{"id":99621,"date":"2025-05-10T13:17:10","date_gmt":"2025-05-10T13:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99621\/"},"modified":"2025-05-10T13:17:10","modified_gmt":"2025-05-10T13:17:10","slug":"handelsabkommen-zwischen-usa-und-uk-was-kann-die-eu-davon-halten-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/99621\/","title":{"rendered":"Handelsabkommen zwischen USA und UK: Was kann die EU davon halten?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat das am Donnerstag mit Gro\u00dfbritannien geschlossene Handelsabkommen begr\u00fc\u00dft. Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer sprachen von einem&#8220;historischen&#8220; Text.<\/p>\n<p>Einige Wirtschaftswissenschaftler bezweifeln jedoch die Tragweite dieses Kompromisses. Ein Gro\u00dfteil der britischen Waren wird weiterhin mit einem Zollsatz von zehn Prozent belegt sein, d. h. mit der sogenannten &#8222;gegenseitigen&#8220; Steuer, die im April von Trump eingef\u00fchrt wurde und derzeit f\u00fcr 90 Tage ausgesetzt ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/icon-cross-10x10-grey-6.svg.svg+xml\" width=\"10\" height=\"10\" alt=\"Close advertising\" fetchpriority=\"high\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Abschluss dieses britisch-amerikanischen Handelsabkommens k\u00f6nnte einen Teil der Gespr\u00e4che auf dem Gipfeltreffen zwischen der EU und Gro\u00dfbritannien am 19. Mai in London ausmachen. Diese Verhandlungen k\u00f6nnte die Beziehungen zwischen den beiden europ\u00e4ischen Partnern br\u00fcskieren.<\/p>\n<p>&#8222;Ich denke, dass dies in Br\u00fcssel zu Irritationen f\u00fchren wird. Und das nicht, weil es einen direkten Konflikt zwischen der EU und dem Vereinigten K\u00f6nigreich gibt. Es wird die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten K\u00f6nigreich nicht gef\u00e4hrden. Aber es schafft einen schlechten Pr\u00e4zedenzfall&#8220;, meint Aslak Berg, Wissenschaftler am Centre for European Reform.<\/p>\n<p>&#8222;Indem das Vereinigte K\u00f6nigreich die Beibehaltung dieser Z\u00f6lle erlaubt, st\u00e4rkt es die Legitimit\u00e4t dieser Z\u00f6lle, die gegen das V\u00f6lkerrecht versto\u00dfen&#8220;, f\u00e4hrt er fort. Aber der Forscher mildert ab, diese Entscheidung &#8222;wird den Beziehungen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und dem Vereinigten K\u00f6nigreich keinen dauerhaften Schaden zuf\u00fcgen.&#8220;<\/p>\n<p>Die britische Besonderheit<\/p>\n<p>Der Fall Londons ist einzigartig betont Aslak Berg.&#8220;Das Vereinigte K\u00f6nigreich befindet sich in mancher Hinsicht in einer anderen Position als die EU. Das Vereinigte K\u00f6nigreich hat keinen Handels\u00fcberschuss mit den USA, und das ist eine gro\u00dfe Priorit\u00e4t f\u00fcr die Trump-Regierung.&#8220;<\/p>\n<p>Der Forscher schiebt auch subjektivere Faktoren ein. &#8222;Trump mag das Vereinigte K\u00f6nigreich. Er wird gerne in den Buckingham Palace eingeladen. Der Staatsbesuch hat ihm gefallen. Und er, Starmer, hat einen Weg gefunden, mit Trump zu sprechen, was dazu gef\u00fchrt hat, dass sie sich auf pers\u00f6nlicher Ebene sehr gut verstanden haben. Und das z\u00e4hlt sehr viel&#8220;, l\u00e4chelte Aslak Berg.<\/p>\n<p>Die Einigung zwischen den USA und Gro\u00dfbritannien kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU droht, US-Importe mit Z\u00f6llen im Wert von 95 Milliarden Euro zu belegen. Die Europ\u00e4ische Kommission hat gerade eine Konsultation zu einer Liste von G\u00fctern eingeleitet, die Gegenstand dieser zus\u00e4tzlichen Besteuerung sein k\u00f6nnten. Sie umfasst Lebensmittel, Automobil-, Elektro- und Luftfahrtausr\u00fcstungen sowie Batterien. Die Institution beabsichtigt au\u00dferdem, ein Verfahren vor der Welthandelsorganisation (WTO) gegen die USA einzuleiten.<\/p>\n<p>Gerade im Hinblick auf das internationale Recht k\u00f6nnte das Handelsabkommen zwischen Washington und London der Union Schwierigkeiten bereiten.<\/p>\n<p>&#8222;Politisch gesehen ist das nicht unbedingt ein sehr gutes Signal&#8220;, warnt Ignacio Garc\u00eda Bercero, Forscher am Bruegel-Institut.<\/p>\n<p>&#8222;Es war eine wichtige Frage f\u00fcr das Vereinigte K\u00f6nigreich und die EU, zusammen mit anderen L\u00e4ndern, in der Lage zu sein, die Regeln der WTO zuhalten&#8220;, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Wissenschaftler hat das Abkommen zwischen Washington und London letztlich wenig mit Handel zu tun.<\/p>\n<p>&#8222;Es handelt sich zweifellos nicht um ein Freihandelsabkommen. Das Wichtigste, was Gro\u00dfbritannien erreicht hat, ist eine bessere Behandlung in Bezug auf die Z\u00f6lle auf Stahl, Aluminium und Autos. Bei den Z\u00f6llen von zehn Prozent hat es nichts erreicht&#8220;, stellt Ignacio Garc\u00eda Bercero fest.<\/p>\n<p>Die &#8222;gegenseitigen&#8220; <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2025\/04\/02\/trump-kundigt-reziproke-zolle-fur-europa-und-die-ganze-welt-an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>US-Z\u00f6lle<\/strong><\/a> treffen bis zu 20 Prozent der Waren aus der EU. Die Ma\u00dfnahme ist <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/04\/09\/trump-zollpause-fur-dutzende-lander-neue-zolle-fur-china\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>derzeit ausgesetzt<\/strong><\/a>, allerdings bestehen bereits 25 %ige Z\u00f6lle auf europ\u00e4ische Auto-Exporte in die USA. Damit w\u00fcrden EU-Exporte in die USA im Wert von 379 Milliarden Euro mit neuen Z\u00f6llen belegt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat das am Donnerstag mit Gro\u00dfbritannien geschlossene Handelsabkommen begr\u00fc\u00dft. 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