{"id":996114,"date":"2026-05-05T11:29:01","date_gmt":"2026-05-05T11:29:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/996114\/"},"modified":"2026-05-05T11:29:01","modified_gmt":"2026-05-05T11:29:01","slug":"zu-viel-arbeitslosengeld-so-verteidigte-sich-dieser-mann-vor-gericht-mit-ki-und-gewann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/996114\/","title":{"rendered":"Zu viel Arbeitslosengeld? So verteidigte sich dieser Mann vor Gericht mit KI und gewann"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"Erfolg\">Erfolg<\/a> durch KI &#8222;fraglich&#8220;<\/p>\n<p class=\"text\">\nOb das tats\u00e4chlich an ChatGPTs juristischer Argumentation lag, bezweifelt Michael Wolting, Pr\u00e4sident des Amtsgerichts, allerdings: &#8222;Also ich m\u00f6chte dem Angeklagten in diesem Fall jetzt wirklich seinen Erfolg nicht abstreiten oder nehmen. Aber dass zwei Sachen geschehen, n\u00e4mlich die Einreichung eines KI -generierten Schriftsatzes und die sp\u00e4tere Einstellung des Verfahrens in diesem Fall, hei\u00dft noch lange nicht, dass das urs\u00e4chlich aufeinander beruht.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nHinz&#8216; Fall w\u00e4re wohl auch ohne ChatGPT so ausgegangen, mutma\u00dft Wolting. Auch wenn er beobachtet, dass Schreiben von Personen ohne Anwalt immer h\u00e4ufiger nach KI aussehen, etwa weil sie wortreich ein h\u00f6chstrichterliches Urteil an das n\u00e4chste reihten.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Ein Anwalt h\u00e4tte das jetzt nicht besser gemacht, au\u00dfer dass er mich wahrscheinlich viel Geld gekostet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>David Hinz<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Problem: Kein Pflichtverteidiger, wenn erwartete Strafe zu niedrig ist<\/p>\n<p class=\"text\">\nDass die Chatbots besser als ein Anwalt arbeiten, glaubt auch die Pr\u00e4sidentin der s\u00e4chsischen Rechtsanwaltskammer, Sabine Fuhrmann, nicht. Hinz Fall weise aber auf ein wichtiges Problem hin. Denn ein Pflichtverteidiger wurde ihm verwehrt, weil die zu erwartende Strafe nicht hoch genug ist. Das sei in anderen L\u00e4ndern v\u00f6llig anders. Da gebe es, egal welches Delikt, egal welche Strafandrohung, den Anspruch auf einen Verteidiger. Wenn man sich den nicht leisten k\u00f6nne, dann werde er von der Staatskasse bezahlt. &#8222;Das ist leider eine rechtspolitische Entscheidung, die bei uns halt anders gef\u00e4llt wurde&#8220;, sagt Fuhrmann.\n<\/p>\n<p>KI als Ersatz f\u00fcr den Anwalt?<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Juristin warnt aber davor, den Anwalt nicht mehr aufzusuchen, nur weil die oft selbstbewusst auftretende KI  meint, die L\u00f6sung eines Falls schon parat zu haben.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDavid Hinz hingegen w\u00fcrde k\u00fcnftig erst zum Anwalt gehen, wenn die Strafe, um die es geht, mehr schmerzen k\u00f6nnte als die Anwaltsrechnung: &#8222;Ein Anwalt h\u00e4tte das jetzt nicht besser gemacht, au\u00dfer dass er mich wahrscheinlich viel Geld gekostet h\u00e4tte.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erfolg durch KI &#8222;fraglich&#8220; Ob das tats\u00e4chlich an ChatGPTs juristischer Argumentation lag, bezweifelt Michael Wolting, Pr\u00e4sident des Amtsgerichts,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":988201,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[12296,3364,29,2690,30,1015,671,71,81,14,859,860,861,103],"class_list":{"0":"post-996114","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-chatbot","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-gericht","12":"tag-germany","13":"tag-justiz","14":"tag-ki","15":"tag-leipzig","16":"tag-mdr","17":"tag-nachrichten","18":"tag-sachsen","19":"tag-sachsen-anhalt","20":"tag-thueringen","21":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116521740958598355","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/996114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=996114"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/996114\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/988201"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=996114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=996114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=996114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}