145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=995145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}